Studie: Fernsehkonsum wächst, Markt zersplittert

Foto: Artii
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Eine internationale Vergleichsstudie der US-amerikanischen Unternehmensberatung Accenture kommt zu dem Schluss, dass der weltweite Fernsehkonsum nach wie vor weiter steigt, sich jedoch auf immer mehr Kanäle verteilt.
Die Studie stützt sich auf die Befragung von knapp 14.000 Konsumenten in 13 Ländern - darunter die USA, Großbritannien, Deutschland, Japan, Mexiko und Brasilien. Demnach hat nicht nur der Fernsehkonsum, sondern auch die Zersplitterung des Marktes im vergangenen Jahr zugenommen: Indikatoren dafür sind u.a. die Zahl der Zuschauer, die sechs oder mehr Kanäle sehen (40 Prozent im ersten Quartal 2009 gegenüber 35 Prozent in 2008), sowie die zunehmende Bereitschaft, TV-Programme auf dem Computer oder dem Handy anzuschauen.
Loyal sind die Zuschauer ihren Lieblingssendungen gegenüber, nicht jedoch bestimmten Sendern: So sagen 73 Prozent der Befragten, dass sie einige Programme auf mehr als einem Kanal anschauen (was z.B. dann greift, wenn Ausstrahlungen einer Serie über verschiedene Stationen einer Senderfamilie verteilt werden). Trotz aller technischen Neuerungen wie Internet und EPG (Electronic Program Guide) im Digitalfernsehen informieren sich die Zuschauer nach wie vor auf sehr klassischem Weg über das Fernsehprogramm (u.a. durch Trailer, Zapping, Empfehlungen durch Freunde und Familie sowie Programmzeitschriften).
Überraschend aufgeschlossen zeigen sich die Befragten - trotz Wirtschaftskrise - gegenüber Pay-TV-Angeboten. So sagen 49 Prozent, dass sie für digitale TV-Programme bezahlen würden, während 40 Prozent das werbefinanzierte Free-TV bevorzugen. Klarer Sieger bei den unterschiedlichen Pay-TV-Modellen ist dabei das Abo, dem 25 Prozent den Vorzug geben würden, während Pay-per-View-Modelle abgeschlagen bei 12 (pay-per-episode) bzw. 9 (pay-per-season) Prozent rangieren.
Bemerkenswert stabil zeigt sich das Pay-TV auch aktuell im Ausgabeverhalten der Konsumenten: Während bei DVD-Käufen (minus 6 Prozent), Video-on-Demand (minus 5 Prozent) und Internet-Downloads (minus 3 Prozent) gespart wird, sind die Pay-TV-Ausgaben trotz Rezession derzeit noch unverändert.
Christian Junklewitz am Dienstag, 5.Mai 2009 09.00 Uhr
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