Sons of Anarchy: Balm

Sons of Anarchy: Balm
Kann und will Opie seinem besten Freund helfen?
© FX 2009

In der Abwesenheit von „Breaking Bad“ ist „Sons of Anarchy“ das beste Drama, das im Moment seine blutige Spur über die US-TV-Bildschirme zieht.

Beim Zuschauen jeder Episode, egal welcher Serie, mache ich mir immer Notizen. Für „Balm“ habe ich ganze drei Seiten verbraucht. Keine Angst, ich werde versuchen, nicht alles direkt hierher zu übertragen, aber in dieser Episode geschah wirklich Einiges.

„Sons of Anarchy: Balm“ nachzulesen bei Serienjunkies

Ich finde es bemerkenswert von den „Sons of Anarchy“-Autoren, wie sie es kein bisschen fürchten, ihre Figuren in Situationen hineinzumanövrieren, aus welchen es kaum ein Entkommen gibt. Und mit Entkommen meine ich natürlich Überleben. Obwohl die Bestellung einer dritten Staffel der Serie eher eine Formalität sein dürfte, ist man als Zuschauer in den Ereignissen dermaßen involviert, dass wir gar nicht daran denken, wie es in einer dritten Staffel weitergehen könnte.

Hier und jetzt - das ist SoAs grandiose Leistung, uns immer und mit jeder Episode einen Schock zu verpassen, den wir (fast) nie so kommen sehen. Der Auftritt vom IRA-Chef Jimmy (Titus Welliver aus „Deadwood“, „Supernatural“) als das nächste Teil, das das „Charming“-Puzzle so gut wie komplett und noch komplizierter macht, war nicht nur überraschend, sondern auch überzeugend!

So erfahren wir endlich Hintergrundinformationen über Chibs (Tommy Flanagan), der im Laufe der bisherigen Handlung ziemlich im Hintergrund stand. Jetzt ist er plötzlich Dreh- und Angelpunkt der Ereignisse. Aufgrund der Tatsache, dass Jimmy seine Familie mehr oder weniger gefangen hält und über Chibs versucht mit Samcro wieder Geschäfte zu machen. Und dass wiederum Agent Stahl (Ally Walker) Chibs einen Deal anbietet, könnte er plötzlich für das Schicksal des Clubs eine entscheidende Rolle spielen.

Und da wir beim Wort „Spiel“ sind: Agent Stahl scheint ihre Zweifel an der eigenen Arbeitsweise, die zu Donas Tod führte, überwunden zu haben. Sie ist wieder mit den selben Mitteln zu Gange, wie damals mit Opie, indem sie Jax droht, seinen Sohn ins Heim zu schicken. Vielleicht war es tatsächlich nicht besonders klug von Jax damals im Gefängnis Cohns Namen ins Spiel zu bringen, denn Stahl verspricht ihm, wenn sie mit IRA fertig ist, ganz' Charming nach einem „flachen Grab“ zu durchsuchen.

Während Jax (Charlie Hunnam) mit Stahl Spielchen spielt, die ganze „go nomad“-Geschichte durchzieht und Opie mit Lyla Sex auf dem Fußboden (aber nicht auf dem Ehebett!) hat, ist Clay (Ron Perlman) dabei neue Verbündete zu finden und alte Verbindungen wieder zu beleben.

Die Einheimischen scheinen sich auf die Produktion von jeder Art von Munition spezialisiert zu haben und sind bereit, Clay zu beliefern. Aber es sind nicht nur die Kugeln, die sie herstellen, sondern auch gewisse „Pilze“. Während Clay mit den Niners die Munition testet, testen Tig (Kim Coates) und Half Sack (Johnny Lewis) die andere Ware. Dieser Test führt zu den einzigen humorvollen Bildern in dieser Episode, die zum wiederholten Mal zeigen, wie sehr Tig von Schuldgefühlen zerfressen wird. Der Prospect? Er badet im Matsch mit den Worten: „It's cool and warm. It's cwarm!“ Man braucht nichts mehr dazu sagen!

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Vladislav Tinchev am Mittwoch, 11.November 2009 13.00 Uhr

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8 Leserkommentare

firef0kz vor 3 Jahren:Platz 80 in der Community Top-100

Genau so hatte ich mir das gedacht.

Gemma plaudert ihr Geheimnis aus und Clay und Jax vergessen für diesen Racheakt ihre Streitigkeiten.

Zobelle hat damit genau das Gegenteil erreicht.. er hat den Club bzw. die beiden Anführer enger zusammen geschweisst(auch wenn es vlt. nur temporär ist).

Jax wird auch vorerst nicht nomad gehen, er hat sich ja am Ende seine "Sticker(mir fällt das richtige Wort gerad nicht ein.. sind das Flicken^^?)" wiedergenommen.

Das wird ein Rachefest, heidewitzka :

-

zuletzt geändert:11.11.2009 13:19

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aceman vor 3 Jahren:Platz 57 in der Community Top-100

Da frage ich mich, was an der Folge nicht vorhersehbar war... So gut wie hier beschrieben, ist die 2. Season bisher wirklich nicht. Aber immerhin geht es steil bergauf.

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Knilch vor 3 Jahren:

Vorweg ein paar kleine Anmerkungen zum Review:

Jax fragt Clay nicht, ob er seinem Verlassen des Clubs zustimmt. Er fragt, ob Clay will, dass er den Club verlässt. Kleiner aber entscheidender Unterschied für die Dramaturgie der Szene. Ferner dürfte ja nun offensichtlich sein, dass Jax nun doch kein Nomad wird, nachdem er seine Abzeichen wieder an sich genommen hat. Und schließlich bezweifle ich doch stark, dass Jimmy der "Chef" der IRA sein soll - wohl eher des Flügels, der in den Staaten Waffenhandel betreibt.

Zur Folge: Durchaus wieder gelungen. Insbesondere die finale Szene war sehr überzeugend (für mich hier trotz weniger Worte am stärksten ganz klar Maggie Siff als Tara). Allerdings finde ich, dass Charlie Hunnman, so sehr ich ihn als Jax sonst mag, hier an seine schauspielerischen Grenzen stößt. Das war wirklich keine herausragende Leistung. Vielleicht fällt es jedoch auch nur so sehr auf, da die anderen 3 Darsteller in der Szene wirklich geglänzt haben. Auch die Szene, in der Jax mit Gemma über John spricht, ist wirklich brillant.

Dennoch finde ich, dass die Serie immer noch ein wenig auf der Stelle tritt; daran hat sich auch in dieser Episode nicht viel geändert. Es deutet sich allerdings nun (natürlich durch Gemma's "Revelation" und Chibs Aktion bzgl. der IRA) wieder etwas Bewegung für die kommenden Stunden an. Logisch, wir gehen ja (leider) auch aufs Staffel-Finale zu.

Hinsichtlich der Vorhersehbarkeit, die angesprochen wurde: In der Tat, besonders "überraschend" ist die Entwicklung der Folge tatsächlich nicht. Allerdings muss sie das ja auch nicht immer sein. SoA hat konstant auf diesen Wendepunkt hingearbeitet (für meinen Geschmack ein wenig zu lange) und es ist ein klassischer dramaturgischer Kniff, den mit Hochgeschwindigkeit auf eine Wand zu rasenden Club dadurch abzufangen. Schade wäre nur, wenn der ganze Konflikt nun einfach unter den Tisch gekehrt würde. Denn das wäre unglaubwürdig und platt dazu.

Glaube aber nicht, dass das passieren wird!

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Knilch vor 3 Jahren:

Opie blieb diesmal übrigens leider völlig farblos.

Die Szene mit Lyla auf dem Boden war ganz fürchterlich mit anzusehen - total daneben! (Sowohl schauspielerisch, als auch handlungsbezogen) Man hat sich richtig unwohl gefühlt dabei.

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EastBerlinStreetCore vor 3 Jahren:

ich kann mich meinem Vorredner eigentlich nur anschließen, diese Staffel ertsreckt sich einfach zu lange.

Diese Folge war zwar wieder eine der besseren, aber die 1. Staffel war doch deutlich darüber, auch wenn viele anderer Meinung sind.

Und keiner hat hier bis jetzt die Szene am Ende angesprochen, wo Tig, wenn auch unter Drogen, heulend da sitzt und sagt, das es ihm leid tut. Ich denke, das ist etwas, woran man sich klammern sollte, da das mit Donna ja auch nicht ewig geheim bleiben kann, man siehe nur Piney und die Waffe...

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__xx__thx1138 vor 3 Jahren:

Kann mich den Vorschreibern, nur sehr anschliessen.

1. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum die erste Staffel besser sein sollte. Wie sich in der Staffel Zwo die Charakterkonflickte zuspitzen und wie die Story insgesamt weitergeführt wird, ist für mich eine stete Steigerung der Qualität.

@EastBerlinStreetCore: Tig dreht ja schon vorher am Rad in seinem Trip. In den genialen letzten fünf Minuten ists eine gelungene Sequenz.

@Knilch: Opie hatte diesmal kaum Handlung, doch durch die Schlusssequenz (letzten fünf Minuten) mit allen Kindern und zum Schluss dem Paar, gab es ein kurzes, heftiges und endgültiges Statement zu dieser Beziehungsgeschichte.

Zur Vorhersehbarkeit: Das Jennas Vergewaltigung zum Thema wird, war ja klar. Dass das allerdings gerade zu dem Zeitpunkt geschieht, an dem die Sons irgendwie auseinanderbrechen, ist einfach nur kongenial umgesetzt.

Zur generellen Kritik bisher zum Thema Vorhersehbarkeit: Die war bei den Sons genauso gegeben wie bei allen anderen Serien. Aber wer/wie/was aufeinandertrifft in einer Folge, ist bei den Sons bisher genial Umgesetzt, fernab vom Problem/Fall-der-Woche-Schema.

Womit ich zu meiner kurzgefassten Meinung zur Folge komme: Jap, in der Folge ist mal wieder extrem viel passiert (wie in allen Folgen der Sons), doch die letzten fünf Minuten (ab dem Zeitpunkt, wenn Jenna ihre "Familie" zusammentreibt, um ihre Vergewaltigung öffentlich zu machen) gehören zu dem Besten, was ich jemals im Film/Tv gesehen hab. Alle Haupt-Charaktere der Sons machen auf ihre Art&Weise einen Seelen-Strip. Das sieht so herrlich brutal und schön aus, dass ich fast Pippi in den Augen hatte,

Ich bleib bei meiner Meinug: Die beste Serie der Season. Die Serie kommt schon extrem nah an Oz heran

-

zuletzt geändert:12.11.2009 04:39

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GreenLantern vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Mal so ganz nebenbei - ich hoffe ja durch den healing mud ist der Prospect nun sein problemchen los ... war echt schwer mit anzuschauen wie es bei ihm da unten rumgammelt

Fand die Episode ansonsten auch ziehmlich genial - hatte nur nach dem flotten Einstieg auf nen Tick mehr Action gehofft. Hoffe das nun endlich mal nen bissel arisches Blut fließt

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Krolas vor 3 Jahren:

Jup hoffentlich helfen die Shrooms und der Schlamm Nicht das "half-Sack" bald "no-Sack" heisst ;-)

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