Shark: Review zum Deutschlandstart auf «VOX»

James Woods spielt den Anwalt Sebastian Stark
© 2006 CBS
Ab heute Abend, 21:05 Uhr, strahlt VOX in deutscher Erstausstrahlung die 22 Episoden der ersten Staffel der amerikanischen Kriminal-Serie „Shark“ aus. Darin geht es um den Ausnahmeverteidiger Sebastian „Shark“ Stark, der die Seiten wechselt und zum Staatsanwalt wird.
Serienjunkies Rezensent Bernd Krannich hatte bereits vorab die Möglichkeit, sich die beiden ersten Episoden anzuschauen.
Sebastian Stark (James Woods, „Auf die harte Tour“, „The Virgin Suicides“) ist einer der - wenn nicht der - erfolgreichsten Strafverteidiger in Los Angeles - mit allem, was dazu gehört: als Worcaholic ist er schon lange geschieden und hat eine knapp sechzehnjährige Tochter; eine Villa in den Hollywood-Hills, in deren Keller sich ein kleines Gerichtsmuseum befindet, das Stark als hochmoderner „Proberaum“ für seine Verhandlungen dient. Schnelle Autos, viel Einfluss, kurze Affären. Klienten, die entweder durch plötzlichen Reichtum korrumpiert wurden (und daher mit dem Gesetz in Konflikt kamen) oder Leute, deren Korrumption ihnen Wege zum Reichtum eröffneten (kurz: Drogenbosse). Reich sind sie jedenfalls alle, die sich die Dienste von Sebastian Stark leisten können - und sie alle lassen einen üppigen Teil ihres Geldes bei ihrem Anwalt.
Schon seit Jahrzehnten führt Stark seine Verhandlungen nach drei Maximen: „Vor Gericht herrscht Krieg - wenn man verliert, ist man Tod“, „Die Wahrheit ist relativ - such Dir eine Version aus, die Dir passt (=Vorteile verschafft)“ und schließlich „Nur die 12 Geschworenen entscheiden über SCHULD und UNSCHULD - also ist ihre Meinung alles, was zählt.“
So lebt Stark ein erfolgreiches, geschäftiges Leben. Bis, ja bis eines Tages seine ganze Welt binnen sechs Tagen implodiert: geschickt nutzt der Staranwalt in einem Prozess einen Fehler der Staatsanwaltschaft aus und bekommt einen Freispruch für seinen Klienten. Doch dieser zögert nicht allzu lange, begeht ein schreckliches Verbrechen - und begrüßt am Tatort seinen Anwalt in der Erwartung, dass dieser ihn trotz der Schrecklichkeit des Verbrechens und der Deutlichkeit der Beweise „schon wieder raushauen“ wird.
Doch Stark wendet sich ab. Wird depressiv, zieht sich erst mal aus dem Geschäft zurück. Bis ihn sein Freund, der Bürgermeister Manuel „Manny“ Delgardo (Carlos Gomez, „Sleeper Cell“) quasi im Handstreich zum Chef einer neuen Sondereinheit der Staatsanwaltschaft macht - sehr zum Missfallen der Oberstaatsanwältin Jessica „Jess“ Devlin (Jeri Ryan, „Star Trek Voyager“, „Boston Public“). Darum stellt sie Stark auch - großzügig - ein verstaubtes, ehemaliges Archiv als Büro zur Verfügung und gibt ihm einen Stab mit all den (jungen) Anwälten, die sie eigentlich schon länger los werden wollte. Streitgespräche mit Stark inklusive.
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Bernd Michael Krannich am Montag, 14.Januar 2008 10.00 Uhr
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