Serienperle: «Terminator: The Sarah Connor Chronicles»

Der Cast von „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“
© FOX
Was für Herz, Adrenalinspiegel und zum Nachdenken gleichermaßen: Die actionreiche Sci-Fi-Serie „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ ist eine gelungene Parabel auf die Schattenseiten von Technologie - und eine deutliche Empfehlung wert, findet Redakteurin Carolin Neumann.
- Die Serie lief von 2008 bis 2009 auf dem US-Network FOX.
- Sie wurde viermal für den Emmy nominiert, ging aber leer aus.
Wann immer Arnold Schwarzenegger mir seit seiner Ernennung zum Gouverneur von Kalifornien sein kantiges Gesicht zeigt, sehe ich - wie sicherlich viele von euch - nach wie vor nur den „Terminator“. Jene Titelfigur des 80er-Jahre-Klassikers „Der Terminator“ aus der Feder von James Cameron, übrigens jener James Cameron, von dem in aktuellen Filmberichten allzu häufig vergessen wird, dass er in seinem Leben schon ein paar mehr Filme als „Titanic“ (1997) und „Avatar“ (2009) gedreht hat.
Wie dem auch sei: Schwarzenegger jedenfalls war es gleichzeitig, der mich stets von den „Terminator“-Filmen und leider auch der -Serie abgeschreckt hat. Dann kam „Firefly“, und ich konnte mich nicht länger einer Serie mit Summer Glau in der Hauptrolle verschließen, zumal einer, für deren Weiterführung derart gekämpft wurde (Serienjunkies vom 13. Mai 2009). Zur Info für alle, die sich dieser Empfehlung annehmen: „Terminator“ wurde nach dem Finale der zweiten Staffel mit einem sehr offenen Ende unwiderruflich eingestellt.
Und so habe ich eine dem Anschein nach nicht sehr frauenkompatible Science-Fiction-Action-Serie kennen und lieben gelernt: „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“; in Deutschland wegen der vermeintlichen Verwechslungsgefahr mit einer Hupfdohle desselben Namens zu „Terminator: S.C.C“ abgekürzt.
Genau wie das erst kürzlich von mir entdeckte „Firefly“ entspricht auch „Terminator“ so gar nicht der Vorstellung, die man von Science Fiction hat. Jetzt möchte ich Entwickler, Autor und Executive Producer Josh Friedman nicht mit dem Genie von Joss Whedon vergleichen, zumal es seine bislang einzige Serie ist, aber mit der TV-Auflage des Franchise hat er definitiv ein gelungenes Stück Fernsehen geschaffen - wenn nicht eines der besseren der letzten Jahre.
Die Handlung
In „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ geht es, anders als der Titel suggeriert, weniger um die Figur Sarah Connor (Lena Headey), eine Ikone der Science-Fiction-Filmgeschichte, sondern um ihren Kampf für die Sicherheit ihrer Familie. Sie muss ihren Sohn John (Thomas Dekker) beschützen, der einmal der Anführer einer Widerstandsbewegung wird - Widerstand gegen die Maschinen rund um das Computersystem Skynet, das in der Zukunft die Weltherrschaft beansprucht.
Terminator (vom englischen to terminate = beenden) genannte Cyborgs reisen in die Vergangenheit, um die Bedrohung durch John Connor frühzeitig auszulöschen. Die Handlung setzt nach dem zweiten „Terminator“-Film an und vernachlässigt die Geschehnisse des dritten. In der Serie schickt der zukünftige John zu seinem eigenen Schutz einen umprogrammierten Roboter in die Vergangenheit.
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Carolin Neumann am Sonntag, 17.Januar 2010 10.00 Uhr
19 Leserkommentare
| DJ Doena vor 3 Jahren: | Platz 99 in der Community Top-100 |
Die erste Staffel hat mir ja noch sehr gut gefallen, wobei sie auch da schon jegliche auch nur entfernte Zeitreiselogik einfach mal aus dem Fenster geworfen haben. Aber die zweite Staffel erschien mir mit ihrem Drei-Punkte-Arc dann doch irgendwie arg zu plan- und ziellos. | |
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| TeeVee vor 3 Jahren: | Platz 99 in der Community Top-100 |
Ich hab die zweite Staffel noch nicht gesehen, aber auch wenn sie nicht so gut sein sollte wie die erste, verliert die Serie nicht ihren Charme. Ich fand sie klasse und bedaure ihr so frühes Ende - zuletzt geändert:17.01.2010 10:38 | |
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| Serienfan vor 3 Jahren: | Platz 18 in der Community Top-100 |
Die zweite Staffel ist schon OK. Das Ende ist nur bescheuert, mit Cliffhanger halt... | |
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| series_addict vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Erstmal vielen Dank an die Autorin für die Vorstellung. Aber war nicht ursprünglich angedacht unter der Reihe "Serienperlen" ältere Formate vorzustellen, wie ihr das z. B. mit "The Prisoner" von 1967 gemacht habt? Über eingestellte, jedoch relativ aktuell abgedrehte Serien finde ich ja noch recht viel gutes Material auf serienjunkies.de. Hätte solch einen Artikel unter "Kolumnen" auch sehr passend gefunden, obwohl - ich weiß - er dann lediglich die Beta-Community erreicht hätte. (Vielleicht war das eben auch einer der Gründe, TSCC auf diesem Weg vorzustellen? - zuletzt geändert:17.01.2010 11:38 | |
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| Crewe vor 3 Jahren: | Platz 39 in der Community Top-100 |
Also irgendwie kam bei mir da nie das wirklich Terminator-Feeling auf. Natürlich ist es schwer eine Serie zu erstellen, die sich mit 2 Cameron-Filmen messen muss, aber wenn man unbedingt den schnellen und vor allem leichten Erfolg, den so ein Mega-Franchise nunmal mit sich bringt, haben will, muss man sich nicht wundern, dass die Serie nach 2 Staffeln abgesetzt wird. Im Endeffekt sind so viele Sachen sinnlos, wenn man die Filme gesehen hat: - Warum konnten die nicht wenigstens ne blonde Darstellerin als Sarah Connor nehmen? Vielleicht sogar eine die der großartigen Linda Hamilton ähnlich sieht? - Warum werden überhaupt noch T-800-Terminatoren in die Vergangenheit geschickt, wenn die Technik der Zukunft schon so übermächtige Terminatoren wie den aus dem 2. Teil hervorgebracht hat - Naja und mit den ganzen Zeitreiselogikfehlern könnte man ein Buch füllen. Verstehe auch nicht, warum man so einen Artikel über Terminator S.C.C. schreibt, da die Serie ja erst seit letzten Mai abgesetzt ist und es da doch einige würdigere Serien für so einen Artikel gibt. | |
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| sethcohen85 vor 3 Jahren: | Platz 36 in der Community Top-100 |
Habe die zweite Staffel auch noch nicht gesehen,aber die erste fand ich Klasse. Hoffentlich läuft die zweite noch im TV. Mal abwarten!! | |
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| Ellesime vor 3 Jahren: | Platz 90 in der Community Top-100 |
Super Bericht, klasse geschrieben Auch ich empfinde TSCC als eine der besten Serien seit langem. Der Cast um Thomas Dekker, Lena Heady und Summer Glau ist absolut beeindruckend. Aber auch ein Brian Austin Green, Richard T. Jones, Garret Dillahunt oder Shirley Manson muss sich da nicht verstecken. In kaum einer anderen Serie hat man bisher solch eine Charaktertiefe und -entwicklung gesehen. TSSC hat es geschafft eine intelligente Story sehr spannend zu erzählen, die Inszenierung war stellenweise einfach atemberaubend. Gerade die 2.Staffel enthält Wendungen in der Story mit denen der Zuschauer nie gerechnet hätte. Auch die "Flashbacks" in die Zukunft schafften eine super Atmosphäre. Alles in allem hatte die Serie alles was eine Serie haben kann. Das Finale der 2. Staffel, was leider unfreiwillig zum Serienfinale wurde, war perfekt in Szene gesetzt und ist trotz des offenen Endes auf jedenfall sehenswert. Abschließend kann ich nur sagen, dass es eine Schande ist, dass diese Serie abgesetzt wurde. Denn "Terminator 4-Salvation" verblasst gegen "The Sarah Connor Chronicles" zu einem 0815-Actionfilm ohne Tiefgang und Charakter. | |
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| Typical vor 3 Jahren: | |
Nunya.. Terminator war nette Unterhaltung, aber auf keinen Fall eine Serienperle. Verglichen mit den Sopranos, Buffy o.Ä. steht Terminator wie ein kleines Baby dar. | |
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| CaroNeumann vor 3 Jahren: | Platz 65 in der Community Top-100 |
@series_addict: Nun ja, "The Prisoner" war halt die persönliche Perle eines Kollegen, dieses ist meine. Unter Serienperle verstehen wir sowohl alte Serien, die vergessen sind als auch bekannte, die es einfach noch mal zu erwähnen lohnt und genauso jüngere, die von vielen verschmäht wurden. @Ellesime: Merci :-) | |
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| tvkilledthemoviestar vor 3 Jahren: | |
Ich bin auch der Meinung,dass die gute Action und vor allem Summer Glau einige eklatante Logikfehler überdeckt haben. | |
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| PaulBrusewitz vor 3 Jahren: | |
Sorry! Aber Firefly in einem Artikel mit BSG und Joss Wheedon genial? Das tut weh! Firefly war eine Serie fürs Nachmittagsprogramm für eine jugendliche Zielgruppe. Man konnte es ansehen, oder auch nicht. Wenn man es nicht gesehen hat, hat man nichts verpasst. Joss Whedon ist der König der belanglosen und früh abgesetzten Serien. Das ist alles. Summer Glau als Terminatrix ist großartig. Über Ihre Rolle in Firefly sollte man gnädig den Mantel des Vergessens ausbreiten. SCC war gute Unterhaltung und es hätte gern noch ein / zwei Staffeln mehr geben können, aber an BSG kommt es nicht heran. BSG ist wirklich großartige Unterhaltung - eine epische, intelligente SciFi-Serie mit Schwächen am Schluß. Freundliche Grüße P.B. | |
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| dogplay vor 3 Jahren: | Platz 44 in der Community Top-100 |
Oh, oh, oh. Da hat jemand ja gar keine Ahnung. | |
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| shiri vor 3 Jahren: | Platz 94 in der Community Top-100 |
@dogplay: Meinst du @PaulBrusewitz oder die Autorin? Ich kann dem artikel nämlich nur Daumen hoch geben. Terminator ist großartig. Und wer Firefly und Joss Whedon generell für Nachmittagsprogramm und belanglos hält, DER hat keine Ahnung. Nicht anders rum... | |
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| MasterYoda vor 3 Jahren: | Platz 89 in der Community Top-100 |
Staffel 1 war noch ok aber 2. Hälfte der 2. Staffel war einfach nur noch Müll und so Konfus, wirre Scripte, hin und her gehopse in den arg schwachen Storys und dann natürlich der Cliffhänger.... Mich hat es 0 gewundert das die Quoten am Ende so derbe eingebrochen sind nach dem ich die 2. Hälfte der 2. Staffel gesehen habe... mfg | |
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| wibi44 vor 3 Jahren: | Platz 6 in der Community Top-100 |
Ansich war S.C.C. schon gelungen, nur lief es beim falschen Network, besser gesagt, auf einem guten Kabelsender hätte es zumindest noch eine dritte abschließende Staffel gegeben. Länger hätte die Serie auch nicht gehen dürfen, denn sie sollte ja nur einen bestimmten Teil der "Terminator-Saga" erzählen. Der sehr guten 1. Staffel folgte eine schwächere 2., wohl auch, weil keiner wusste, ob die Serie verlängert wird. @ Frau Neumann: echten Filmfans ist Schwarzenegger eher als Conan, denn als erster Terminator im Sinn. | |
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| CaroNeumann vor 3 Jahren: | Platz 65 in der Community Top-100 |
@wibi44: Das mag ja sein, aber ich muss halt an "Terminator" denken ;-) | |
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| whiterabbit vor 3 Jahren: | |
Kudos für diese Rezi - Sie bringt ziemlich gut auf den Punkt, was TSCC so gut gemacht hat (und der Serie eigentlich definitiv eine weitere Staffel hätte bescheren müssen): It's about the characters, stupid! ... Soll heißen: Die Action ist zwar da, wird aber nie zum Selbstzweck, dafür viel Drama in der Entwicklung von Charakteren und ihren Konflikten. Plus: Genialer Einsatz von Musik, vor allem über die Handlung gelegte Songs (siehe Johnny Cash's "When a man comes around" am Ende der letzten Folge der ersten Staffel, der Start von Staffel 2 mit dem absolut genialen "Samson and Delilah" - und sogar ein schottisches Kinderlied als Ausklang von Folge 2/21 funktioniert grandios) Vor allem die letzten 4-6 Folgen waren einfach Klasse - und das Ende der Serie deshalb umso trauriger... ansonsten hätte TSCC vielleicht sogar das Potenzial gehabt, in punkto Charakterdarstellung und Entwicklung eines eigenen Universums ein BSG-Nachfolger zu werden.. - zuletzt geändert:18.01.2010 21:25 | |
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| .m4jX vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
stimme volkommen zu... ist richtig geil geworden die serie... muss auch vollkommen zustimmen das der Quote den Headey/Sarah gemacht hat ("Now we're all sons of bitches") richtig gut war, hat super gepasst... der vergleich ist einfach geil, Atombombe -> Terminator.. hat auch erst mit Wissenschaftlern angefangen die einfach Fortstritte in der Welt machen wollten... [spoiler] und der Cliffhanger der Serie war auch spektakulär... John ist in der Zukuft und, weil er natürlich nicht da war, kennt niemand ihn... endlich hat john die last von den Schultern, weil niemand von ihm etwas erwartet, aber nur durch John werden sie gewinnen, also wie wird ein Teenager die Soldaten dazu überzeugen das zu machen, was er sagt^^ das hätte noch richtig geil werden können... wieso ist da nicht irgendein cable-sender gekommen.. da reichen die Quoten und Zuschauer leiben auch stabil...[/spoiler - zuletzt geändert:19.01.2010 00:13 | |
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| Starkiller vor 3 Jahren: | Platz 78 in der Community Top-100 |
Schönes Review dem ich voll und ganz zustimme, entgegen einiger Meinungen hier fand ich die erste Staffel ganz nett da gutes Action-Popcorn-Kino, es sind aber die ruhigen und nachdenklichen Momente der zweiten Staffel die diese Serie für mich für immer unvergessen gemacht haben. | |
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