Serienperle: Nummer 6 - The Prisoner

Serienperle: Nummer 6 - The Prisoner
Nummer 6 (Patrick McGoohan, l.) will aus der Gefangenschaft von Nummer 2 entfliehen
Alle Fotos: (c) ITC Entertainment

Heute startet auf dem US-amerikanischen Kabelsender AMC das Remake der britischen Kultserie „The Prisoner“. Für Serienjunkies-Redakteur Christian Junklewitz der perfekte Anlass, einmal einen genauen Blick auf das Original aus den 60er Jahren zu werfen - und damit gleichzeitig die neue Reihe „Serienperlen“ zu eröffnen, in der serienjunkies.de Serien-Highlights der TV-Geschichte Revue passieren lässt.

Fakten zur Meldung
  • „The Prisoner“ lief in UK zwischen 1967 und 1968
  • McGoohan war der einzige durchgehende Hauptdarsteller
  • Die Serie hatte ein Budget von 75.000 Pfund pro Folge
  • wurde in Portmeirion/Nord-Wales gedreht
  • kam 1969 erstmals im ZDF


„Serienperle: Nummer 6 - The Prisoner“ nachzulesen bei Serienjunkies

Ich bin keine Nummer! Ich bin ein freier Mensch!

Inhalt

Ein britischer Geheimagent (Patrick McGoohan) quittiert überraschend seinen Job, packt die Koffer und will England - offenbar in Richtung Südsee - verlassen. Doch bevor der Ex-Agent auch nur die Wohnung verlassen kann, wird er von Unbekannten betäubt, die ihn bereits seit seinem dramatischen Abgang aus dem Geheimdienst-Hauptquartier beschattet haben. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in einem mysteriösen Dorf, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Auf der einen Seite von hohen Bergen, auf der anderen Seite vom Meer begrenzt, wäre es ein unter anderen Umständen geradezu malerischer Ort. Für den Agenten ist es ein Gefängnis. Jeder Fluchtversuch wird entweder von Aufsehern im Dorf oder von einer rätselhaften Apparatur namens Rover unterbunden - eine große weiße Kugel, ähnlich einem Wetterballon, die selbständig zu manövrieren scheint und jede Flucht mit notfalls tödlicher Gewalt stoppt.

Die Bewohner des Dorfes haben keine Namen, sondern ausschließlich Nummern, die ihren Rang in der Hierarchie der Dorf-Gemeinschaft angeben. Für den Agenten haben sie ebenfalls eine Nummer: Er ist fortan Nummer 6. Regiert wird das Dorf von einem angeblich demokratisch gewählten Stadtrat. In Wahrheit ist jedoch Nummer 2 die oberste Autorität. Nummer 2 ist eine - von Folge zu Folge wechselnde - Person, die im Hinblick auf Nummer 6 zwei Ziele verfolgt: Ihn dazu zu bewegen, sich in die Dorf-Gemeinschaft einzufügen. Und vor allem: von ihm herauszubekommen, warum er seinen Dienst beim Secret Service so plötzlich verlassen hat.

Um jeden Preis versucht die jeweils neue Nummer 2, von Nummer 6 Informationen zu bekommen. Dabei ist völlig unklar, auf welcher Seite (des Kalten Krieges) Nummer 2 und seine Organisation stehen. Für Nummer 6 wird mehr und mehr deutlich, dass er nicht der einzige Gefangene in dem Dorf ist. Auch andere Geheimnisträger sind hier festgesetzt. Von ihnen allen wird die Preisgabe von Informationen - und die völlige Unterordnung unter das totalitär durchreglementierte Dorf-System erwartet.

Patrick McGoohan als Nummer 6
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Christian Junklewitz am Sonntag, 15.November 2009 10.00 Uhr

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7 Leserkommentare

Genbaku vor 3 Jahren:

Wurde auch Zeit, dass so eine Rubrik erscheint! Und gleich so eine geile Serie! Weiter so!

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Steve vor 3 Jahren:Platz 93 in der Community Top-100

Ich hab jetzt mal die Inhaltsangabe nicht gelesen, da ich sehr gespannt auf das Remake bin!

Es sah so aus als wäre die ziemlich Lost artig, ist das richtig?

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elgebe vor 3 Jahren:Platz 29 in der Community Top-100

@Steve: Du bist schon amüsant. Die Inhaltsangabe nicht lesen wollen, aber willst in den Kommentaren dann doch den Inhalt gesagt bekommen... Kleiner Tipp: In der Inhaltsangabe steht nur die Prämisse. Das Ende steht auf der letzten Seite.

zum Artikel: Gute Rubrik. Und krass, wie man sich früher vor den Vorspann Zeit genommen hat. Heutzutage sind ja 15 sec. schon langer Vorspann.

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Deracseen vor 3 Jahren:Platz 16 in der Community Top-100

Großes Lob an die Redaktion für den tollen Artikel und eine hoffentlich neue Rubrik. Denn eine Rubrik über "Serienperlen" fänd ich ausgesprochen klasse. Da könnten dann "alte Kamellen" wie "Hart aber herzlich"(orig.Hart to Hart) oder "Verrückt nach Dir" ("orig.Mad about you)

den jungen Serienjunkies (Ich bin zwar selbst erst 23, aber schon von kleinauf an mit Serien groß geworden ^^ ) nahe gebracht werden.

Zur Serie: Das Original vom kommenden "The Prisoner", muss ich zugeben, kenne ich nicht. Allerdings hatte ich bereits vor einigen Monaten eine Art Teaser Trailer vom Remake gesehen, der mir sehr gefallen hatte. Jetzt diesen Bericht zu lesen, bestätigt meine Vermutung und setzt mich vollkommen unter Strom. Ich kann es kaum erwarten dieses Serienhighlight zu sehen. Muss auch dazu sagen, dass ich Jim Cavieziel und Ian McKellen als sehr gute Darsteller empfinde.

Die beiden sind ja nicht gerade unbekannt, ne?!

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ufokoenig vor 3 Jahren:Platz 80 in der Community Top-100

Schöner Artikel. Bzgl. des Remakes bin ich auch etwas skeptisch, da das Original schon annähernd perfekt war.

Es zeigt zudem, das Serials nicht erst im 21. Jahrhundert mit Lost und 24 erfunden wurden.

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Kevin vor 3 Jahren:Platz 62 in der Community Top-100

Habe jetzt die ersten beiden Teile "The Prisoner" angesehen. Hatte mir mehr davon erwartet, besonders der Anfang mit diesen Bilderspielerein ist etwas was mir nicht wirklich gefällt.

Gegen Ende mag vieleicht etwas Stimmung aufkommen bei mir, aber es ist nichts was gegen meine anderen Serien-Perlen bestehen kann. Mal sehen was die nächsten 4 Teile uns bringen.

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__xx__thx1138 vor 3 Jahren:

Ein toller Artikel, den solltet ihr direkt bei Wikipedia verlinken lassen.

BTW.: Das Remake ist inhaltlich eine Katastrophe, hat nix mehr mit dem Original zu tun. Filmisch ists zwar gut umgesetzt, aber pure Langeweile beim Ansehen. Schicke Bilder und grossartige Schauspieler wurden hier durch eine beschissene Umsetzung der Originalserie in uninteressanten Drehbücher vor die Wand gefahren. Die Neuauflage ist Mist, da ist das das Original in jedem Aspekt dem Re-Kotz um Welten voraus.

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