TV-Season 2008/09: 16 Prozent weniger Zuschauer für Networks

Foto: C.P. Storm
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Die aktuelle TV-Season fand vor einigen Tagen ihr Ende. Man sollte meinen, dass die Zuschauerzahlen im Vergleich zum bestreikten Vorjahr deutlich gestiegen sind, doch wenn man sich die Quoten einmal genauer ansieht, geht man mit dieser Theorie schnell baden.
Seit Mittwoch gehört die US-amerikanische TV-Season 2008/2009 der Geschichte an. Obwohl in diesem Jahr die branchenüblichen Staffellängen produziert wurden, verfolgten rund 16 Prozent weniger die Programme der großen fünf US-Networks ABC, CBS, NBC, FOX und The CW im Vergleich zum Vorjahr. Damals hatte der zweite Autorenstreik in der Geschichte des amerikanischen Fernsehens zahlreiche Produktionen lahm gelegt, und verkürzte Staffeln waren die Regel.
Alles lässt darauf schließen, dass diese Verluste den Spartensendern in den USA zu Gute gekommen sind, die durch die Zwangspause der großen Broadcaster vor einem Jahr schon jede Menge Profit schlugen. Lassen wir doch einfach mal das Jahr Revue passieren.
ABC
Es war sicherlich keine leichte TV-Saison für den Sender. Natürlich konnte sich ABC wieder auf ihr Zugpferd „Dancing With the Stars“ verlassen, das nur minimale Zuschauermengen mit dem siebten und achten Lauf abgeben musste. An die übernommene Sitcom „Scrubs“ hatte ABC jedoch sicherlich höhere Ansprüche gestellt. Zusammen mit dem „The Office“-Klon „Better off Ted“ erhoffte man sich endlich zwei funktionierende Comedies im Repertoire zu haben, doch dieser Plan schlug gänzlich fehl.
Ebenfalls vom großen Quotenregen verschont blieben die Assistenzärzte aus „Grey's Anatomy“ und die Hausfrauen aus der Wisteria Lane in „Desperate Housewives“. Beide setzten ihren Abwärtstrend munter fort. Die einzig positive Überraschung dürfte die Wiederauferstehung von „The Bachelor“ gewesen sein, das mit seiner 13. Staffel nochmal in die Vollen ging.
Insgesamt begeisterte ABC im Durchschnitt 8,90 Millionen Menschen und kam in der werberelevanten Zielgruppe auf ein 2,9 Rating. Hierbei beläuft sich der Verlust auf etwa 3 Prozent.
CBS
Die wenigsten Probleme in diesem Jahr hatte CBS, das sowohl mit seinen bewährten Dramen als auch mit seinen Comedies zu überzeugen wusste. CBS ist sogar der einzige Broadcaster, der sich tatsächlich im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. Vom Gesamtpublikum her betrachtet zog der Sender durchschnittlich 11,80 Millionen US-Bürger (plus 11 Prozent) in seinen Bann. Bei den 18- bis 49-Jährigen verzeichnete der Sender ein 3,1 Rating (plus 3 Prozent).
Diese konstant guten Leistungen hat das Network größtenteils „CSI: Crime Scene Investigation“, „NCIS“ und Neuling „The Mentalist“ zu verdanken. Auch „Criminal Minds“, „60 Minutes“ und der Sitcom/Crime-Montag brauchten ihre Ergebnisse nicht zu verstecken.
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Rainer Idesheim am Samstag, 23.Mai 2009 10.00 Uhr
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