Scrubs: Zach Braff ist definitiv raus, genießt Freiheit

Noch eine Staffel lang wird Zach Braff als JD in „Scrubs“ zu sehen sein
© NBC
Foto: Mitchell Haaseth
Zwar war es lange Zeit schon als sicher angesehen worden, doch jetzt hat „Scrubs“-Darsteller Zach Braff in einem Interview bestätigt, dass er die Serie nach der achten Staffel - deren Dreharbeiten bereits abgeschlossen sind - definitiv verlassen hat. Seine Freiheit nutzte er bereits für einen Pilotenschein und eine Sinnfindungsreise nach Israel.
Zach Braff ist nach der achten Staffel kein fester Bestandteil von „Scrubs“ mehr. Bekanntlich wird diese ab Januar beim amerikanischen Broadcaster ABC zu sehen sein (Serienjunkies vom 21. November 2008). Auch wenn die Serie ursprünglich nur für eine finale Staffel eingekauft worden war - hauptsächlich, weil Darsteller Braff und Judy Reyes sowie Showrunner und Serienerfinder Bill Lawrence sich neuen Projekten widmen möchten- gibt es mittlerweile eine Hintertür zur Fortsetzung der Serie: In der achten Staffel kommen neue Praktikanten ans „Sacred Heart“ - wie einst JD, Turk und Elliot - die in einer Weiterführung der Serie in den Fokus rücken würden. Das ist aber noch Zukunftsmusik, einstweilen muss man abwarten, wie sich die Serie in ihrem neuen zuhause bei ABC machen wird.
Nicht nur beruflich und mit neuen Filmengagements will der 33-jährige Braff seine neue Freiheit genießen, auch persönlich hat er die freie Zeit und die beendete Bevormundung zu schätzen gelernt: Er hat einen Pilotenschein gemacht und das Land seiner jüdischen Vorfahren besucht.
„(Ich habe Scrubs verlassen, weil) es gibt noch so viel, was ich in meinem Leben tun will. (Die langjährige Arbeit an der Serie) war das bedeutsamste und aufregendste Erlebnis meines Lebens, aber wenn man bei einer Fernsehserie arbeitet, dann besitzen sie Dich“, so der Mime. „Ich glaube nicht, dass sie mich weg (nach Tel Aviv) gelassen hätten. Sie hätten nicht zugestimmt, dass ich Flugunterricht nehme.“
Denn natürlich versichern sich die Firmen der Filmindustrie gegen die unangenehmen Überraschungen des Lebens - vor allem Arbeitsausfälle oder gar das Ableben der bekanntesten Gesichter von Erfolgsserien. Und insofern nehmen sie sich ein Mitspracherecht bei Tätigkeiten heraus, die ein erhöhtes Risiko beinhalten - wie die Reise in das mit Terror kämpfende Israel.
Braff fand seine Reise sehr beeindruckend und ermutigt in dem Interview alle seine in Amerika lebenden Mitjuden, in die jüdische Nation zu reisen. „Als amerikanischer Jude ist es wirklich ein unglaubliches Gefühl an einen Ort zu kommen, an dem man sich zugehörig fühlt“, sagt er, und spielt damit auf die Tatsache an, das nur 2% der Amerikaner jüdischen Glaubens sind und man selbst in den amerikanischen Zentren jüdischer Kultur - vor allem News York und auch „Hollywood“ - immer fühlbar einer Randgruppe angehört.
Bei seinem ersten Besuch in Israel - damals gerade 18 - fehlte Braff nach eigenen Aussagen noch das Verständnis für die Besonderheit Israels. Weswegen er auch in den Jahren seitdem die Berichterstattung über die Probleme von Juden und Palästinensern im Land zwar verfolgte, aber eben „distanziert“. Deswegen hatte er die Reise jetzt erneut auf sich genommen.
„Als Jude ist es es wirklich wichtig, diesen Ort zu besuchen. Hier gibt es so einen großartigen Sinn der Gemeinschaft, diese großartige Verbundenheit, die es hier aus offensichtlichen Gründen gibt. Ich weiß nicht, ob es den Israelis selbst bewusst ist, weil es zu ihrem täglichen Leben gehört, aber ich liebe es.“
Bernd Michael Krannich am Donnerstag, 27.November 2008 08.00 Uhr
Ein Leserkommentar
| ja2000 vor 3 Jahren: | |
Ich möchte 2 Kommentare abgeben: Erstens zum Verfasser -- "- wie die Reise in das mit Terror kämpfende Israel"?? Hallo wo lebt ihr?? Man sieht was die jüdische Propaganda in Deutschland gemacht hat, Israel kämpft mit Panzern und Flugzeugen gegen 15, 16-jährige Jungen die mit Steinen nach den Panzern werfen, weil sie die 50-Jährige Okkupation von den Israelis nicht mehr aushalten können. Und zum Zach Braff: das muss ein radikaler Jude sein, sonst hätte er bei seinem Besuch sich gefragt warum letztes Jahr 3000 Zivilisten sterben mussten. Und ich verstehe nicht wenn 2% Juden in Amerika leben, wie kann es sein dass so viele im Filmgeschäft tätig sind? | |
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