Sanctuarys erste Staffel: Bruchstücke einer Geschichte

Amanda Tapping ist ausführende Produzentin der Serie
(c) Universal
Wie wir alle wissen, hat SyFy „Sanctuary“ um eine zweite Staffel verlängert. Die Serie etablierte sich in der Gunst der Zuschauer: nach einem nicht ganz gelungenen Auftakt wurde die Sache etwas spannender.
Im Grunde genommen ergaben sich auf den ersten Blick zu viele Probleme, die „Sanctuary“ bekämpfen musste, um sich zu einer soliden Erzählung und vor allem zu einer soliden Unterhaltung zu entwickeln. Es fehlte an Hintergrund bei der „Sanctuary“-Mythologie: Mitte der Staffel sah Sanctuary immer noch wie ein zusammengewürfeltes Puzzle aus, das keine konkrete Form annehmen konnte und wollte. Man fand keine Balance zwischen dem coolen Videogame-Look, der Definition eines Endziels seiner Figuren und der intellektuell-philosophischen Frage, was Humanität wirklich ausmacht. Sanctuary warf Episode für Episode mit Ideen um sich, bis man sich entschied, in welche Richtung man gehen wollte. Letztendlich wurde (vermutlich) die richtige Entscheidung getroffen - die Narration bewegte sich (wie mittlerweile dramaturgisch üblich) vom Monster der Woche zu einer mythologischen Auseinandersetzung.
Zuallererst aber gab man den Hauptfiguren etwas mehr Hintergrund, um ihre Motivation für den Kampf gegen „das Böse“ zu untermauern. Die mysteriöse Helen (Amanda Tapping) mit ihrem Mona Lisa-Lächeln gewann mehr und mehr an Form: Wir erfuhren, dass ihr langes Leben das Ergebnis eines Experiments in viktorianischen Zeiten war und sie zu einer Gruppe von brillanten Wissenschaftlern gehörte, die sich „The Five“ nannten und die Welt verändern wollten. Das Ergebnis ihres Experiments mit einem Extrakt aus sehr altem Vampirblut bestand darin, dass sie sich selbst veränderten. Zu dieser Gruppe gehörte Ashleys Vater und Helens Ex (Christopher Heyerdahl als John Druitt), den wir als Bösewicht und Jack the Ripper kennenlernten. Auch Nicola Tesla (Jonathan Young) gehört dazu, der als mächtiger Vampir das Ziel verfolgt, eine Armee von Gleichgesinnten zu gründen.
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Vladislav Tinchev am Montag, 17.August 2009 12.00 Uhr
7 Leserkommentare
| Torchwoodie89 vor 3 Jahren: | Platz 94 in der Community Top-100 |
Nachdem ich die erste Staffel durchhatte, kann ich das Hick-Hack um die "übergreifende Story" nur bestätigen. Die einzelnen Episoden für sich waren spannend und soweit in sich abgeschlossen dass man sich meistens keine Gedanken machen musste wer jetzt eigentlich wieso irgendwo auftauchte (The Cabal z.B.). Für mich ist die Serie hauptsächlich wegen ihrer auffälligen Charaktere und der guten gemachten Storys interessant. Ich werde auf jeden Fall die zweite Staffel ebenfalls weiter verfolgen! | |
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| gigaset vor 3 Jahren: | Platz 67 in der Community Top-100 |
Ich hatte nach 3-4 Folgen aufgegeben. Sollte man wohl doch dranbleiben? | |
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| Genbaku vor 3 Jahren: | |
Also ich fand einige Folge durchaus anstrengend...und manchmal auch recht ähnlich... Monster/Bösewicht sorgt für Chaos im Sanctuary oder man ist irgendwo unterwegs und mit einem Monster in einem überschaubaren Raum gefangen (siehe Flugzeugabsturz im Himalaja und Ubootfahrt zu den Meerjungfrauen - Handlung ist nahezu gleich!). Das Konzept der Serie alles vor einer Bluebox zu filmen mag kostengünstig sein, begrenz jedoch die Handlung der einzelnen Folgen doch stark wenn man ewig die gleichen "Sets" benutzt...Erst die letzten zwei Folgen der ersten Staffel versprachen mehr. Ich gebe der Serie jedenfalls noch eine Chance, wenn die aber nun so fortgeführt wird wie sie anfing, dann "Gute Nacht". | |
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| Ponder Stibbons vor 3 Jahren: | Platz 17 in der Community Top-100 |
Ich hab damals die 1. Folge gesehen - sehr beeindruckt hat mich das nicht. Aus Zeitgründen, habe ich sie dann runter-prioriesiert, und bin noch nicht dazu gekommen mir den Rest zu verschaffen und anzusehen. Nachdem, was ich da gelesen habe, werde ich es auch nicht tun. Die Krone setzt aber etwas anderes der ganze Sache auf: Nicola Tesla ein Vampir? Nein danke! Nicht das ich etwas gegen Vampire hätte, aber muß man bekannte Personen der Geschichte da hineinziehen? Der war auch "cool" genug ohne diesen Sch31ß. | |
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| indian vor 3 Jahren: | |
sanctuary setzt ja gerade mit dem kalten, düsteren und distanzierenden videogame-look neue massstäbe. Leider sind die Geschichten und Personen genauso. Und irgendwie komme ich über den Fake-Akzent von Amanda Tapping nicht hinweg. Der nervt einfach. | |
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| __xx__thx1138 vor 3 Jahren: | |
Finde, dass Sanctuary eine gute Grundidee hat, aber storymässig unter John Sinclair bleibt. Es gibt eine saugeile Video-Optik (ich muss gestehen, dass der figurbetonte Leder-Look der Ladys für mich alten Phantastik-Fan eigentlich der einzige Ansporn war, um den 08/15-Stories zu folgen, so nebenbei am PC), aber kein saugeiles Story-Gleichgewicht. Was Xena hatte, wird Santuary hoffentlich mal haben. Die Stories selber sind sehr durchschnittlich, da wars mir auch schnurzegal, was mit den Charakteren passiert. Die schwächste Serie, die der SciFI-Kanal (die Umbenennung des Senders find ich BILD-mässig, also völlig fürn Arsch) aktuell produziert. | |
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| fantasy vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Sanctuary macht weit mehr Spaß als das unerträglich patriotisch-pathetische Battlestar Galactica und bietet überraschend gute Geschichten neben interessanten Darstellern und witzigen running gags. Die beste Serie auf dem Sender und sehr unterhaltsam, freue mich auf die zweite Staffel. | |
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