Schauspieler-Gewerkschaften suchen gemeinsame Linie

SAG-Präsident Alan Rosenberg strebt nach gemeinsamen Verhandlungen mit der AFTRA
(c) flickr Nutzer sagindie
Die beiden Gewerkschaften hatten ihre Tarifverträge seit 1981 immer gemeinsam ausgehandelt. Die SAG hatte sich dann jedoch im Streit von der AFTRA getrennt. Zu den Hauptkonfliktpunkten zählt, dass die AFTRA - aus Sicht der SAG - viel zu produzentenfreundliche, d.h. geringe Forderungen in den Tarifverhandlungen stellt. Die AFTRA argumentiert dagegen, dass sich die von ihr ausgehandelten Deals langfristig für die Schauspieler auszahlen - und verhindern würden, dass die Studios gewerkschaftsunabhängige Produktionen durchführten.
Die Tarifverträge beider Gewerkschaften laufen zum 30. Juni aus. Die AFTRA hatte durchblicken lassen, dass man u.U. schon im März - und damit vor der SAG - in Tarifverhandlungen mit den Studios eintreten wolle. Die SAG wiederum strebt nach einem möglichst geschlossenen Auftreten beider Gewerkschaften, da eine Vielzahl von Schauspielern von beiden repräsentiert werden. Die SAG hat 120.000 Mitglieder, die AFTRA 70.000. Rund 40.000 Schauspieler sind in beiden Gewerkschaften Mitglied.

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