Rome: Bruno Heller will Filmversion

„Rome“
© HBO
Der amerikanische Produzent Bruno Heller hofft auf eine Filmfortsetzung seiner Serie „Rome“, denn er ist noch lange nicht fertig mit dem Stoff.
Während Bruno Heller - momentan in den USA mit seiner neuen Serie „The Mentalist“ sehr erfolgreich - an der zweiten Staffel von „Rome“ schrieb, die unter der Schirmherrschaft von HBO in internationaler Co-Produktion erstellt wurde, wurde ihm klar (gemacht), dass dies die letzte Staffel für seine Serie sein würde. Die erste Staffel hatte zwar für den amerikanischen Abo-Sender auf einem Sendeplatz hinter den letzten Episoden der Kult-Serie „The Sopranos“ ordentliche Quoten gebracht, aber eben keine überragenden.
So entschieden sich die Bosse bei HBO zum Kauf einer zweiten Staffel eher, um ihrer ursprünglichen Investition mehr Wert zu verleihen - einmalige Kosten für das Casting, diverse Sets konnten so noch über eine weitere Staffel gestreckt werden. Doch schon bevor die zweite Staffel angelaufen war, wurde das Ende der Serie verkündet, die Sets demontiert (und weitere Kulissen bei einem Brand zerstört), die Schauspieler aus ihren Verträgen entlassen - Kevin McKidd wurde der „Journeyman“ und ist mittlerweile zum Cast von „Grey's Anatomy“ gestoßen, „Ray Stevenson“ ist im „Punisher“ Film, „Polly Walker“ war in „Cane“ und ist jetzt für „Caprica“ gebucht.
Doch Heller hatte ursprünglich noch Pläne für weitere Staffeln: Staffel zwei hätte in seiner ursprünglichen Vision der Serie mit dem Tod von Brutus (Tobias Menzies) enden sollen, die Staffeln drei und vier dann in Ägypten spielen sollen, und in Staffel fünf wäre es schließlich um das Auftauchen eines gewissen problematischen jüdischen Rabbis gegangen, der das Gesicht der Welt nachhaltig verändern sollte.
Durch das vorzeitige Ende der Serie nach der zweiten Staffel packte Heller den ägyptischen Exkurs noch ans Ende seiner zweiten Staffel - und raste damit zum Ende der Serie hin durch die römische Geschichte.
Doch dann schaffte „Rome“ etwas überraschendes - ohne das starke Sopranos-Lead in verlor die zweite Staffel bei HBO nur wenig an Zuschauern. Und nach vier Emmys für die erste Staffel heimste die zweite Staffel sieben weitere ein.
Im Nachhinein - so Brancheninformationen - bedauerte man es beim Bezahlsender, sich von der Serie getrennt zu haben.
Ein Haupthindernis für eine Filmfortsetzung scheint zu sein, dass viele Zuschauer der Meinung sind, dass Vorenus (McKidd) am Ende der zweiten Staffel stirbt. Nun, dafür hat Heller die gleiche Lösung, wie sie auch schon andere Produzenten genutzt haben: Zwar glauben wir, das Vorenus seinen Verletzungen erlegen ist - aber wir haben keine Bestattung (bzw. eine angemessene ehrenvolle Kremierung) zu sehen bekommen.
Heller weiß, dass es nicht leicht sein wird, eine Filmversion umgesetzt zu bekommen, die Finanzierung zu finden, Geldgeber von dem Potential der Serie als Kinofilm zu überzeugen. „Ich glaube es erst, wenn es fertig ist“, so der Produzent, der momentan nur von „ersten Schritten“ für das Projekt berichten kann, aber: „Es geht voran“.
Bernd Michael Krannich am Montag, 1.Dezember 2008 08.00 Uhr
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