Robin Hood: Review zur ersten Staffel

Kämpfer für die Armen und den Frieden: „Robin Hood“ (Jonas Armstrong)
(c) BBC
Nicht erst seit der Rückkehr von „Doctor Who“ hat die BBC bewiesen, dass sie ein Händchen für die Modernisierung von Klassikern hat. Seit 2006 zeigt der britische Sender, auf dem gleichen Sendeplatz wie „Doctor Who“ am frühen Samstagabend, eine Neuauflage der Abenteuerserie „Robin Hood“. Serienjunkies-Kolumnist Christian Junklewitz hat sich die erste Staffel angeschaut.
Inhalt
Der junge Edelmann Robin von Locksley (Jonas Armstrong) hat gemeinsam mit seinem Vasallen Much (Sam Troughton) im Kreuzzug an der Seite Seiner Majestät des Königs von England gekämpft. Als sie aus dem Heiligen Land zurückkehren, finden sie ihre Heimat erheblich verändert wieder. Der neue Sheriff von Nottingham (Keith Allen) regiert das Land erbarmungslos mit harter Hand. Noch von den Ärmsten werden Steuern, notfalls mit Gewalt, abgepresst - angeblich, um den Kreuzzug des Königs zu finanzieren. Selbst minimale Vergehen werden drakonisch bestraft.
Robins Ländereien hat der Sheriff in dessen Abwesenheit an den nicht minder finsteren Guy von Gisborne (Richard Armitage) zur Verwaltung übertragen, der von der Bevölkerung wegen seiner gnadenlosen Härte gehasst wird. Als Robin zurückkehrt, räumt Guy nur widerwillig das Haus dem Heimkehrer. Robin ist entsetzt davon, wie sehr Angst, Schrecken und nackter Hunger im Volk verbreitet sind. Entgegen dem Rat des alten Sheriffs (Michael Elwyn) und dessen Tochter Marian (Lucy Griffiths) legt sich Robin mit dem neuen Herrn von Nottingham an. Als dieser wegen absoluter Nichtigkeiten einige Männer aus Robins Dorf hinrichten will, darunter den jungen Will (Harry Lloyd), kann Robin das nicht hinnehmen. Er greift zu Pfeil und Bogen, rettet seine Leute - und tritt damit in den offenen und bewaffneten Widerstand gegen den Sheriff.
Kritik
„Robin Hood“ ist eine Abenteuerserie allererster Güte und von einem geradezu überwältigenden Unterhaltungswert: Charismatische Helden, durchtriebene Finsterlinge, kinoreife Actionszenen, prachtvolle Landschaftsbilder, bombastische Filmmusik und ausgesprochen spannend und mitreissend erzählte Plots vereinen sich hier zu einer Serie, die so gut wie nichts zu wünschen übrig lässt.
„Robin Hood“ demonstriert geradezu beispielhaft, auf welch kunstvolle Weise man einen klassischen Stoff modernisieren und daraus eine Geschichte machen kann, die für ein heutiges Publikum relevant und unterhaltsam ist.
Persönlich muss ich gestehen, dass ich mit „Robin Hood“ nie besonders viel anfangen konnte. Zwar war mir die Geschichte des Diebes, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt, immer überaus sympathisch - doch fand ich das ganze Ambiente der Erzählung immer etwas befremdlich: Der Mann, der mit Pfeil und Bogen bewaffnet, hoch zu Roß durch die Wälder reitet. Irgendwie kam mir das immer sehr antiquiert vor.
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© BBC |
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Christian Junklewitz am Freitag, 11.Januar 2008 08.00 Uhr
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