US-Quoten: «Grammys» legen leicht zu
Die US-Quoten vom Sontag

Märchenhafte Einschaltquoten: Desperate Housewives
(c) 2007 ABC
Die 51st Annual Grammys erfreuten sich schon im vergangenen Jahr an großer Beliebtheit. In diesem Jahr setzte der Oscar in der Musikbranche noch minimal eine Schippe drauf. Verlierer des Abends war erneut The CW.
Mit einem beachtlichen Vorsprung hängte CBS sämtliche Konkurrenten ab (18,96 Mio., A18-49: 6,5/16). Deutlich abgeschlagen auf dem zweiten Platz landete der amerikanische Broadcaster ABC (10,67 Mio., A18-49: 3,5/9). Im Mittelfeld fand sich NBC mit seinem bunten Line-Up wieder (7,14 Mio., A18-49: 1,8/5). Keine reelle Chance im Quotenkampf hatte FOX (4,09 Mio., A18-49: 1,9/5). Wesentlich schlimmer sah es für das junge US-Network The CW aus (1,15 Mio., A18-49: 0,4/1).
Schon in der ersten Sendestunde riss sich CBS mit dem Nachrichtenmagazin „60 Minutes“ die Marktführerschaft unter den Nagel (16,70 Mio., A18-49: 3,1/9). Doch das war noch lange nicht genug: Die Verleihung der „51st Annual Grammy Awards“ überbot noch das üppige Lead-In um gute 18% (19,67 Mio., A18-49: 7,6/18). Sogar im Vergleich zum Vorjahr sah es für den „Musikoscar“ deutlich besser aus (17,17 Mio., A18-49: 6,5/16).
Einen soliden Einstand in den Abend feierte die ABC-Reality „America's Funniest Home Videos“ (9,29 Mio., A18-49: 2,8/8). Etwas besser lief es für „Extreme Makeover: Home Edition“, welches dennoch im Vergleich zu den Vorwochen ordentlich Federn lassen musste (10,38 Mio., A18-49: 3,4/9). Ab 21:00 Uhr setzten die „Desperate Housewives“ den Höhenflug von ABC fort (13,69 Mio., A18-49: 4,9/11). Leider wusste das Familien-Drama „Brothers & Sisters“ daraus keinen Vorteil zu schlagen und übernahm nur spärliche 68% vom Vorprogramm (9,33 Mio., A18-49: 3,1/8).
Bei NBC stand schon am späten Nachmittag der „AFC/NFL Pro Bowl“ auf der Tagesordnung. Das Interesse an dem Match war zwar nicht ganz so hoch wie bei einer gewöhnlichen NFL-Partie, dennoch konnten sich die Zahlen durchaus sehen lassen (9,04 Mio., A18-49: 3,1/9). Zur besten Ausstrahlungszeit enttäuschte „Dateline NBC“ die Erwartungen der Chefetagen (7,03 Mio., A18-49: 1,6/4). Vor allem in der werberelevanten Zielgruppe sah es ziemlich übel für die Nachrichtensendung aus. Die neue Miniserie „XIII“ legte mit dem ersten von zwei Teilen eine wahre Bruchlandung hin (6,24 Mio., A18-49: 1,3/3).
Im Hause FOX lief alles drunter und drüber. Erst fielen zwei Ausgaben der japanischen Adaption „Hole in the Wall“ beim US-Publikum durch (2,43 Mio., A18-49: 1,1/3), bevor die beiden animierten Comedies „The Simpsons“ (4,82 Mio., A18-49: 2,2/6) und „King of the Hill“ (4,75 Mio., A18-49: 2,3/5) quotentechnisch minimal zulegten. Danach trieb der „Family Guy“ die Reichweiten noch ein Stückchen nach oben (5,53 Mio., A18-49: 2,8/6). Anschließend lautete das Motto der Station „Land unter“ mit einer neuen Episode des „American Dad“ (4,56 Mio., A18-49: 2,3/5).
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit schickte The CW sein Programm auf Sendung. Zu Beginn des Abends ging „Jericho“ völlig in der Menge verloren (0,68 Mio., A18-49: 0,2/1). Eine Fortsetzung seitens The CW kommt somit wohl nicht mehr in Frage. Die 1985er-Fantasy-Komödie „Teen Wolf“ mit Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“) und James Hampton („Wer ist hier der Boss?“ als Herb) in den Hauptrollen drückte die Quoten zwar etwas in die Höhe, aber vom Bereich „akzeptabel“ lag man noch meilenweit entfernt (1,38 Mio., A18-49: 0,6/1).
Rainer Idesheim am Montag, 9.Februar 2009 21.00 Uhr
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