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Schlechte Aussichten für «Veronica Mars», «Gilmore Girls» Filme

Fast immer, wenn Serien mit einer sehr loyalen Fanbasis ohne ein rundes Ende abgesetzt werden, behalten sich die Fans Hoffnungen auf einen Film. So auch bei den beiden The CW-Serien „Gilmore Girls“ und „Veronica Mars“. In beiden Fällen sieht die Aussicht darauf nach zwischenzeitlich ermutigenden Meldungen eher wieder schlecht aus: Die Filme haben keine hohe Gewinnerwartung.

Nach sieben Staffeln ging die Serie „Gilmore Girls“ im Jahr 2007 zu Ende. Da die letzte Klappe der Staffel bereits gefallen war, bevor die Entscheidung der Einstellung gefallen war, erhielt die Serie ein eher ambivalentes Ende: Rory (Alexis Bledel) hatte gerade mit ihrem Langzeitfreund Logan (Matt Czuchry) Schluss gemacht und stand am Anfang ihres Berufslebens.

Lorelei (Lauren Graham) und Luke (Scott Patterson) waren zwar just dabei, erneut eine Beziehung aufzubauen - aber unter einem Happy End für das Paar hatten sich die Fans nach sieben Jahren sicherlich etwas anderes vorgestellt. Zudem wurde die letzte Staffel der Serie ohne die Beteiligung der Serienschöpfer Daniel Paladino und vor allem seiner Ehefrau Amy Sherman-Paladino produziert. Ein Unterschied, den viele Fans auch im Endprodukt gesehen zu haben glaubten.

Lange gab es Gerüchte um einen Film als Abschluss der Serie, die sich immerhin weltweit gut verkaufen ließ. Insbesondere stand eben im Raum, dass Sherman-Paladino noch einmal ihre Magie als Autorin wirken könnte. Journalist Michael Ausiello berichtete nun davon, dass ihn Peter Roth, der verantwortliche Chef beim Produktionsstudio hinter den „Gilmore Girls“, Warner Bros. TV, in einem kurzen Gespräch darüber informiert habe, dass wenn überhaupt, es wohl lediglich einen Fernsehfilm geben werde.

Roth ging zwar nicht ins Detail, aber solch ein Film hat ein bedeutend geringeres Budget und damit auch ein geringeres Risiko für das Studio. Andererseits würden die Darsteller auch deutlich weniger dabei verdienen, so dass sie vielleicht in die Zwickmühle geraten könnten, zwischen diesem Herzensprojekt und einem anderen, lukrativeren Film entscheiden zu müssen.

Veronica Mars

Auch diese Serie hatte ein Ende, welches die Fans nicht ganz zufrieden stellte. Auch hier mangelte es für viele Figuren einfach an einem Happy End. Und auch hier ist die Frage, ob sich für das Produktionsstudio Warner Bros. ein Kinofilm wirklich lohnen würde.

Zudem gibt es auch hier das Problem, dass die Hauptbeteiligten derzeit sehr gefragt sind: VM-Mastermind Rob Thomas hat im letzten Jahr gleich vier Serien-Projekte entwickelt. Hauptdarstellerin Kristen Bell hat eine viel versprechende Film-Karriere gestartet. Neben den finanziellen Fragen könnte also auch die Verfügbarkeit der Hauptbeteiligten ein Problem werden.

Trotzdem konnten sich Serienschöpfer und Hauptdarstellerin zusammenraufen und einen Vorschlag für eine Film erarbeiten. Dieser wurde von Co-Produzent Joel Silver, der auch in der Filmbranche eine bekannte Größe ist, dem Studio vorgetragen. Dort stieß die Präsentation aber aus ungenannten Gründen auf wenig Gegenliebe. Darstellerin Bell hofft, dass vielleicht eine Fan-Kampagne die Studio-Verantwortlichen umstimmen kann.


 

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Autor: Bernd Michael Krannich
Datum: Montag, 6. Juli 2009 06:00 Uhr
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