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Nachdem in den USA bekannt wurde, dass sich die Rundfunksaufsichtsbehörde FCC mit Product Placement und Integration von Produkten gegen Bezahlung auseinander setzen wird, hat sich der Präsident der Westküsten - Autorengewerkschaft WGAW, Patrick Verrone, in einem Brief an den Vorsitzenden der FCC gewandt. Darin ging es hauptsächlich um das Anliegen, die Integrität der Autoren dadurch zu wahren, dass auf solche Plazierungen in Realzeit hingewiesen werden solle.
Die Zusammenarbeit der Fernsehbranche mit Automobilfirmen ist schon so als, wie das Fernsehen selbst. In den letzten Jahren kam es immer wieder vor, dass eine Automarke die Staffel- oder Serienpremiere einer Serie exklusiv sponsorte - die Laufzeit der Episode konnte verlängert werden, nur Werbung für die eine Automarke wurde gezeigt. So z.B. die Serienpremiere von „Alias“ auf ABC im Jahr 2001.
Für die Serie „Friday Night Lights“ existierten während deren zweiten Staffel Product Placement-Verträge mit dem Sportgetränkehersteller Gatorade, und die Jugend von Dillon, Texas, traf sich allabendlich in einem Restaurant einer real existierenden Schnellrestaurantkette.
Wenn Autoren gezwungen seien, solche Verträge umzusetzen, seinen sie in ihrer künstlerischen Freiheit eingeschränkt, allzu deutliches Platzieren von bezahlter Werbung falle auf die Autoren zurück, so Patrick Verrone. Davor gelte es die Autoren zu schützen.
Darum war dieser Punkt auch Bestandteil der Verhandlungen zwischen der WGA und der AMPTP und führte zu dem Vertragspassus, dass die Produzenten „sich mit den Showrunnern absprechen sollen, wenn ein kommerzielles Produkt in eine Storyline einer Episode einer dramatischen Sendung eingebaut werden soll.“
„Wenn Autoren angewiesen werden, ein kommerzielles Produkt in die von ihnen geschriebenen Storylines einzubauen, hören wir auf, deren Schöpfer zu sein. Statt dessen riskieren wir, das Publikum zu verärgern, das spannende Unterhaltung erwartet - nicht Werbung.“ Verrones Vorschlag ist eine Art Laufband, wie es von Nachrichtensendungen bekannt ist, das auf Product Placement hinweisen solle.
Bisher ist über den Ansatz der FCC bekannt geworden, dass es die Praxis des bezahlten Product Placement nicht zu unterbinden oder verbieten gedenkt, sondern die Zuschauer über deren Vorkommen unterrichten will bzw. überprüfen möchte, inwiefern die momentanen Praxen, dies zu tun, ausreichend sind. Eine ähnliche Hinweispflicht gibt es in den USA auch für politische Wahl-Spots, in denen sich zwingend ein Kandidat zu dem Spot bekennen muss - in früheren Zeiten hatten Negativ-Anzeigen überhand genommen.
Verständlicher Weise vertreten die Interessenvertretungen der Werbeindustrie die Meinung, dass die bisher von der FCC erlassenen Richtlinien zur Kenntlichmachung von Product Placement bereits vollkommen ausreichten.
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