Poker in Serie: Viva Las Vegas - World Series of Poker 2009

Wird in diesem Jahr die Rekordsumme von 12 Millionen geknackt?
© ESPN
Alle Augen auf Las Vegas! Die World Series of Poker (WSOP) ist die größte und prestigeträchtigste Turnierserie der Welt. In diesem Jahr wird wieder einmal der Gewinner des Main Events als Pokerweltmeister gekürt werden.
Nachdem ich die Qualifikation für das WSOP Main Event knapp verpasst habe, sehe ich mich mit Tränen in den Augen gezwungen, von Deutschland aus zu berichten und die Ereignisse für alle an Poker interessierten Serienjunkies zusammenzufassen. Dafür verspreche ich euch für das nächste Jahr eine Live-Berichterstattung: Serienjunkies bei der WSOP!
Vorab ein paar Fakten über das Sportevent (ich sehe Poker nicht als Glücksspiel!), bei dem es das meiste Geld zu verdienen gibt:
Die WSOP wird seit 1970 jedes Jahr in Las Vegas ausgetragen, Austragungsort ist das Rio Casino. Veranstaltet wird das Turnier von Harrahs Entertainment; in diesem Jahr werden zwischen dem 27. Mai und dem 15. Juli insgesamt 57 Turniere gespielt. Nur der Final Table des Main Events wird erst im November ausgespielt. Ableger der WSOP sind die WSOP Europe (WSOPE), die jährlich in London stattfindet, sowie eine Reihe von WSOP Circuit Events in verschiedenen Städten der USA.
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| Das Bracelet der WSOP © Harrahs Entertainment |
An den Tischen sitzen gegenwärtig einige Spieler, die schon WSOP-Geschichte geschrieben haben: Der „gesprächige“ Phil Hellmuth zum Beispiel ist der einzige Spieler, der elf Turniere und somit elf Bracelets (goldene Armbänder, die jeder Gewinner eines WSOP-Turniers bekommt) gewinnen konnte. Doyle Brunson und Johnny Chan haben je zehn Turniersiege errungen. Doyle Brunson gewann in den zwei aufeinander folgenden Jahren 1976 und 1977 („back to back“) mit der Hand 10-2. Beide Male entwickelte sich diese im Prinzip schlechte Hand zu einem Full House - sie ist daher zur Legende geworden und wird die „Doyle-Brunson-Hand“ genannt.
„A Chip and a Chair is all you need“ - Dieser geflügelte Satz beschreibt Jack Straus' Sieg beim Main Event im Jahre 1982. Als er dachte, er hätte keine Chips mehr und wäre draußen, entdeckte er unter einer Papierserviette auf dem Tisch noch einen 500-Dollar-Chip. Straus spielte weiter und... gewann. Dies blieb nicht das einzige Poker-Wunder bei der WSOP: Chris Moneymaker gewann 2003 mit einem Buy-In von 40 Dollar (online) seine Teilnahme an der WSOP, im Main Event siegte er und gewann 2,5 Millionen Dollar. Dadurch wurde ein Pokerboom ausgelöst; man spricht heute noch vom so genannten Moneymaker-Effekt, wodurch viele Amateure (solche wie ich) ihr Glück bei der WSOP versuchen. Frei nach der Beschreibung: „Poker ist wie Sex... Jeder denkt, er sei der Beste, aber nur wenige wissen wirklich, was sie tun.“
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Vladislav Tinchev am Donnerstag, 18.Juni 2009 15.00 Uhr
Ein Leserkommentar
| GewaltSam vor 3 Jahren: | Platz 97 in der Community Top-100 |
Sehr ausführliche Berichterstattung, vielen Dank! | |
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