Play By Day: RTL schickt «Cobra 11» wieder ins Rennen

Hier fliegen die Fetzen: „Alarm für Cobra 11“
(c) 2009 RTL / Foto: RTL/Engels
Ab heute wieder im Einsatz: Bei RTL geht auf dem gewohnten Sendeplatz am Donnerstag um 20.15 Uhr die Actionserie „Alarm für Cobra 11“ mit der inzwischen 16. Staffel an den Start. Zum Auftakt wird Semir mit einer alten Liebschaft konfrontiert, die aus dem Koma erwacht.
Als geradezu unverwüstlich muss man den deutschen Action-Klassiker „Alarm für Cobra 11“ bezeichnen. Die Serie hat es trotz aller Kritikerschelte auf inzwischen 16 Staffeln gebracht. Ab dem heutigen Donnerstag schickt RTL sechs neue Folgen ins (Quoten-) Rennen - und hofft, dem Reality-Hit „Germany's Next Top Model“ auf ProSieben zumindest die männlichen Zuschauer abtrotzen zu können.
Zum Auftakt zeigt der Sender die Folge „Koma“: Vor sieben Jahren war Semir (Erdogan Atalay) für das LKA an einem Einsatz gegen die Drogenmafia beteiligt. Bei einem fingierten Ankauf von Kokain sollte der gesamte Ring ausgehoben werden. Als Lockvogel sollte Semirs damalige Kollegin Tanja fungieren, mit der Semir bei weitem nicht nur freundschaftlich verbunden war.
Doch der ganze Einsatz ging schief: Die Gangster tot, Tanja schwer verletzt und sowohl Drogen als auch drei Millionen Euro in bar verschwunden. Tatsächlich hatte es Semirs Kollegin so schlimm erwischt, dass sie über all die Jahre im Koma lag - und erst jetzt wieder daraus erwacht. Und prompt von Verbrechern gekidnappt wird, was Semir und Ben (Tom Beck) jedoch auf gewohnt halsbrecherische Weise unterbinden können.
Es stellt sich jedoch die Frage: Was wollen die Gangster von Tanja nach all den Jahren? Was für Semir den Fall besonders pikant macht: Seine ehemalige Kollegin hat immer noch die gleichen Gefühle für ihn wie damals. Und ist entsprechend geschockt, als ihr klar wird, dass Semir inzwischen verheiratet ist...
Überraschend gefühlvoll gibt sich „Alarm für Cobra 11“ zum Staffelauftakt. Die Serie setzt damit den Trend fort, dem Erzählerischen gegenüber der reinen Action mehr Gewicht einzuräumen. Was allerdings nicht bedeutet, dass die Fans von Krawall und Kawumm zu kurz kommen. Als ziemlich nervtötend erweist sich die sprunghafte Bildführung. Die Produzenten glauben vielleicht, dass die Serie durch das Gewackel hip und modern aussieht. Das tut sie aber nicht. Es wirkt nur aufgesetzt.
Wer Heidi Klum entkommen will und Unterhaltung der rustikalen Art mag, wird aber trotzdem auf seine Kosten kommen.
Christian Junklewitz am Donnerstag, 11.März 2010 08.00 Uhr
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