Play By Day: 3sat begibt sich «In Treatment»

Play By Day: 3sat begibt sich «In Treatment»
Gabriel Byrne als Dr. Paul Weston in „In Treatment“
(c) 2008 HBO

Vom heutigen Montagabend an beginnt der deutsch-österreichisch-schweizer Gemeinschaftssender 3sat mit der Ausstrahlung der preisgekrönten US-Dramaserie „In Treatment“ mit Golden-Globe-Gewinner Gabriel Byrne in der Hauptrolle.

Dr. Paul Weston (Gabriel Byrne) ist ein Therapeut, wie man ihn sich nur wünschen kann. Im offenen Gespräch versucht er, gemeinsam mit seinen Patienten Lösungen für ihre Probleme zu entwickeln. Dabei ist es um sein eigenes seelisches Wohlbefinden auch nicht zum Besten bestellt, was er einmal die Woche beim Gespräch mit seiner Supervisorin Gina (Dianne Wiest) Stück um Stück preisgibt. Richtig kompliziert wird sein Leben, als die junge, hübsche Ärztin Laura (Melissa George), die bei ihm in Behandlung ist, ihre Gefühle für ihn offenbart.

„Play By Day: 3sat begibt sich «In Treatment»“ nachzulesen bei Serienjunkies

In Treatment“ ist die amerikanische Adaption der israelischen Serie „BeTipul“. Bei ihrer Originalausstrahlung auf dem US-Bezahlsender HBO wird „In Treatment“ immer werktäglich gezeigt. Dabei entspricht eine Folge genau einer Therapiesitzung, die an dem jeweiligen Wochentag stattfindet. Die Sitzungen mit Laura sind also beispielsweise immer montags zu sehen.

3sat wird bei der deutschen Free-TV-Premiere diesem Muster nur bedingt folgen: Während der kommenden zwei Wochen - also genau parallel zu den Olympischen Winterspielen - läuft „In Treatment“ zwar ebenfalls immer montags bis freitags, allerdings zeigt der Sender von 21 Uhr an jeweils zwei Folgen im Doppelpack. Ab 3. März werden die verbleibenden Folgen dann immer mittwochs um 22.25 Uhr - wiederum im Doppelpack - ausgestrahlt.

Für das Gemeinschaftsprogramm 3sat, welches sich von seinem Selbstverständnis her vor allem auf kulturell anspruchsvolle Sendungen konzentriert, ist „In Treatment“ die erste US-Serie, die auf dem Kanal Einzug hält. Kritischen Einwänden, die dadurch eine Verflachung des Programms befürchten, begegnet man bei 3sat mit dem Hinweis darauf, dass „In Treatment“ eine formal wie inhaltlich höchst ungewöhnliche Serie ist, die nicht zuletzt durch ihren Kammerspiel-Charakter sehr wohl den Ansprüchen an das 3sat-Programm gerecht wird.

Ausgestrahlt wird zunächst nur die erste Staffel, welche aus insgesamt 43 Folgen zu je 25 Minuten besteht. Konkrete Pläne für weitere Serien im Programm gibt es, so ein 3sat-Sprecher gegenüber Serienjunkies.de, bislang noch nicht.

In den USA wird derzeit die dritte Staffel von „In Treatment“ vorbereitet.

Christian Junklewitz am Montag, 15.Februar 2010 06.00 Uhr

© serienjunkies.de KG, Alle Rechte vorbehalten.

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8 Leserkommentare

quasiko vor 2 Jahren:

eine der besten serien überhaupt !

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Tekkno vor 2 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Da schließe ich mich an..die Serie ist echt gut..!

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sjunk vor 2 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Unerreicht!

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Nenalgen vor 2 Jahren:Platz 96 in der Community Top-100

Mag anspruchsvoller sein, als das, was sonst über den Großen Teich schwappt - und genau deshalb hatten wohl auch die Privaten kein Interesse an dieser Serie. Sie wäre gnadenlos untergegangen! Ich hatte bei FOX mal reingeschaut und fand's einfach nur zum Gähnen.

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slartibartfass vor 2 Jahren:Platz 55 in der Community Top-100

"Mal reinschauen" funktioniert bei dieser Serie eben nicht...ich denke man sollte sich vorher informieren was in dieser Serie ungefähr passiert (siehe Artikel) und dann mindestens eine (Serien)Woche gucken, wenn man "mal" eine Folge guckt, möglicherweise auch noch mittendrin, wird man natürlich überhaupt keinen Zugang mehr bekommen.

Und daher wird sie beim deutschem Free-TV-Serien-Publikum gnadenlos durchfallen, dort hört die Aufnahmefähigkeit von "Serialselementen" ganz ganz schnell auf.

Persönlich halte ich diese Serie für eine der besten und ungewöhnlichsten der letzten Jahre. Sehr empfehlenswert.

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Nenalgen vor 2 Jahren:Platz 96 in der Community Top-100

Natürlich habe gleich am Anfang "mal reingeschaut", wie es sich gehört. Ich gehe davon aus, daß die Serienmacher sich am Start besonders viel Mühe geben, um die Leute anzufixen. Wenn ich also schon die ersten Folgen zum Gähnen finde, dann ziehe ich zunächst daraus die Konsequenz, daß die Macher sich entweder keine Mühe gegeben haben oder daß ich einfach nicht zu ihrer Zielgruppe gehöre - und dann die Reißleine.

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wibi44 vor 2 Jahren:Platz 6 in der Community Top-100

Nun ich habe die komplette erste Staffel auf Fox-Channel gesehen und war auch nicht begeistert. Sicher ist sie in gewissem Sinne anspruchsvoll und Byrne, Wiest und George spielen auch sehr gut - jedenfalls besser als die Turnerin und das Päärchen -, aber es ist ziemlich speziell und zum Teil sehr langatmig. Und irgendwie ging mir das ständige Psychologiegeschwätz auf den Zeiger. Sorry, aber ich denke, es ist nunmal eine Serie, die nur einen sehr speziellen Geschmack trifft.

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Filmgaffer vor 2 Jahren:

Mit hat In Treatment insgesamt sehr gut gefallen. Man muss sicher die Geduld haben, den Geschichten und den durchaus anstrengenden Gesprächen zu folgen. Je mehr ich gesehen habe, desto spannender fand ich es aber.

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