Play By Day: Serienstart von «Spartacus» bei Starz

Review der ersten zwei Episoden


Andy Whitfield als Titelheld, „Spartacus“
© Starz

Die Serienwelt mit seinem neuen Projekt „Spartacus“ erheblich zu bereichern war das Ziel des amerikanischen Premium-Kabel-Senders Starz. Herausgekommen ist eine Menge spritzendes Blut und viel Sex. Aber Sexy sieht anders aus.

Heute startet in den Vereinigten Staaten die neue Serie „Spartacus“ beim Abo-Sender Starz. Mit der 13-teiligen Serie will der Sender sich ins Konzert der Abo-Sender - HBO und Showtime - einreihen und so neben seinem Filmangebot einen weiteren Anreiz schaffen, ein Abo zu schalten. Nachdem das erste Drama-Projekt - „Crash“ - nicht einzuschlagen vermochte hat man sich bei „Spartacus“ mächtig ins Zeug gelegt.

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In der Serie geht es um eine dramatische Aufarbeitung der historischen Figur Spartacus, eines versklavten Gladiators griechischer Herkunft zu Zeiten der klassischen, römischen Republik (zwischen 80 und 70 vor Christus), der schließlich einen großen Sklavenaufstand anführte. Da Spartacus sein frühes Leben als Sklave verbrachte und später die Römer als Sieger die Geschichtsbücher schrieben, ist historisch nur wenig über Spartacus gesichert. Daher haben die Macher von Starz Media und Starz Productions viele Freiheiten bei ihrer Geschichte.

Optisch sollte das Werk von Anfang an an die Comic-Ästhetik des Films „300“ erinnern, weswegen es wie dieser weitestgehend vor einem Green Screen gedreht wurde, um später am Computer nachbearbeitet zu werden. Also anders als zum Beispiel bei „Rome“. Jene Serie jedoch hat uns bereits darauf vorbereitet, dass die alten Römer es in Sachen Sexualmoral anders sahen, als das christlich geprägte Abendland.

Gedreht wurde in Neuseeland, weswegen die meisten Darsteller dem Serienfan nicht sonderlich bekannt sind. In der Titelrolle ist der unbekannte Andy Whitfield zu sehen. Die bekanntesten Namen sind Lucy Lawless, die sich in Genreserien und vor allem mit „Xena: Warrior Princess“ einen Namen gemacht hat, und der Schotte John Hannah, der vor allem durch Filmrollen bekannt wurde.

Die ersten 13 Episoden tragen den Beititel „Blood and Sand“, was auf die Gladiatorenzeit von Spartacus bezug nimmt. Starz hat nach Sichtung der ersten Episoden gleich eine zweite Staffel der Serie in Auftrag gegeben. Diese wird den Beititel „Vengence“ tragen.

Auf den Seiten 2 und 3 gibt es ein Review zum Staffelauftakt meines Kollegen Vladislav Tinchev, ab Seite vier startet eine Fotostrecke.

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Bernd Michael Krannich am Freitag, 22.Januar 2010 18.30 Uhr

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7 Leserkommentare

David Weiss vor 3 Jahren:

Ich verstehe und teile die Einstellung, dass es schwer ist, zu sagen, ob man die Serie mag oder nicht. Mit Rome kann sie sich in meinen Augen in keiner Weise messen.

Was mich wirklich zum weinen bringt, ist der miserable Umgang mit historischen Erkenntnissen: Klar ist es so, dass wir aus dem Leben des Spartacus vor seinem Ausbruch aus Capua kaum etwas wissen. Aber ein bisschen ist es eben doch: In der Serie

[spoiler] wird Spartacus durch einen Überlebenskampf in der Arena zum Gladiator (und zu Spartacus), in Wirklichkeitist er aber vermutlich aus einer Sklavenmine verkauft worden. [/spoiler]

Das Jahr, mit der man sich in die erste Episode von Spartacus begibt, dürfte übrigens nicht 71 (das definitiv nicht) vor, sondern mehr 78 vor sein.

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hansima vor 3 Jahren:

auf www.starz.com kann man sich die 1. folge angucken. ich fands ziemlich okay.

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uber Brat vor 3 Jahren:Platz 63 in der Community Top-100

Hat mich enttäuscht. Es gab zwar ein paar nette Szenen, aber insgesamt wars mir zu lahm, packt mich nicht. Und halb so viel Slow Motion hätts auch getan.

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Trava vor 3 Jahren:

Bin schwer enttäuscht. Was soll denn dieser Slow Motion BS bitte? Oh man...

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hamsterdam vor 3 Jahren:

Fands auch langweilig. Die Optik und die Effekte waren in 300 ja noch innovativ und ok, aber auf die Dauer nervts nur noch. Mit Rome kann die Serie bisher auf keinen Fall mithalten. Natürlich ist es noch ein bisschen früh für einen Vergleich, aber Rome hatte mich schon mit der ersten Folge. Ich werde wohl nicht mehr weiterschauen.

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sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Trashige Mischung zwischen 300 und Californication...

Dass die Geschichte erfunden ist, stört mich nicht. Aber etwas geistreicher dürfte sie schon sein. Die Machart schwankt zuweilen zwischen gelungenen Szenen und lachhaften Zusammenstellungen. Dialoge grossartig: "Kill them all." - "For You"...

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Nasrahn vor 3 Jahren:

Was will man auch für dialoge zwischen einem muskelbepackten Krieger und einer (zugegebener maßen hübchen) bäuerin erwarten ? Shakespeare ? mal ehrlich, ich finde die serie erfrischend "trashig". wenn ich lust auf anspruchsvolles habe schaue ich halt was anderes, hier wird einfach filmisch unser "Echsenhirn" gefüttert:

Gewalt und .."fleisch"

Die Bluteffekte sind so herrlich künstlich, fast schon kunstvoll. Und lieber schau ich mir mal n ordendliches gemetzel an als die x-te version eines in einen menschen verliebten Vampirs. nervt langsam.

Und um nochmal auf meinen vorredner und 300 zurückzukommen: "Das ist SPARTA !" versprüht auch nicht grad n iq von 150, aber es hat uns trotzdem gut unterhalten.

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