Play By Day: State of Play - Mord auf Seite Eins

Glanzdarbietung: David Morrissey und John Simm in „Mord of Seite Eins“
Bild: ARTE F (c) BBC/Joss Barratt
Heute um 22.20 Uhr startet auf arte die sechsteilige britische Miniserie „State of Play - Mord of Seite Eins“ mit David Morrissey und John Simm in den Hauptrollen. Die BBC-Produktion aus dem Jahr 2003 war auch Vorlage des gleichnamigen Kinofilms mit Russell Crowe und Ben Affleck.
Inhalt
Im Londoner West-End wird ein Jugendlicher von einem Unbekannten verfolgt und schließlich mit einem Kopfschuß brutal hingerichtet. Ein Pizza-Bote, der die Tat zufällig beobachtet, wird von dem Killer ebenfalls angeschoßen - und überlebt nur, weil sein Handy die Kugel abfängt.
Unterdessen ist der aufstrebende Politiker Stephen Collins (David Morrissey, „Viva Blackpool“) mit der U-Bahn unterwegs zum Parlament. Doch der Zug wird aufgehalten, weil sich ein paar Stationen weiter, jemand vor die U-Bahn geworfen hat. Die Parlamentssitzung ist gerade vorbei, als Collins erfährt, dass die Tote aus der U-Bahn seine Forschungsreferentin Sonia Baker ist. Collins wird von dieser Nachricht schwer getroffen. Bei einer Pressekonferenz verliert er die Beherrschung - und bricht in Tränen aus.
Prompt vermuten die Zeitungen, dass er ein Verhältnis mit Sonia hatte. Und tatsächlich: Collins hat seine Frau Anne (Polly Walker, „Rome“/„Caprica“) mit der jungen Forschungsassistentin betrogen. Collins kann nicht glauben, dass sich Sonia umgebracht haben soll. Er geht von einem Unfall aus. Der Einzige, der ihm das glaubt, ist der Journalist Cal McCaffrey (John Simm, „Life on Mars“/„Doctor Who“).
McCaffrey fängt an, Nachforschungen anzustellen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Della (Kelly MacDonald, „No Country For Old Men“, 2007) überprüft er die Handy-Verbindungsdaten von Sonia, um herauszufinden, ob sie nicht möglicherweise doch in psychiatrischer Behandlung war. Doch was sie finden, ist etwas ganz anderes: Kurz vor ihrem Tod hat Sonia mit Kelvin Stagg telefoniert, dem Jugendlichen, der nur wenig später ermordet wurde. Und mit einem Mal verdichten sich die Hinweise, dass auch Sonia Opfer eines Verbrechens geworden ist...
Kritik
„State of Play“ ist ein Musterbeispiel für einen packenden Thriller: Ein ungemein dichtes Drehbuch aus der Feder von Paul Abbott („Shameless“), das die Handlungsfäden geschickt verwebt und dabei eine große emotionale Nähe zu den Figuren herstellt; ein Weltklasse-Cast, der bis in die kleinsten Nebenrollen hochkarätig besetzt ist (so spielt unter anderem Philip Glenister, John Simms Gegenüber aus „Life on Mars“, mit); dazu eine auf den Punkt genaue Inszenierung von David Yates (heute: Regisseur der aktuellen „Harry Potter“-Filme), dem es gelingt eine durchweg spannungsgeladene Atmosphäre herzustellen.
arte wird mit „State of Play“ auf jeden Fall seinem Anspruch gerecht, hochklassige internationale Serien nach Deutschland zu bringen.
Da kann man nur sagen: Weiter so!
Christian Junklewitz am Freitag, 30.Oktober 2009 08.00 Uhr
8 Leserkommentare
| Ricitos vor 3 Jahren: | |
Ihr wisst schon, dass das eine Wiederholung ist? Die Serie lief bereits 2008 (wenn ich mich recht erinnere) auf Arte. Aber auf jeden Fall sehenswert - auch wenn das wohl die Festland-Fassung und somit um einige Minuten gekürzt ist. | |
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| Saracen vor 3 Jahren: | Platz 87 in der Community Top-100 |
Wohl eher: Vorlage des gleichnamigen Kinofilms mit Russell Crowe und Ben Affleck... oder was hat Fight Club mit State of Play zu tun? | |
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| snooki vor 3 Jahren: | Platz 15 in der Community Top-100 |
Hm, ich habe den Kinofilm gesehen und in meiner Erinnerung sieht Brad Pitt irgendwie aus wie Russell Crowe und Edward Norton hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit Ben Affleck... Wahrscheinlich mit Fight Club verwechselt? | |
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| GlenGannon vor 3 Jahren: | Platz 78 in der Community Top-100 |
@Saracen: korrekt. Hinzu kommt, daß das englische Original besser ist, als das amerikanische Cover - trotz oder wegen Crowe/Affleck!?! | |
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| aceman vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Affleck und Crowe hab in der Kino-Adaption wirklich gut gespielt! An das Original kommt es aber nicht heran. Allein wegen der Länge ist es kaum möglich. | |
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| Christian vor 3 Jahren: | Platz 38 in der Community Top-100 |
Vielen Dank für den Hinweis! Habe die Darstellernamen jetzt korrigiert! So was passiert, wenn man als Serienjunkie viel zu lange nicht ins Kino geht - und sich dann auch noch blind auf das Pressematerial von arte verlässt: "2009 hat Kevin MacDonald "State of Play - Stand der Dinge" als Langfilm mit Brad Pitt als Cal McCaffrey und Edward Norton als Stephen Collins in die Kinos gebracht." Hatte mich schon wahnsinnig geärgert, dass ich den Film im Kino verpasst habe; aber mit Crowe und Affleck ist das nicht ganz so schlimm... ;-) | |
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| Nachtfalke vor 3 Jahren: | Platz 91 in der Community Top-100 |
Ja, die Serie lief in der Tat bereits letztes Jahr im Januar auf arte. Trotzdem danke für die Erwähnung, hab sie damals verpasst. | |
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| Saracen vor 3 Jahren: | Platz 87 in der Community Top-100 |
Die Serie ist zwar wirklich besser, allerdings fand ich den Film ziemlich gut. Nicht einmal Affleck hat wirklich gestört/genervt. Irgendwie sinnvoll erschien mir, dass sie sich auch nicht durchgehend ans Original gehalten haben, obwohl ausserhalb der Insel bestimmt nur wenige die Serie kannten. Weiss zufällig jemand, ob die Version die ich auf SFzwei gesehen habe auch ne geschnittene Fassung war? | |
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