Patrick Swayze erliegt Krebsleiden

Knallhart auf der einen, Frauenschwarm auf der anderen Seite: Patrick Swayze in „The Beast“ und „Dirty Dancing“
(c) A&E/Vestron, Montage: SJ
US-Schauspieler Patrick Swayze, der in den 80ern mit seinen Rollen in „Fackeln im Sturm“ und „Dirty Dancing“ zum internationalen Star wurde, ist am Montag nach knapp zweijährigem Kampf gegen den Krebs gestorben.
„Nobody puts Baby in a corner“: Mit einem Film, ja mit einem Satz gelang es Patrick Swayze im kulturellen Gedächtnis unsterblich zu werden: „Dirty Dancing“ (1987) war nicht nur einer der erfolgreichsten Filme seiner Zeit, er war mit seinen Songs und Tanzschritten auch eines der stilbildenden popkulturellen Phänomene einer ganzen Ära. Als Tanzlehrer Johnny Castle verzauberte Swayze seine Tanzpartnerin Jennifer Grey - und Generationen weiblicher Zuschauer gleich mit.
Für seine Rolle in „Dirty Dancing“ war Swayze geradezu prädestiniert: Der Sohn einer Tanzlehrerin und Choreographin besuchte selbst mehrere Ballettschulen, bevor er in den 70ern eine Karriere als professioneller Tänzer begann. Der Film „Skatetown U.S.A.“ (1979) brachte ihn schließlich zur Schauspielerei.
Einem größeren Publikum wurde er erstmals in Filmen wie „The Outsiders“ (1983) bekannt. Mit der 12teiligen Miniserie „North and South“ (1985/86), in Deutschland bekannt und mehrfach wiederholt als „Fackeln im Sturm“, stieg er schließlich in den Rang eines Fernsehstars auf. Sein Ziel war jedoch die Leinwand. Und so spielte er nach dem Megaerfolg von „Dirty Dancing“ in einer Reihe von Spielfilmen mit, mit denen sich Swayze als harter Kerl positionieren wollte (z.B. „Road House“ 1989). Große Erfolge wurden daraus nicht.
Erst mit dem romantischen Fantasyfilm „Ghost“ an der Seite von Demi Moore und Whoopi Goldberg wurde Swayze wieder zum Kassengold: Für seine Rolle als Ermordeter, der nach wie vor herumspukt, um seine Freundin zu beschützen, wurde er - ebenso wie für seinen Part in „Dirty Dancing“ - für einen Golden Globe nominiert.
Seine komische Seite konnte er in „To Wong Foo“ gemeinsam mit Wesley Snipes und John Leguizamo in Frauenkleidern ausleben. Zu einem Wendepunkt in seiner Karriere sollte sich dann - im negativen Sinne - ausgerechnet der kleine Thriller „Letters from a Killer“ (1998) entwickeln. Während der Dreharbeiten brach sich Swayze beide Beine - und konnte erst zwei Jahre später wieder vor die Kamera treten.
Die ganz großen Kinorollen blieben danach aus. Das hatte zur Folge, dass Swayze dieses Jahr wieder ins Fernsehen zurückkehrte - und mit „The Beast“ als FBI-Agent Charles Baker auf dem kleinen Kabelsender A&E für Furore sorgte. Überschattet wurde die erste Staffel jedoch von Berichten über Swayzes schlechter werdenden Gesundheitszustand. Bereits Anfang 2008 war bei dem Schauspieler Bauchspeicheldrüsen-Krebs diagnostiziert worden. Im vergangenen Monat musste Swayze wegen innerer Blutungen für eine Woche ins Krankenhaus.
Am Montag ist Patrick Swayze im Alter von 57 Jahren an den Folgen seiner Krankheit gestorben.
Christian Junklewitz am Dienstag, 15.September 2009 12.00 Uhr
8 Leserkommentare
| series_addict vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
gekämpft und doch verloren... R.I.P. | |
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| the Pandastic vor 3 Jahren: | Platz 41 in der Community Top-100 |
Nach so langer leidenszeit bleibt nur ein Ruhe in Frieden. | |
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| wibi44 vor 3 Jahren: | Platz 6 in der Community Top-100 |
Er hat lange gekämpft und nun doch verloren. Mein Beileid seiner Familie. Leider wird in vielen Medien bereits nur auf "Dirty Dancing" zurückgeblickt, wobei das sicher einer seiner schlechtesten Filme war. Dabei war er besonders in "The Outsiders" und "To Wong Foo" in wesentlich besseren Rollen zu sehen. Und wenn man schon von prägend spricht, dann sollte man "Fackeln im Sturm" sicher vor "Dirty Dancing" erwähnen. | |
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| Hülya vor 3 Jahren: | Platz 93 in der Community Top-100 |
Mein Beileid an die Familie. Er war vielleicht nicht mein Lieblingsschauspieler, aber ich mochte ihn und er wird mir immer in Rollen wie in Fackeln im Sturm, Dirty Dancing, Gefähliche Brandung oder Ghost unvergessen bleiben. Vor allem schien er auch menschlich sehr sympathisch zu sein. Seine stabile Ehe und skandalfreies Privatleben fand ich immer bewundernswert. @wibi44: Die Leuter erinnern sich nunmal nicht an seine beste Rolle, sondern an seine bekanneste. Und das ist ohne Zweifel die des Johnny aus Dirty Dancing. | |
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| JustinLaMotte vor 3 Jahren: | |
"Die Liebe im Innern, die nimmt man mit" (P. Swayze alias Sam in "Ghost") @Hülya: "menschlich sehr sympathisch" 100% agree. Skandalfreies Privatleben? Naja. Von seinen langjährigen Alkoholproblemen mal abgesehen. R.I.P. Mr. Swayze! | |
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| Hülya vor 3 Jahren: | Platz 93 in der Community Top-100 |
@JustinLaMotte: Gerade weil sein Privatleben trotz seines Alkoholproblemes immer noch privat war. Ich glaube es wird nochmal ein Zeit für ein Re-Watch von "North & South" oder Gefährliche Brandung. | |
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| JustinLaMotte vor 3 Jahren: | |
@Hülya: Ja, im Prinzip hast du Recht. Immerhin kann ich mich nicht an Youtubevideos mit einem komatisierten, Burger vom Fußboden kratzenden Patrick Swayze erinnern! Auch in "North & South" wusste P.S. meiner Meinung nach als zwiegespaltener Plantagenbesitzer Orry zu überzeugen. Natürlich vor allem in den Liebesszenen mit Lesyley Anee Down, wo er die schauspielerisch durchaus heikle Aufgabe meisterte, seine Braut trotz eines kriegsverletzten Beins zu beglücken :-) | |
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| Tinkerbell90 vor 3 Jahren: | |
ohhhh man ...ich bin fassungslos ... ich liebe ihn in dirty dancing ... ich denke an dich und trauere um dich ... du warst fantastisch | |
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