Parenthood: Lauren Graham über Sarah und Lorelai

Lauren Graham spielte sieben Jahre die Laurelai Gilmore in „Gilmore Girls“
© The CW
Im ersten Interview nach der Übernahme der Rolle Sarah in der kommenden Serie „Parenthood“ sprach die ehemalige „Gilmore Girls“-Darstellerin Lauren Graham mit Entertainment-Journalist Michael Ausiello über ihre alte und neue Rolle. Eine Zusammenfassung von Serienjunkies.
Als die Produzenten um Jason Katims für ihre neue NBC-Serie „Parenthood“ die erkrankte Darstellerin Maura Tierney ersetzen mussten, kamen sie nach einiger Zeit bei „Gilmore Girls“-Darstellerin Lauren Graham an (Serienjunkies vom 9. Oktober 2009).
Deren bedeutendste Rolle war die der allein erziehenden Mutter Lorelai Gilmore, welche sie über sieben Jahre lang in der Serie „Gilmore Girls“ inne hatte. Lorelai gilt für viele Fernsehzuschauer als die ideale - weil verständnisvolle - Mutter. Ihr Redetempo ist bereits jetzt als legendär in die Fernsehgeschichte eingegangen.
Im neuen Projekt wird die 42-jährige Graham mit der Figur Sarah wiederum eine allein erziehende Mutter spielen. Doch damit seinen die Gemeinsamkeiten beider Figuren schon abgehandelt, so die Darstellerin. Nun ja, fast - beide Frauen dürfte vermutlich auch zu eigen sein, dass sie Jeans tragen.
Anders als Lorelai sei ihr neuer Charakter deutlich realistischer angelegt. Auch Sarah sei klug, habe Humor und sei als Mutter recht erfolgreich. Aber sie habe einfach mehr Probleme, mit denen sie kämpfe. Allerdings stünde die große Besprechung zwischen Showrunner Katims und Graham über die Figur noch aus. Und der Produzent habe Graham aufgefordert, ihre eigenen Ideen zur Figur mitzubringen. So kann diese im Endeffekt anders ausfallen, als jene, welche Tierney im Piloten der Serie gespielt hat - und für die die Darstellerin hohes Kritikerlob einheimsen konnte. Graham freut sich jedenfalls auf den neuen Charakter, der über mehr „weniger noble Eigenheiten (als Lorelai)“ verfügt - in Grahams Augen, eine willkommene schauspielerische Herausforderung.
Ein anderer Themenkomplex des Interviews war die Frage, warum Graham sich für „Parenthood“ entschieden habe, und ob es schwierig gewesen sei, sich erneut auf ein potentiell langfristiges Serienprojekt einzulassen.
Zunächst lobt Graham die Qualität des Drehbuchs, das sie einfach angesprochen habe. Ähnlich wie seinerzeit bei „Gilmore Girls“ habe das Skript zudem einfach eine „eigene Stimme“ gehabt, die vielversprechend gewesen sei. Anders als bei den Gilmores sei der Ton aber deutlich erwachsener und das Skript zu „Parenthood“ habe weniger von den albernen Elementen. Jedenfalls habe sie ein gutes „Bachgefühl“ gehabt. Und mit dem habe sie bisher meist richtig gelegen. Und deutet damit auch ein bisschen an, dass es ihr egal ist, dass NBC derzeit nach außen hin nicht den stabilsten Eindruck macht.
Auch, wenn sie bei den „Gilmore Girls“ und auch zuletzt bei einem Comedy-Piloten für ABC jeweils die tragende Rolle inne hatte, so sein ihr persönlicher Geschmack doch immer von Ensemble-Dramen geprägt gewesen - „The West Wing“ oder „Studio 60 on the Sunset Strip“, so Graham. So sei es ihr jetzt auch nicht schwer gefallen, bei einer Serie mit einem großen Cast mit zu machen, bei der ihr Charakter einfach deutlich weniger Screentime habe. Vielmehr sei es ein zusätzlicher Bonus des Skripts gewesen, auch mal in solch einer Serie mitzuwirken.
Es sei ihr auch überhaupt nicht schwer gefallen, sich erneut an eine Serie zu binden, was ihr Leben dann möglicher Weise auf Jahre bestimmen könnte. Denn, so Graham, sie sei eigentlich seit dem Ende der „Gilmore Girls“ auf der Suche nach einem neuen Serienprojekt gewesen. Dass es dann doch fast zweieinhalb Jahre gedauert habe, sei eher verwunderlich. Und sie habe die Zeit mit drei Filmprojekten und einem Theaterengagement gut verbracht.
Bernd Michael Krannich am Montag, 19.Oktober 2009 10.00 Uhr
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