Paradox: Paradox

Review der kompletten Staffel

Paradox: Paradox
Ein Paradox im

Ist „Paradox“ das bessere „FlashForward“? Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev begab sich Richtung Manchester, wo die Zeit nicht das ist, was sie zu sein scheint.

Die erste und bis jetzt einzige Staffel der BBC-Serie Paradox steht seit geraumer Zeit auf meiner To-see-Liste, aber der ganz normale alltägliche Serienwahnsinn zieht mich in so etwas wie ein zeitloses Wurmloch und ich verliere die Orientierung hinsichtlich meiner Listen. Genauso wie die Macher von „Paradox“ beim Zusammensetzen ihres durchaus spannenden Konzeptes die Orientierung verloren zu haben scheinen... Ja, ich habe nun doch die Zeit gefunden, „Paradox“' fünf Episoden zu schauen. Und ja, die Serie handelt von der Zeit, sie handelt von Gegenwart und Zukunft, von möglichen Zeit-Überlappungen und ihren Konsequenzen.

„Paradox: Paradox“ nachzulesen bei Serienjunkies

In „Paradox“ geht es um den alten menschlichen Wunsch, in die Zukunft zu blicken und sie zu verändern. Dieser Blick jedoch ist wie ein blinder Fleck, der die Sicht des Schauenden betrübt und ihn der Möglichkeit beraubt, eine objektive Kette von Ursache und Wirkung zu konstruieren. Dieser blinde Fleck ist die eigene Präsenz des Betrachters im sichtbaren Feld - oder Bild, ganz wie man will. Aus diesem Grund enthält das Zusammensetzen von Bildern zu einer Geschichte eine starke subjektive Komponente.

Das aufzuzeigen gelingt „Paradox“, aber die Serie scheitert an der Umsetzung: Es gelingt ihr in allen fünf Episoden nicht, ein abgerundetes Ganzes zu kreieren. Man hat das Gefühl, als beobachte man einen Menschen dabei, wie er immer wieder vergeblich versucht, aus seinem Bus auszusteigen und den anderen, an der gegenüberliegenden Haltestelle, zu erwischen. Ich werde nicht weiter um den heißen Brei reden: „Paradox“ verpasst den Zug Richtung erfolgreiche Mystery-oder Sci-Fi-Serie.

Dafür sind nicht so sehr irgendwelche Wurm- oder Plotlöcher verantwortlich, sondern Kleinigkeiten, die aber in ihrer Gesamtanzahl den positiven Eindruck beeinträchtigen. Man muss natürlich immer wieder betonen, dass die erfolgreiche Umsetzung eines Mystery-Projekts eine der schwierigsten Übungen in der TV-Branche darstellt. Es gleicht dem Zusammensetzen eines Puzzles aus mehreren tausend Teilen, während zum Beispiel ein Krimi-Procedural nur ein paar hundert aufwiese. Wie schon erwähnt: das Thema der Zeitreisen und Parallelwelten, bekannt aus mehreren Sci-Fi-Klassikern und ihren filmischen Umsetzungen (wie „Minority Report“, basierend auf Phiip K. Dicks Kurzgeschichte), ist mehr als spannend. Nur gelingt der BBC-Produktion eben keine hinreichende Umsetzung.

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Vladislav Tinchev am Sonntag, 21.Februar 2010 12.00 Uhr

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11 Leserkommentare

Hardison vor 2 Jahren:Platz 53 in der Community Top-100

Ohman ich bin total anderer Meinung als der Autor.

Warum? Who cares....

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sadech vor 2 Jahren:

ich auch

die gewisse trostlosigkeit in manchester empfinde ich als durchaus passend

und das ende läßt raum für eigene gedanken und ein paar möglichkeiten in der serie

klar, daß in einer kurzstaffel nicht alles erklärt werden kann und wohl auch nicht soll

die lassen sich ja noch was offen, für evtl weitere folgen

das team war schon etwas komisch ... aber naja ...

im endeffekt glaub ich schon, daß der letzte fall durch die beeinflussung in den vorherigen zustande kam

weitergehen muß es nicht unbedingt, aber wenn, seh ich es mir auf jeden fall an

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sjunk vor 2 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Habe die Serie nach den ersten 15 Minuten der ersten Folge aufgegeben. Weder Handlung noch Figuren oder Darsteller interessierten mich...

Ich brauche kein besseres FlashForward, da das existierende bis jetzt ziemlich gut ist!

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Tina1969 vor 2 Jahren:

Ich teile die Auffassung des Autors ebenfalls nicht.

Während ich bei FF immer noch auf den Durchbruch warte, habe ich zu Paradox sehr schnell einen Zugang gefunden: Ich mochte die düstere und schwere Atmosphäre, die sowohl das Setting als auch die Charaktere verströmten. Selbst für die Nebenrollen hatte ich nach mehreren Minuten mehr Sympathie und Interesse entwickelt als für die Charaktere aus FF nach den gelaufenen zehn (?) Episoden. Auch der Spannungsbogen der Einzelepisoden, der sich aus dem zu verhindernden Ereignis als auch der Auseinadersetzung der Hauptpersonen mit dem Wissen um die sich nahende Katastrophe zusammensetzt, funktionierte imho. Und gerade die Sperrigkeit der Serie machte für mich ihre Besonderheit aus.

Was den übergreifenden Mysterypart angeht, stimme ich zu, dass dieser weitestgehend nicht aufgelöst wurde. Ich weiß nicht, ob das eine bewusste Entscheidung war oder das Unvermögen der Macher oder einfach nur die Überlegung sich Inhalte für eine mögliche Fortsetzung aufsparen zu wollen (die Serie endet ja mit einem Cliffhanger) - für mich hat es das Sehvergnügen jedenfalls in keinster Weise beeinträchtigt.

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DJ Doena vor 2 Jahren:Platz 99 in der Community Top-100

Ich hab drei Folgen der Serie gesehen, bis ich aufgegeben habe. Ich empfand die Geschichten und Charaktere als öde und die Funktionsweise des Paradox änderte sich auch von Folge zu Folge.

FF kommt aber ebenfalls nicht vom Fleck.

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shire vor 2 Jahren:Platz 87 in der Community Top-100

Hi!

@ DJ Doena: Stimmt. FF habe ich nach 5 Episoden "abgesetzt". Es gibt zu viele Handlungsstränge, die sich zu langsam entwickeln. Ich finde die Serie einfach langweilig.

Bye.

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Hardison vor 2 Jahren:Platz 53 in der Community Top-100

Werden wir jetz weitere 10000 meckerposts über FF sehen so wies bei Heroes ist/war?

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.m4jX vor 2 Jahren:Platz 56 in der Community Top-100

Also mir gefällts grade, wenn es so viele Handlungsstränge gibt... ich mein bei normalen Serien, muss das nicht sein, da will ich jeden Hauptdarsteller in einer Episode sehn, aber bei Serien wie Heroes, FF oder Lost da geht das eig, besonders bei Heores und Lost merkt man, das manchmal einige Hauptpersonen für mehrere Folgen nicht anwesend sind, was aber gut ist, da man sich dann noch mehr freut, wenn man sie endlich mal wieder zu sehen bekommt... ich mein niemand beschwert sich bei Lost...

Hab jetzt endlich richtig angefangen Lost zu schaun.. also die ganzen Standard beschreibungen im Internet sagen überhaupt nicht aus, um was es in der Serie geht, ich hatte etwas ganz anderes erwartet... was gut ist, weil die Serie so viel besser ist^^ bin jetzt bei S04 angekommen...^^

so und nochmal zurück zum Thema^^

Paradox will ich auch noch schauen... einmal weil die Hauptidee ziemlich gut ist... dann weil ich zu wenig Britische Serien schaue und ich den akzent liebe^^ und weil, ich mein die paar Folgen? die kann man mal an einem Tag kurz durchschauen.. wenn es nicht wirklich so langweilig ist, wie der Autor es beschreibt^^

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shire vor 2 Jahren:Platz 87 in der Community Top-100

Hi!

@Hardison: Warum auch nicht? Ganz unbegründet wäre es zumindest sicher nicht...

Bye.

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Fremdalk vor 2 Jahren:Platz 79 in der Community Top-100

Ich fand Paradox auch merkwürdig "unschön" und laaaangweilig. Nach fünf Episoden habe ich aufgegeben. Habe hier die Lobeshymnen nie wirklich verstehen können. Danke für diese Review!

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Ponder Stibbons vor 2 Jahren:Platz 16 in der Community Top-100

So umwerfend hab ich die Serie auch nicht gefunden, trotzdem auch wieder nicht so schlecht wie Vladislav.

Die anzahl der Folgen ist ja ziemlich britisch, also hat mich das mal nicht gestört.

Ich würde zumindest noch 5 Folgen ansehen, wenn es die Chance auf eine "Auflösung" gibt.

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