Oscars 2010: Eine durchschnittliche Show mit Höhen und Tiefen

Die Moderatoren der Verleihung: Steve Martin und Alec Baldwin
(c) A.M.P.A.S.
Eine Frau gewinnt mit "The Hurt Locker" gegen den Kassenerfolg "Avatar" und die Altmeister Steve Martin und Alec Baldwin bezirzen die Zuschauer. Die Höhepunkte 82. Oscar-Verleihung bei Serienjunkies.de.
Die Verleihung beginnt mit einer erneuten Gesangseinlage von Neil Patrick Harris („How I Met Your Mother“), der bereits bei den Golden Globes bewies, wie vorzüglich er singen und präsentieren kann. Bei den diesjährigen Oscars kann der Funke jedoch nicht ganz überspringen. Die beiden Moderatoren Steve Martin und Alec Baldwin dagegen konnten durch ihre charmante und lustige Einführung das Publikum und die Millionen Zuschauer zum Lachen bringen. Neben einigen Meryl Streep-Witzen werden noch einige Darsteller im Publikum auf die Schippe genommen, bevor der favorisierte Christoph Waltz den Oscar für seiner Rolle in „Inglorious Basterds“ von Penelope Cruz entgegen nimmt.
Als Präsentatoren glänzten in diesem Jahr Tina Fey und Robert Downey Jr., die den Gegensatz zwischen Autoren und Schauspielern vorstellen. Downey Jr. bezeichnete hierbei die Autoren als „sickly little mole people“. Auch Ben Stiller als geschminkter Na'vi aus „Avatar“ konnte überzeugen.
Die eingeladenen Jungstars der Sendung wirkten äußerst nervös: Amanda Seyfried („Big Love“) und Miley Cyrus („Hannah Montana“) rasen durch ihre Ansprache. Kristen Stewart („Twilight“) muss sich bei den zwei Sätzen ihrer Präsentation noch kurz auf die Schulter husten und übertrifft in Merkwürdigkeit damit ihren letzten Auftritt bei der kürzlich stattgefundenen BAFTA-Verleihung.
Matthew Broderick und eine abwesend scheinende Molly Ringwald („The Secret Life Of The American Teenager“) ehrten den legendären Regisseur und Autor John Hughes, der im August 2009 verstarb. Zu seinen berühmtesten Werken gehören „The Breakfast Club“, „Pretty in Pink“, „Ferris Macht Blau“ und viele mehr. Jon Cryer („Two And A Half Men“), Anthony Michael Hall („The Dead Zone“), Macaulay Culkin und Ally Sheedy betraten zu seinen Ehren die Bühne.
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| Sandra Bullock mit ihrem Oscar (c) A.M.P.A.S. |
Die ausgezeichneten Darstellerinnen halten sich in diesem Jahr mit den Tränen zurück. Komikerin Mo'Nique nimmt den Preis für die beste Nebenrolle in „Precious“ entgegen und bleibt ähnlich gefasst wie bei den Golden Globes. Sandra Bullock siegt als beste Hauptdarstellerin, dankt ihrer scherzhaften Geliebten Meryl Streep und verlässt vor den ersten Tränen die Bühne. Der Autor des adaptierten Drehbuches von „Precious“ (Push), Geoffrey Fletcher, kommt den Tränen wohl bei seiner Dankesrede am nächsten.
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Hanna Huge am Montag, 8.März 2010 09.00 Uhr
9 Leserkommentare
| MarQes vor 2 Jahren: | Platz 63 in der Community Top-100 |
Lsng trifft es echt gut! Am Ende kam ja dann nach jedem Preis eine Werbepause - echt schlimm! Die Tanzeinlage fand ich auch viel zu lang, dafür hat ja Tom Hanks die "Best Picture" Kategorie sehr schnell abgehandelt ;-) Steve Martin und Alec Baldwin fand ich allerdings sehr lustig. Haben die ganzen Stars richtig schön auf die Schippe genommen... Und bin auch froh, dass Avatar nicht den besten Film gewonnne hat, wobei ich The Hurt Locker (bis auf die ersten 30 Minuten oder so) auch nicht so toll fand. Naja Patriotismus halt... Übrigens: Kaum zu glauben, dass Kathryn Bigelow 58 Jahre ist - zuletzt geändert:08.03.2010 11:47 | |
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| coptain vor 2 Jahren: | Platz 45 in der Community Top-100 |
Ich hab es mir dieses Jahr auch mal wieder angetan und die Nacht mit Pro7 durchgemacht. Ich muss leider sagen, das es sich, bis auf einige wenige Momente echt nicht gelohnt hat. Wenn man an die Verleihungen vor ein paar Jahren denkt, wo die Leute mit Tränen in den Augen vor Lachen nicht mehr wussten, wo sie hinsollten, war es vor Martin und Baldwin ein schwacher Versuch, witzig zu sein. Schade eigentlich. Nachdem der Film seiner ExFrau mehr und mehr abräumte, sah man bei Cameron doch das ein oder andere Mal die Gesichtszüge entgleisen. war interessanter anzusehen, als einige der Showeinlagen. Naja ist wohl klar, das im patriotischen Amerika nicht mal 10 Jahre langes Ideen verwirklichen reicht, um der beste Film zu werden - zuletzt geändert:08.03.2010 15:50 | |
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| Claudia von Kasse 1 vor 2 Jahren: | Platz 60 in der Community Top-100 |
"Patriotisch" würde ich The Hurt Locker nicht wirklich nennen! Und seit wann spielt die Dauer der Vorbereitung eine Rolle für den Gewinn? | |
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| TV-Freak vor 2 Jahren: | Platz 41 in der Community Top-100 |
ich konnte die oscars leider nicht sehen weil ich heute in die schule musste. was waren denn besondere momente? lustig peinlich schrecklich . . . war miley denn wirklich so nervös wie alle sagen? und kristens auftritt so merkwürdig? | |
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| TeeVee vor 2 Jahren: | Platz 99 in der Community Top-100 |
Also ich fand da war jetzt nichts wirklich ungewöhnliches bei den beiden, nervös kann man ja ruhig sein, und sich mal räuspern und verhaspeln halte ich auch net für erwähnenswert. Insgesamt muss ich sagen, habe ich wahrlich schon um Klassen bessere Oscars gesehen. Einzig Ben Stiller hat mal etwas Abwechslung in die wieder sehr konservativ gestaltete Veranstaltung gebracht. Dass man sich bei der letzten Kategorie "Bester Film" nicht mal dazu herabließ alle zehn Filme zu nennen, sondern nur Tom Hanks schnellen Schrittes auf die Bühne schickte, Umschlag auf und vorlesen war wohl der doch etwas umfangreichen Überziehung geschuldet. Was mir wie so oft gefehlt hat, waren die Emotionen bei den meisten Preisträgern. Ich hätte lieber Menschen da oben stehen wenn sie den Preis bekommen, ich möchte wieder einen Roberto Benigni sehen, der über die Sitzplätze klettert und der einem zeigt was es heißt einen Academy Award zu bekommen. Es war auch mal wieder schön den Satz zu hören "and the oscar goes to ..." (Kate Winslet war mal so frei diesen Satz zu verwenden, während alle anderen "and the winner is ..." sagten) | |
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| Gast vor 2 Jahren: | Platz 89 in der Community Top-100 |
Am lustigsten war es eigentlich Clooneys Gesichht während der Veranstaltung zu sehen, der war nicht sehr amüsiert. Steve Martins bester Spruch, am Ende der Verleihung: "Diese Veranstaltung war so lang, Avatar spielt jetzt in der Vergangenheit" Ich weiß auch nicht wie sich die Leute auf dieses Patriotismus-Ding so sehr fixieren können, als ob das an sich schon etwas schlimmes wäre? The Hurt Locker ist schon ein klasse Film, auch wenn ich IB besser fand | |
| TV-Freak vor 2 Jahren: | Platz 41 in der Community Top-100 |
vielen dank :-) | |
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| Lizzy vor 2 Jahren: | Platz 91 in der Community Top-100 |
also was mich angeht kommt nichts an die vorstellung von Hugh Jackman letztes Jahr ran. das war einfach wahnsinn was der abgeliefert hat. nicht jeder würde sich trauen mit Beyonce ein Duett zu singen! nd es war auch super lustig. die Verleihung an sich ist eigentlich so gut wie immer ohne große Überaschungen. Immerhin wurde sein Auftritt auch als erste Oscar-Moderation für die Emmys niminiert! | |
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| Cheops vor 2 Jahren: | letzter Platz in der Community Top-100 |
Bei den Filmen, die da Preise bekamen, würde ich in Zukunft nicht mehr wissen, ob ich im Kino sitze oder im Nachmittagsprogramm von RTL. Ein banaler Kriegsfilm über den Irak soll besser sein als Inglorious Basterds und Avatar? Das geht ja nun völlig am Thema gute Filme vorbei. Die Show war eher mäßig, lang und recht langweilig. Nichts was dazu angetan war, Hollywoods Größe zu dokumentieren! | |
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