Oscar-Protokoll: Die Show, die Witze, die Laudatoren

Das Kodak Theatre in LA
(c) A.M.P.A.S. Foto Bryan Crowe 2009
Ein etwas nervös wirkender Hugh Jackman begrüßt das Publikum und startet alsbald mit einer fulminanten Tanz- und Singeinlage, der so genannten „Opening Number“, in dem alle bedeutsamen Filme des Jahres präsentiert werden.
Vor simplen Kulissen tanzt und singt sich Jackman die Seele aus dem Leib, holt Anne Hathaway als Nixon auf die Bühne und verzückt die Zuschauer. Bei der Einlage zum Vorleser tanzen silberne und goldene Tänzer auf der Bühne zum Songtext „I haven't seen The Reader“. Zu Recht wird der Opener mit stehenden Ovationen belohnt und der Zuschauer atmet auf, dass es dieses Jahr eventuell etwas spannender zugehen könnte.
Vor der ersten Werbepause wird ein wahres Staraufgebot von Oscarpreisträgerinnen auf die Bühne geholt: Eva Marie Saint, Whoopie Goldberg, Goldie Hawn, Anjelica Huston und die Vorjahresgewinnerin Tilda Swinton, die selbst wie ein Oscar aussieht im gewickelten grauen Kleid. Goldberg präsentiert Amy Adams („Doubt“) mit den Worten „it's not easy beeing a nun. First of all, your face never looks thin.“ Die Wettbüros sollten jedoch Recht behalten und der erste Oscar des Abends geht an Penélope Cruz. In einer bewegenden Rede dankt sie diversen Regisseuren und der universellen Kunst des Kinos.
Weiter geht es mit den großartigen Komödianten Tina Fey und Steve Martin. „To write is to live forever. The man who wrote this is dead.“ Dustin Lance Black, Autor des Originaldrehbuchs zu „Milk“, hält eine bewegende Rede und lässt den Aktivisten Harvey Milk fast auferstehen. „You are beautiful (..). And soon you will have equal rights.“
Der Oscar für das beste adaptierte Drehbuch geht dann an den Autor von „Slumdog Millionaire“, Simon Beaufoy. Der erste Preis des Abends für den zehnmal nominierten Film.
„I take my money from one DreamWorks movie and bet it on Pixar.“ Jack Black steht auf der Bühne und überreicht gemeinsam mit Jennifer Aniston die Statue an den Produzenten von „Wall-E“ für den besten animierten Film des Jahres.
Eine stammelnder Daniel Craig, so gar nicht „bondlike“, und eine rettende Sarah Jessica Parker überreichen die Preise für Art Direction, Make-up („Benjamin Button“) und den wohl verdienten Kostümpreis für „The Duchess“,
Dann erscheinen Laudatoren für das jüngere Publikum: Vampir Robert Pattinson und Amanda Seyfried („Veronica Mars“ und „Big Love“) präsentieren einen Romantik-Clip.
Natalie Portman und Ben Stiller in einem multifarbenen Bart und Sonnenbrille überreichen dem Kameramann von „Slumdog Millionaire“ die goldene Statue. Roger Deakins geht für „Changeling“ zum siebten Mal leer aus.
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Hanna Huge am Montag, 23.Februar 2009 07.00 Uhr
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