Networkchefs schauen in die Zukunft (Teil 3): FOX

Jack Bauer (Kiefer Sutherland) wird wohl noch ein Weilchen aktiv bleiben: „24“
© FOX
Das amerikanische Branchenblatt The Hollywood Reporter hatte die Möglichkeit, sich von allen fünf Chefs der Broadcastnetworks einen kurzen Einblick in die Zukunftsplanung geben zu lassen - wobei es bei der vorsichtigen Geschäftssprache immer notwendig ist, zwischen den Zeilen zu lesen, und viele Fragen nur tendenziell beantwortet wurden. Hier abschließend die Aussagen des Chefs von FOX.
FOX-Chef Kevin Reilly formuliert die Ziele der dortigen diesjährigen Entwicklungsbemühungen folgendermaßen: Die begonnene Konzentration auf das weibliche Publikum fortzusetzen, ein Neustart bei den Live Action Comedys (unterstützt durch intensives Marketing) und den Ausbau des Donnerstags-Programms, bei dem man durch die Verlegung von „Bones“ einen Brückenkopf geschaffen habe.
Auf die Frage, ob die kommende achte Staffel von „24“ die letzte sein könnte, bzw. ob es die Serie auch ohne Jack Bauer,24 oder Kiefer Sutherland laufen könnte, gab sich Reilly abwartend. Kreativ sei die Serie sicherlich noch nicht am Ende, und da Sutherland auch Produzent der Show ist, scheint es unwahrscheinlich, dass sie ohne ihn fortgesetzt würde bzw. das er während der Laufzeit ausstiege. Vielleicht sei es möglich, einen neuen Charakter zu finden, der den Hauptteil der Handlung bestreiten könne, aber das seien bisher rein akademische Überlegungen.
Trotz der niedrigen Quoten sind „Dollhouse“ und „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ wegen des angesprochenen Zielpublikums weiterhin für die Werbekunden interessant. Und betrachte man die Live plus 7-Quoten - bezieht also mit ein, wieviele Zuschauer die Shows binnen einer Woche noch auf Video schauen - dann wären ihre Zuschauerzahlen nicht ganz so schlecht. Noch sei es zu früh, um über ihr Schicksal abschließend zu urteilen.
Während die Zuschauer das Projekt „RemoteFree TV“ - die Serien „Fringe“ und „Dollhouse“ mit nur 10 statt der üblichen 20 Minuten Unterbrechungen zu senden, dafür höhere Werbepreise zu verlangen - sehr gut angenommen hätten, war es für den Versuch vermutlich, wegen der Finanzkrise, das falsche Jahr. Ob man auch im nächsten Jahr durchgängig eine Serie unter dem Konzept laufen lassen werde, sei noch nicht entschieden. In irgendeiner Form werde man das Konzept aber beibehalten - sei es für besondere Episoden oder andere Specials.
Zurück wies Reilly die Aussage, das sowohl „Fringe“ als auch „Lie to Me“ nur durch das starke Lead-in von „American Idol“ zu ihren Zuschauern gekommen sein. Denn beide Formate könnten für sich selbst stehen, und der Zuschauer habe ja immer noch die Wahl, abzuschalten - was er aber nicht getan habe.
Rückblickend betrachtet ist der FOX-Chef auch mit den vor und in dieser Season getroffenen Entscheidungen zufrieden: Die Verlegung von „House“ zur Mid-Season, die Verlegung von „Bones“, die Auswahl der beiden neuen Dramen, die erfolgreich gestartet sind.
Bernd Michael Krannich am Sonntag, 8.März 2009 12.00 Uhr
| Hinweis | |
|---|---|
Nur registrierte Mitglieder können Kommentare verfassen! Es können nur angemeldete Mitglieder der Community von Serienjunkies Fragen stellen und Antworten veröffentlichen. Die Registrierung und die Nutzung der Community ist kostenlos. Melde Dich noch heute an! Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren. Wir geben Deine persönlichen Daten nicht weiter. Versprochen! Du bist noch nicht bei Serienjunkies angemeldet... | |
Weitere Beiträge von Bernd Michael Krannich
Das Archiv der TV-Meldungen von Sonntag, 8.März 2009
| Link: | |
| HTML | |
| Forum |













