Musikjunkies: Noch einmal mit «Firefly» abheben

Der Cast von Joss Whedons Serie „Firefly“
© FOX
Cowboy trifft SciFi trifft Mandarin: Dem Komponisten Greg Edmonson dieser Compilation ist es enorm gut gelungen, Joss Whedons unorthodoxes Serienuniversium einzufangen und die „Firefly“-Charakteren musikalisch zu verewigen. Ein Ausnahmescore!
Besser als mit dem Opener könnte der Geist des „Firefly“-Universums nicht eingefangen werden: Eröffnet wird diese hervorragende Compilation der einzige nicht instrumentale Song, das von Joss Whedon geschriebene und von Sonny Rhodes interpretierte Titelstück der Serie: „Take my love, take my land / Take me where I cannot stand / I don't care, I'm still free / You can't take the sky from me“.
Dem folgen 24 Lieder von Greg Edmonson (inzwischen „King of the Hill“), die Zukunft und Vergangenheit ganz im Sinne der Serie vereinen. Eine unglaubliche Leistung, die dem Komponisten - offensichtlich selbst ein „Firefly“-Fan - da gelungen ist! Seine Mischung aus Sci-Fi-Sounds, klassischen Western-Elementen und chinesischen Klängen ist perfekt auf die Serie abgestimmt, auf ihre Geschichte, Emotionen - und vor allem auf die Charaktere.
So haben etwa River (Summer Glau) und Simon (Sean Maher) ein eigenes musikalisches Motiv, ein unglaublich schönes, sanftes Pianoelement, das den Track „Simon understands River“ ausmacht, aber auch in anderen Stücken wie „River's Perception/Saffron“ vorkommt. Die Dynamik zweier Figuren und ihrer Darsteller wird in der Musik eingefangen; ebenso wie die von den Reavers ausgehende Gefahr, die schon nach den ersten Tönen des entsprechenden Motivs unmittelbar erfahrbar wird, obwohl wir diese seltsamen Gestalten in der Serie kein einziges Mal wirklich zu Gesicht bekommen. Ja, sogar die Serenity selbst hat ein musikalisches Motiv.
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Besonders bewegend ist das Stück „The Funeral“, das in der Episode „The Message“ bei der Beerdigung eines Kameraden von Mal und Zoey aus Kriegszeiten zum Einsatz kam. Als die Szene gedreht wurde, hat Joss Whedon mal erzählt, hatte der Cast gerade erfahren, dass „Firefly“ eingestellt wurde. Es sei also gleichzeitig ein Abschied von der Serie gewesen.
Und so gelang es Komponist Edmonson bei beinahe allen Stücken, die unorthodoxe Atmosphäre von Joss Whedons Serienwelt so perfekt einzufangen, dass es beim Hören des Scores fast so ist, als würde man noch einmal mit der Serenity abheben, ein weiteres Abenteuer samt all seiner Höhen und Tiefen erleben. Dazu kann man zwar auch einfach die DVDs einlegen, denn zum Hören nebenbei eignet sich dieses Album weniger, aber es hat halt auch mal was, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Der fesselnde, unvergleichliche Score zu „Firefly“ ist nicht nur für Browncoats ein absolutes Muss - übrigens ebenso die Compilation zum Film „Serenity“ (2005), bei der sich der sonst eher für Klamauk wie „Scooby Doo“ bekannte Komponist David Newman selbst übertroffen hat. Ein kleines Meisterwerk.
Den Soundtrack zur Serie „Firefly“ und zum Film „Serenity“ hier bestellen.
Die Trackliste gibt es auf der nächsten Seite.
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Carolin Neumann am Samstag, 20.Februar 2010 10.00 Uhr
3 Leserkommentare
| Shawn vor 2 Jahren: | Platz 88 in der Community Top-100 |
Die Serie ist/war Cool und anders als viele gebe ich Whedon die Schuld daran das es eingestellt wurde, ebenso wie mit Dollhouse. Er weigert sich seit Jahren ins KabelTV zu gehen und hängt an den alten Networks, weder Firefly noch Dollhouse wären so schnell eingestellt worden. Das es im Kabel anders zugeht zeigen ja die Erfolge der letzten Jahre, Dexter, In Plain Sight usw. Die Gefahr einer Absetzung ist dort für eine gute Serie mit Wiedererkennungswert viel geringer zumal man Whedon mehrfach Angebote macht und sogar eine Garantie gab das nichts voreilig abgesetzt werden würde - und man würde ihm nicht ins Drehbuch pfuschen was wohl auch ein Nackenschlag bei Dollhouse war. Man kann nur hoffen das der Mann mal nachdenkt, denn als Fan des Whedonverse ist man recht genervt von der Situation | |
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| chibbo vor 2 Jahren: | Platz 94 in der Community Top-100 |
bis heute sicher der beste seriensoundtrack den ich gehört habe und seit release mein eigen nenne | |
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| balladOFserenity vor 2 Jahren: | |
War einfach eine ultiamtiv gute Serie. Musik auch topt. Es wäre immer noch ein Traum, würde es ein comeback geben ... na ja, man muss manchmal ein wenig träumen... | |
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