Musikjunkies: Der Sound von Hank Moody


Hank Moody und seine Liebsten: Auch der Soundtrack zu „Californication“ ist hörenswert
© Showtime

Selten hat der Soundtrack einer Serie so gut die verschiedenen Facetten einer Figur wiedergegeben wie im Fall von Hank Moody und „Californication“. Drei Compilations voller Indie- und Seventies-Rock gibt es inzwischen - jede für sich ein Hörgenuss.

Californication“s Hank Moody (David Duchovny) mag wie ein Scheusal wirken, ein saufender, fluchender, promiskuitiver Frauenfeind, ist aber zugleich einer der aufregendsten TV-Charaktere der letzten Jahren. Einer wie er braucht einen entsprechenden Soundtrack, einen mit rauchigen Rock'n'Roll-Stimmen, Songs mit facettenreichen Texten, mit Liedern, denen man den Lebemann ab der ersten Note anhören kann - und den hat er bekommen.

„Musikjunkies: Der Sound von Hank Moody“ nachzulesen bei Serienjunkies

Insgesamt drei Compilations gibt es bereits, allesamt sehr rocklastig mit Musik aus den 70ern und 80ern, aber keine ist so gut wie der Soundtrack zur ersten und bisher auch besten Staffel: Allein die beiden Opener, „You Can't Always Get What You Want“ von den Rolling Stones und „Mojo“ von Peeping Tom, passen so perfekt zur Duchovnys Darstellung, dass man das Gefühl hat, Hank Moody sänge einem die Songs höchstpersönlich ins Ohr.

Are you a lucky little lady in The City of Light/ Or just another lost angel. City of Night/ ... If they say I never loved you/ You know they are a liar“, heißt es etwa im Doors-Song „L.A. Woman“, der das Flair von Los Angeles einfängt und schon zu Beginn der Serie ihren Sound gab: In der zweiten Episode der ersten Staffel, „Hell-A Woman“ war er zu hören, ein Oldtimer auf neu gemacht im Remix von Paul Oakenfold - besser könnte man mit Worten nicht ausdrücken, was das Wesen der Figur von Hank Moody ist - außer vielleicht Tyler Bates' munteres Instrumental-Thema, das eigens für Moody geschaffen wurde.

Auf der Textebene zeigen die meisten Songs immer weitere Facetten der Charaktere: „Light Of Day“ von Tommy Stinson von Guns N' Roses etwa spielt auf die psychologischen Abgründe an, die Hanks Zerrissenheit ausmachen - „Just look at everyone/ No one really knowing why they're here/ Trying so hard to disappear“; ebenso „Little Round Mirrors“ von der 90er-Indie-Band Harvey Danger: „And when you dream/ You dream of a day.../ When you find something you could love half as much/ As you love all your little round mirrors“.

So könnten wir ewig weitermachen, denn nahezu jeder Song dieses ersten „Californication“-Soundtracks fängt die Charaktere, allen voran Hank, in dieser Weise auf. Und auch die zweite Staffel ist mit Stücken wie „Rock and Roll“ von Poets and Pornstars oder Rob Zombies melodischem Hardrock-Stück „Go to California“ musikalisch bestens vertreten, selbst Songs wie Sheryl Crows Interpretation von „Behind Blue Eyes“, die aus dem üblichen Altrocker-Schema ausbrechen, haben ihren verdienten Platz.

Moody entspricht in vielerlei Hinsicht dem Stereotyp des alternden Rockstars, was im Sound der Serie wunderbar aufgefangen wird. Aber die Figur ist entgegen so mancher Vorurteile eben auch sehr vielschichtig angelegt, die Musik hilft alle Facetten der Persönlichkeit zu eröffnen. Kurzum: Wer „Californication“ mag, der sollte zumindest die erste CD besitzen. Aber auch für Moody-Skeptiker empfiehlt sich ein Reinhören, es lässt sich sogar noch einiges über die Charaktere lernen...

Den Soundtrack von „Californication“ hier ...llen., zur zweiten Staffel geht es hier entlang. Es gibt auch schon eine Compilation zur dritten Staffel, die ihr hier als Import bekommt.

Die Trackliste zum zweiten Soundtrack gibt es auf der nächsten Seite.

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Carolin Neumann am Samstag, 13.Februar 2010 10.00 Uhr

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5 Leserkommentare

sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Die Musik ist mit Abstand das Beste der Serie, wobei das "Californication Main Title Theme" von Tyler Bates einfach grossartig ist. Wenn man der Handlung auch ein wenig Beachtung geschenkt hätte, wäre die Serie vielleicht sogar interessant.

Coverversion von "Rocket Man" war für mich das Highlight der letzten Staffel.

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chester vor 3 Jahren:Platz 90 in der Community Top-100

Was ich lustig fand, ist, dass Rocketman nicht nur das letzte Lied von Staffel 3 ist, sondern auch das erste Lied in Staffel 1!

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Dr. Borstel vor 2 Jahren:

Warum bitte fehlt auf dem Soundtrack der ersten Staffel "The Passenger Seat" von Death Cab for Cutie? Sicher, der Song passt in die Compilation nicht hinein, trotzdem war die Szene, in der Hank sich von Becca zu ebender Musik einen Rüffel hat einfangen müssen, die vielleicht Großartigste der ersten Staffel.

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cayoo vor 2 Jahren:

@sjunk: du guckst drei staffeln einer serie und findest sie nicht interessant?

finde die musik von cali super, finde cali super und finde nun auch die soundtracks super.

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cayoo vor 2 Jahren:

@sjunk: du guckst drei staffeln einer serie und findest sie nicht interessant?

finde die musik von cali super, finde cali super und finde nun auch die soundtracks super.

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