US-Medien: Amerikaner geben mehr Geld für Medien-Abos aus

US-Medien: Amerikaner geben mehr Geld für Medien-Abos aus
Foto: redjar Creative Commmons 2.0

Trotz Rezession sind die Amerikaner im vergangenen Jahr bereit gewesen, für die verschiedensten Formen von Medienabos etwa sieben Prozent mehr auszugeben, als im Vorjahr. Einzige Ausnahme: Printmedien sind weiter auf dem absteigenden Ast.

Das Wirtschaftsforschungsunternehmen NPD hat in seiner Studie Entertainment Trends in America neue Zahlen zum Verhältnis der Amerikaner zu ihren Medien veröffentlicht. Demnach werden pro Haushalt in den Vereinigten Staaten monatlich 115 US-Dollar für die verschiedensten Formen dauerhafter Medienabonnements ausgegeben. Trotz der wirtschaftlich schweren Zeiten bedeutet dies ein Wachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Erfasst wurden Abonnements für Fernsehen, DVR, Satelliten-Radio, online Musikabonnements, Zeitungen, Zeitschriften, Internetzugang, Netflix (und ähnliche Angebote), Online-Spiele-Angebote sowie mobile Onlinezugänge, nicht jedoch der Telefonkostenanteil von Handyverträgen.

Trotz der Befürchtung, die Rezession würde dafür sorgen, dass die Käufer bei den Ausgaben für Abonnements aus dem Unterhaltungsbereich sparen würden, geht es den meisten Formen in diesem Bereich gut“, fasste NPD-Analyst Russ Crupnick die Ergebnisse der Studie zusammen.

Dabei bilden jedoch gedruckte Medieninhalte die Ausnahme: Tageszeitungen waren noch in 29 Prozent der amerikanischen Haushalte verbreitet, Magazine in 41 Prozent. In beiden Bereichen bedeutet dies einen Rückgang von 2 Prozentpunkten.

Mobile Onlinezugänge sind eine besondere Wachstumsbranche im letzten Jahr gewesen: Von 6 Prozent der Haushalte mit einem entsprechenden Abonnement stieg die Zahl binnen 12 Monaten auf 9 Prozent. Auch die DVD-per-Post Services um Marktführer Netflix erwiesen sich als Wachstumsbranche: Hier stieg der Anteil an Haushalten mit derartigen Verträgen von 12 auf 14 Prozent.

Insgesamt haben 81 Prozent der US-Haushalte ein Abonnement eines Fernsehanbieters, 76 Prozent bei einem Internetanbieter, 17 Prozent beziehen ihre Musik per Abo eines Onlineservices oder Satelliten-Radio und 14 Prozent haben ein Abonnement eines Spiel-Service.

Bernd Michael Krannich am Dienstag, 17.November 2009 10.00 Uhr

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