Lost: Letzten beiden Staffeln mit je einer «Extrastunde»

(c) ABC
Nun ist also auch klar, was mit dem ominösen zwei „Stunden“ passieren wird, die in dieser Season wegen des Autorenstreiks nicht produziert werden konnte: sie werden zu gleichen Teilen den kommenden beiden Staffeln zugeschlagen
Eine kurze Geschichte der Zahlen
Als mitten in der dritten Staffel Fans und Kritiker zu murren begannen, die Serie würde stets neue Fragen aufwerfen, aber keine Antworten liefern, traten die Produzenten Carlton Cuse und Damon Lindelof die Flucht nach vorne an, und vereinbarten mit „ihrem“ Sender ABC, dass „Lost“ zu einem konkreten Zeitpunkt enden würde (Serienjunkies vom 28.04.2008).
Drei weitere Staffeln sollten, so hieß es damals, noch produziert werden, wobei diese Staffeln 4-6 jeweils 16 Episoden umfassen sollten. Doch bereits in der heurigen Staffel kam bekanntlich der Autorenstreik den Planungen dazwischen. Vor dem Streik konnten nur 8 Episoden produziert werden. Als der Streik nach knapp hundert Tagen endete, plante man für den Rest der Season die Produktion von fünf weiteren Episoden (macht 13). Schließlich ergab sich, dass man trotz des engen Produktionsplans noch die Möglichkeit hätte, eine weitere Episode zu produzieren, und das Network schuf die Gelegenheit, dies in die Tat umzusetzen (Serienjunkies vom 18.04.2008) (macht 14 Episoden).
Blieb immer noch die Frage, wie man nun mit den beiden verbleibenden „Stunden“ umgehen würde. Nun gibt es von Damon Lindelof offiziell die Antwort, dass diese beiden Stunden zu gleichen Teilen den kommenden Staffeln zugeschlagen werden würden. Darüber hinaus machte Lindelof klar, das es darüber hinaus keine „Überstunden“ geben werde: „Carlton Cuse und ich haben so hart daran gearbeitet, der Serie ein Ende (Enddatum) zu verschaffen, dass die Idee eines 'Oh, wir haben doch noch eine Staffel in uns' ein Betrug an allen Beteiligten von 'Lost' wäre, insbesondere dem Publikum.“
Und wie gehen die Produzenten mit dem Ende um?
Die Tatsache, dass ein Ende feststeht sorgt natürlich bei einer Serie wie „Lost“ für einen gewissen Druck, mit der letzten Episode ein denkwürdiges Fernsehereignis zu schaffen, beflügelt andererseits aber auch Journalistenfragen. Auf das Thema, was er denn unmittelbar nach dem Ende der Serie machen werde, antwortet Lindelof: „Ich und Carlton (Cuse) werden uns für viele, viele Monate an einem geheimen Ort verstecken.“
„David Chase (Showrunner von 'The Sopranos') setzte ein großartiges Beispiel, als zum Ende seiner Serie nach Paris verschwand. Was genial ist, denn alle Leute fragen 'Was soll das (die letzte Szene) heißen?'. Die Tatsache, dass die einzige Autorität in der Frage nicht zur Verfügung steht, zwingt die Leute, selbst zu überlegen.“

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