Life: Review zur Pilotepisode

Nach „Band of Brothers“ kann Damian Lewis wieder zeigen, was in ihm steckt: „Life“!
Bei der zur Herbstseason in den USA startenden Serie „Life“ handelt es sich um ein Polizei-Procedural mit ungewöhnlichen Hauptfiguren. Im Zentrum steht Charlie Crews, ein Polizist, der zu Unrecht eines Verbrechens verurteilt wurde, der nach zwölfjähriger Haft endlich seine Unschuld beweisen konnte und dann schließlich frei kam. Ausgestattet mit einer millionenschweren Abfindung, diversen im Gefängnis erworbenen Macken und einem Kopf voller Zen-Philosophie, besteht er darauf, den Polizeidienst wieder aufzunehmen.
Charlie Crews (Damian Lewis, „Band Of Brothers“, „Dreamcatcher“) war ein durchschnittlicher Polizist, der sich bereits in jungen Jahren auf den Ruhestand freute. Bis er eines Tages eines blutigen Verbrechens beschuldigt und in einem schnellen Indizienprozess schuldig gesprochen wurde. Die ehemaligen Kollegen, Freunde und seine Familie wandten sich von ihm ab, seine Ehefrau schickte ihm die Scheidungspapiere per Post.
Als ehemaliger Polizist war jeder Insasse im Gefängnis sein Feind, sein erstes Jahr im Hochsicherheitsgefängnis verbrachte Crews weitestgehend auf der Krankenstation. Doch nun ist er frei. Dank des Einsatzes seiner Anwältin Constance Griffith (Brooke Langton, „Friday Night Lights“, „Melrose Place“) konnten die ihn hauptsächlich belastenden Blutspuren durch DNA-Analysen entkräftet werden.
Sie handelte für Crews auch eine unglaublich hohe Entschädigungszahlung heraus. Diese wird für Charlie nun von einem seiner wenigen Freunde aus Gefängniszeiten verwaltet: Ted Early (Adam Arkin, „Boston Legal“, „Chicago Hope“), der wegen eines Wirtschaftsverbrechens im Knast gelandet war.
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| Neu Partner: Dani Reese und Charlie Crews © NBC |
Der erste Fall der beiden beschäftigt sich gleich mit einem erschossenen Jungen. Erste Ermittlungen zeigen, dass der leibliche Vater des Jungen wegen eines Drogendeliktes eine mehrjährige Gefängnisstrafe verbüßt. Und natürlich kommt der Verdacht auf, das diese Tatsache mit dem gewaltsamen Tod des ansonsten unscheinbaren Jungen in Verbindung steht.
Während der Ermittlungen macht Crews mit seinen Eigenarten seine Umgebung mehr oder minder verrückt: abwechselnd ist er übermäßig philosophisch, führt Selbstgespräche, handelt impulsiv und überraschend. Dann ist er aber auch teilweise sehr einfühlsam und vermittelt aufgrund seiner philosophischen Studien erworbene Einsichten über die menschliche Natur im richtigen Moment - und bringt so die Ermittlungen schneller voran, als dies durch Polizeiarbeit nach Schema möglich wäre.
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Bernd Michael Krannich am Samstag, 8.September 2007 06.00 Uhr
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