Leverage - Schleppender Anfang

Leverage - Schleppender Anfang
Das A-Team wieder vereint!
(c) TNT

Gestern ging in den Vereinigten Staaten bei TNT die zweite Staffel von „Leverage“ an den Start. Und genau das, was ich damals über den Serieneanfang von „Leverage“ schrieb, kann ich nochmals wiederholen - die Serie kommt schwer aus den Startlöchern.

Nachdem die erste Staffel von „Leverage“ in ihrem Verlauf immer besser wurde und ein wunderbares Finale ablieferte, bot die Eröffnungsepisode der zweiten Staffel „The Beantown Bailout Job“ eine schwache (nach „Leverage“-Standard) Vorstellung. Im Vergleich zum Lead-out „Dark Blue“ (Serienjunkies vom 16. Juli 2009) ließ „Leverage“ uns Zuschauer in gewohnter Manier rätseln, in welche Richtung sich der Plot entwickeln wird.

„Leverage - Schleppender Anfang“ nachzulesen bei Serienjunkies

Aber was ein bisschen störte, war die Tatsache, dass Nate (Timothy Hutton) eine Entwicklung durchgemacht zu haben schien. Und das in unserer Abwesenheit (off screen) - zwischen den beiden Staffeln. Nate handelt so, als hätte er schon seine Wahl getroffen, aus welchem Grund auch immer. Nachdem er sich gegen Ende der ersten Staffel am Rande des Abgrunds befand, geht Nate jetzt einen vernünftigen und ruhigen Weg. Er braucht sogar eine Weile um zu seinem alten Job und damit zu seinem Team zurückzukehren.

Und es macht Spaß wieder alle vereint zu sehen, obwohl nach dem überwältigenden Ende der ersten Staffel ich irgendwie die Erwartung hatte, dass ein besonderes bzw. dramatisches Ereignis eintreten muss, um alle wieder zusammenzubringen. Aber sie liefen sich plötzlich über den Weg bei einer von Sophies Aufführungen. Das ganze Team - Eliot (Christian Kane), Hardison (Aldis Hodge), Parker (Beth Riesgraf) und Sophie (Gina Bellman) - ist bereit für neue Herausforderungen, nur Nate hat irgendwie den Geschmack - oder besser gesagt die treibende Kraft - verloren.

Es war einfach komisch zu sehen, dass ausgerechnet er überzeugt werden muss. Aber andererseits nur zu logisch, wenn man beide Staffeln als die zwei Seiten einer Medallie sieht: zuerst musste Nate die anderen überzeugen, Robin Hood zu, spielen und jetzt müssen sie ihn überzeugen. Durch den anliegenden Fall und Nates Mitgefühl für Zoe (Madeleine Rogers) - die Tochter des Opfers - kriegt er noch die Kurve und greift wieder in den Kampf des einfachen Bürgers gegen die gierigen und korrupten Konzerne des 21. Jahrhunderts ein.

Na ja, es ist nicht derselbe Nate aus Staffel 1, aber vielleicht bringt die Änderung mit sich bessere Episoden als diese.

Vladislav Tinchev am Donnerstag, 16.Juli 2009 14.00 Uhr

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6 Leserkommentare

TV-Junkie vor 3 Jahren:Platz 98 in der Community Top-100

Wirklich etwas öde der Anfang aber lieber so als ein starker Anfang und ein schwacher Abgang, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie sich für die Vertreibung aus ihren Penthouse und dem Verlorenen Fall rächen, aber das ist wenigstens ein Grund die Serie weiter im Auge zu behalten.

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Spit1 vor 3 Jahren:

Hmm, ich frag mich grad ernsthaft, ob ich ne andere Episode geschaut hab, als ihr 2. Fand die neue Folge durchweg überzeugend, abgesehn von der schwachen CGI am Anfang - hab noch nie so ganz verstanden, wieso Autos in US-Serien bei Unfällen immer gleich brennen UND explodieren müssen...

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conte.carli vor 3 Jahren:Platz 55 in der Community Top-100

Die Veränderung von Nate passt meiner Meinung nach eigentlich gut zum Verlauf der Serie. Ich hätte mir gedacht, dass sie bei der Flughafenszene im Finale sich doch wieder zusammentuen und wir mit dem Team wie gewohnt weitermachen würden. Dass sie sich erst wieder finden mussten, war ein schöner Anfang.

Nate sagt selbst am Anfang der Folge, dass er kein "Thief" ist, was er auch schon in der ersten Staffel desöfteren angemerkt hatte. Zum Finale hin griff er immer öfters zum Alkohol (schon in der allerersten Folge haben wir ihn ja in einer Bar kennengelernt) und wurde über die Pause hinweg trocken. Er wollte auch wieder einen normalen Job annehmen, bis er sah wie langweilig der ist. Er dachte er gehört einfach nicht zu den anderen "Verbrechern". Als er sah, wie machtlos die Opfer waren, wurde ihm jedoch klar, dass die Welt das Team braucht und auch, dass es seine Aufgabe war den Menschen zu helfen.

Die Folge fand ich sehr sehr gut und überhaupt nich schleppend. Es gab tolle Dialoge und witzige Anspielungen. Die CGI der Autoszene waren wirklich nicht überragend, aber darüber kann man doch hinwegsehen.

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sheepyie vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Die Story fand ich jetzt auch nicht sooo spannend, aber ich würde die Folge auch nicht als schleppend bezeichnen. Es war schön zu sehen, wie das Team sich langsam wieder zusammen gefunden hat und dabei jede Menge Spaß hatte. Und ich fand es mehr als gut, dass Nate endlich sein Alkoholproblem in den Griff bekommen hat. Das hatte mich in der ersten Staffel doch immer sehr gestört.

*lach* Ja das explodierende Auto war wieder mal sooo typisch!!! Ob die da alle in ihren Autos ein bisschen Sprengstoff haben, damit die immer so dramatisch in die Luft fliegen?

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Brooklyn vor 3 Jahren:

Fand den Einstieg solide.

Das explodierende Auto hat mich allerdings auch gestört. Ok, man könnte einwenden, daß am Auto herummanipuliert wurde, aber trotzdem: Explodierende Autos sind so 80er-Jahre mäßig und ich dachte eigentlich, "Jedes Auto ist ein Pinto" wäre längst zu Grabe getragen worden).

Die schlechte CGI hat mich allerdings weder sonderlich gestört (Die Serie lebt schließlich von den Charas und den Dialogen) noch überrascht. (Ich erinnere an "The miles high job" )

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Drusilla vor 3 Jahren:Platz 44 in der Community Top-100

Kann auch nicht bestätigen, dass der Anfang langweilig war, es hatte wie immer Humor und auch ernstere Aspekte. Klar das explodierende Auto fand ich auch doof aber ansonsten gelungene Folge. Das sie sich alle beim Auftritt von Sophie treffen fand ich sogar ziemlich gelungen. Da sie ja vorher auch öfter beim Auftritt waren.

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