Leverage: Ocean's Four(teen) fürs TV

Der Cast der TV-Serie „Leverage“
(c) 2008 Turner
„Leverage“ ist das neue Drama des Turner Network Television. Morgen startet die Serie in den USA und wird von da an immer dienstags gezeigt. Ein Ausblick auf die TV-Serie.
Die Network Executives setzen große Hoffnungen in das Projekt. Aus diesem Grund wurden gleich 13 Episoden bestellt und mittlerweile abgedreht. Regisseur und Produzent ist Dean Devlin („Independence Day“), der über einen für eine TV-Produktion bemerkenswerten Cast verfügt: die Hauptrolle gehört dem Oscar-Gewinner „Timothy Hutton“ („Ordinary People“, „Nero Wolfe“); außerdem an Bord sind Beth Riesgraf („Alvin and the Chipmunks“), Christian Kane („Angel“, „Close to Home“), Aldis Hodge („Friday Night Lights“) und Gina Bellman („Coupling“, „Jekyll“).
Das Team, das am Anfang natürlich keins ist und keins sein will, repräsentiert so etwas wie die Robin Hood-Truppe von der Wall Street. Sie stehlen von den reichen Konzernen und sorgen damit für „Gerechtigkeit“. An sich ist diese Tatsache von geringer Bedeutung, denn es sind zwei, vielleicht auch drei Dinge, die in dieser Serie im Zentrum stehen:
- Nate Fords (Timothy Hutton) Rachefeldzug - er verlor seinen Sohn, weil die Versicherung (sein damaliger Arbeitgeber) für eine Behandlung nicht bezahlen wollte,
- die Art, wie das Team im Fall der Woche seine Gegner ausspielt,
- und vielleicht eine Liebesbeziehung zwischen Nate und Sophie Devereaux (Gina Bellman).
Die in Chicago gefilmte Serie übertreibt es im Piloten mit der Inszenierung fast schon exzessiver Coolness ihrer Figuren. Wenn „Leverage“ diese exzessive Coolness weiter so betreibt, dann ist die Serie sich selbst „My Own Worst Enemy“. Man wollte unbedingt „Ocean's Eleven“ übertreffen und hat es auch in mancher Hinsicht geschafft. Ob das als positiv zu bewerten ist, ist eine andere Geschichte.
Kurz gefasst: „Leverage“ ist nette Unterhaltung, kein grandioses Fernsehen, aber auch nicht schlechter als 30 andere Serien. Wenn man die Ocean's Filme gemocht hat, dann ist man hier richtig. Mit zunehmender Episodenzahl gelingt der Serie eine Balance zwischen Huttons Kreuzzug und den wendungsreichen Plots. Ein bisschen mehr Figurenentwicklung würde der Serie vielleicht eine zweite Season bescheren können. Denn bis jetzt liegt ihr Fall ähnlich wie der der anderen TNT-Serie „The Closer“: Genau wie The Closer Kyra Sedgwicks Serie ist, ist Leverage Huttons.
Leverage feiert seine Premiere am 7. Dezember, allerdings auf einem ziemlich undankbaren Slot - 10 p.m., bevor die Serie ihren regulären Ausstrahlungstermin am Dienstag wahrnimmt. Aber auf diesem Level ... no (-)age!
von Vladislav Tinchev am Samstag, 6.Dezember 2008 12.00 Uhr
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