Law & Order: Gute Kritiken für Staffelstart

Einer der beiden "Neuen":
Linus Roache als EADA Michael Cutter
©2007 NBC
Gestern startete NBC in den USA die bereits 18. Staffel „Law & Order“. Einige Vorschusslorbeeren waren da bereits an die Dick Wolf-Produktion verteilt.
Allen voran die Tageszeitung „USA Today“ zeigte sich von der neuen Frische der Serie erstaunt. So sei die letzten Jahre nicht das Format der Serie an sich für die sinkenden Quoten verantwortlich gewesen, sondern in erster Linie die fehlbesetzten Rollen. Als Beispiele hierfür wurden die Anfang 2005 ausgestiegene Elisabeth Röhm und Fred Dalton Thompson, der sich weiterhin um seine Präsidentschaftskandidatur bemüht, genannt. Die beiden früheren „Kidnapped“-Darsteller Linus Roache und
Jeremy Sisto hingegen fügen sich angeblich wunderbar ins Serienbild ein.
Sisto bringt die alte Formel mit zwei männlichen Detectives zurück und hält als Detective Cyrus Lupo eine interessante persönlichen Hintergrundgeschichte bereit, die ihn zum Ermitteln bewegt. Der neue ausführende Bezirksstaatsanwalt
Michael Cutter, der von Roache verkörpert wird, sei im Gegensatz zum eher ruhigen und nachdenklichen Detective eher schnell reizbar und aufbrausend. Natürlich genau die Art Staatsanwalt, die dem zum Bezirksstaatsanwalt aufgestiegenen
Jack McCoy (Sam Waterston) zusagt (letzterer hatte diese Position zuvor zwölf Jahre inne). Allerdings muss McCoy sich nun der Politik annehmen und dafür sorgen, dass seine Anwälte halbwegs nach seiner Pfeife tanzen.
Als Beispiel für die neue bzw. wieder gewonnene Frische der Serie diente für die Tageszeitung folgender Dialog zwischen Cutter und McCoy:
Cutter (tritt in McCoys neues Büro ein und ist überrascht):
„Branch (Thompsons ehemalige Rolle) hatte diese Regale immer mit allerhand Schnickschnack und Auszeichnungen gefüllt.“
McCoy (antwortet prompt):
„Das ist jetzt ein Arbeitsplatz. Kein Musterzimmer.“
Dazu wurde gut gehießen, dass die zweite Episode, die ebenfalls gestern Premiere feierte, um einen Entführungsfall aufgebaut ist und das traditionelle Schema der Serie etwas verlässt, jedoch nicht komplett vernachlässigt.
Bei solch unerwartetem Lob darf man gespannt sein, was die Serie in dieser
(aufgrund des Autorenstreiks ebenfalls verkürzten) Staffel noch bereithält.
Sebastian Detzler am Donnerstag, 3.Januar 2008 12.45 Uhr
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