KDD: Interview mit Axel Laustroer (Teil 1)

„Emergency Room“ im Polizeirevier: „KDD - Kriminaldauerdienst“
(c) ZDF
Orkun Ertener ist einer der besten Autoren sowie Kathrin Breininger eine der besten Produzentinnen ist, mit denen ich überhaupt jemals zusammenarbeiten durfte. Aus zeitlichen Gründen hat Orkun bei der zweiten Staffel jedoch nur ganz am Anfang etwas mitarbeiten können - und ist dann als Autor erst wieder bei den letzten drei, vier Folgen dazugekommen. Die anderen Folgen sind jedoch trotzdem so geworden, dass man den Unterschied kaum merkt. Soll heißen: Ich glaube, wenn das Team im Hintergrund - also Autoren, Produzenten und Redakteure - sehr genau wissen, was sie tun und an einem Strang ziehen, dann ist das so eine Art Showrunner-Prinzip, aber vollkommen anders als in den USA.
Aber ist es nicht so gewesen, dass früher auch deutsche Serien sehr viel stärker von einer Autorenpersönlichkeit (z.B. Menge, Lichtenfeld, Stromberger) geprägt worden sind?
Früher hatten Sie aber auch drei Jahre Zeit, von der ersten Staffel auf die zweite Staffel zu warten, weil es nicht die gleiche Konkurrenz wie heute gab. Ob ich jetzt ein oder zwei Jahre auf die nächste Staffel der „Drombuschs“ gewartet habe, spielte da keine Rolle, denn an den „Drombuschs“ kam ich ohnehin nicht vorbei. Das ist heute anders. Es wird schneller produziert. Es wird mehr produziert. Wir stehen in einer völlig anderen Konkurrenzsituation.
Wie ist das vom Finanziellen her? Macht es einen Unterschied, ob ich mit einem festen Autor oder mit vielen Freelancern arbeite?
Nein, keinen großen. Ich betreue auch die „SOKO 5113“, die 20 Folgen pro Jahr hat, die von verschiedenen Autoren geschrieben werden. Wenn ich die 20 Folgen von einem Autor schreiben lassen würde, dann müssten wir auf die nächste Staffel drei Jahre warten. Hinzu kommt, dass bei einem System mit mehreren Autoren auch Nachwuchsautoren ganz anders gefördert und ausgebildet werden können. Plus: Die Erteners, Lichtenfelds und Strombergers fallen auch nicht vom Himmel. Leider...
In Teil 2 des Interviews, das morgen an dieser Stelle erscheint, sprechen wir mit Axel Laustroer u.a. über Serienadaptionen, die neuen Formate des ZDF und darüber, was eine SOKO zur SOKO macht.
Update: KDD: Interview mit Axel Laustroer (Teil 2)
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Christian Junklewitz am Mittwoch, 30.April 2008 12.00 Uhr
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