Joey: Review zum Serienstart auf «ProSieben»

Ab Samstag Mittag bei ProSieben: „Joey“
© NBC Universal
Am morgigen Samstag um 13:05 Uhr beginnt der deutsche Sender ProSieben - endlich, wie einige sagen werden - mit der Ausstrahlung des „Friends“ Spin-off „Joey“, in dem es den hoffnungsvollen Schauspieler Joey Tribbiani (Matt LeBlanc) nach Hollywood verschlägt.
Vorgeschichte
(Für den eiligen Leser: mit dem eigentlichen Review geht es auf Seite 2 los.)
In der Sommerpause vor der zehnten Staffel von „Friends“ wurde bekannt gegeben, das Joey Tribbiani seine eigene Spin-off Serie bekommen würde. Damit war das Ende von „Friends“ besiegelt, und auch die damalige Romanze zwischen den Friends Joey und Rachel hatte offensichtlich keine Zukunft.
Der amerikanische Sender NBC hatte nämlich ein Problem: über Jahre hinaus war er mit seinen Comedys - „Seinfeld“, „Friends“, „Cheers“, „Frasier“ und „Will & Grace“ erfolgreich gewesen. Doch in den letzten Jahren waren keine guten und/oder zuschauerstarken Formate nachgewachsen. Mit dem absehbaren bzw. geplanten Ende der drei Flaggschiffe „Friends“, „Frasier“ und „Will & Grace“ brauchte man ein neues, erfolgreiches Format. Was böte sich da mehr an, als ein Spin-off des wieder Fahrt aufnehmenden Sitcom-Flaggschiffs „Friends“.
So erhielt das Spin-off „Joey“ denn auch den (begehrten) alten Sendeplatz von „Friends“, der Hauptdarsteller Matt LeBlanc speckte über den Sommer ein wenig ab und der Herbst 2004 kam. Die Einschaltquoten der neuen Sitcom ließen sich zwar schönreden, kamen aber bei weitem nicht an den berühmten Vorgänger heran.
So begann ein knapp zwei Jahre andauerndes Feilen an der Serie, die dann doch mitten in der zweiten Staffel - trotz fertig produziertem Staffelende - aus dem Programm genommen wurde. Schnell suchten sich die Darsteller wenn möglich neue Beschäftigungen. Auch auf DVD wurde die zweite Staffel (bisher) nicht veröffentlicht.
Enter ProSieben. Nachdem es zunächst geheißen hatte, RTL habe die Rechte für „Joey“ erworben, tauchte „Joey“ schließlich in den Programmankündigungen des ehemaligen Friends-Senders auf. Und wurde auch hier gerne mal trotz Ausstrahlungsankündigung nach hinten verschoben, zuletzt vor knapp einem Jahr (Serienjunkies vom 17. Januar 2007).
Jetzt startet die Serie also, Samstags um die Mittagszeit. Von Promotion ist kaum etwas zu merken, der Sendeplatz spricht ja auch nicht dafür, das man sich auf Senderseite sonderliche Zuschauerresonanz erhofft. Versenden nennt man das. Nicht mal für das Versenden von Screener-DVDs mit der synchronisierten Fassung an die einschlägigen Onlinemedien hat es gereicht - so muss denn dieser Review ohne eine Berücksichtigung der Synchronisation auskommen.
Bei Sitcoms ist deren Kustfertigkeit nun meist der Unterschied zwischen erträglich und unerträglich - denn im Gegensatz zu dramatischen Monologen lassen sich quirlige Wortgefechte, Pointen und popkulturelle Anspielungen nur schlecht gleichwertig übersetzten - und wegen der Notwendigkeit des humoristischen Timings noch schlechter Synchronisieren.
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Bernd Michael Krannich am Freitag, 1.Februar 2008 13.00 Uhr
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