Jekyll: Review zum Serienstart bei ARTE

Jekyll: Review zum Serienstart bei ARTE
„Jekyll“: Spannende BBC-Produktion ab heute auf ARTE
(c) Hartswood Film

Der deutsch-französische Kultursender arte zeigt heute und an den nächsten fünf Freitagen jeweils um 22.30 Uhr die britische Mysteryserie „Jekyll“ aus dem Jahr 2007 - und eröffnet damit einen Reigen von neuen, innovativen europäischen TV-Serien, die zukünftig auf diesem Sendeplatz zu sehen sein sollen.

Inhalt

„Jekyll: Review zum Serienstart bei ARTE“ nachzulesen bei Serienjunkies

Dr. Tom Jackman (James Nesbitt, „Murphy's Law“) hat alles, was ein Mensch zum Glücklichsein braucht: Eine ihn sehnsüchtig liebende Frau (Gina Bellman, „Coupling“), zwei bezaubernde Kinder und einen gut gehenden Job an einem Forschungsinstitut. Doch schon seit einigen Monaten steht sein ganzes Leben Kopf: seit die Blackouts angefangen haben und er gemerkt hat, dass er in seinem Körper nicht allein ist.

Abend für Abend nimmt eine andere Person, ein dunkles, unheimliches Wesen von ihm Besitz. Dieser Wandel ist nicht rein psychischer Natur. Auch physisch verändert sich Tom - sein anderes Selbst ist größer, stärker und schneller als er, ausgestattet mit nahezu übernatürlichen Fähigkeiten und Kräften. Tom und sein der Andere, der ganz von animalischen Trieben und Gelüsten besessen scheint, kommunizieren über ein Diktiergerät miteinander, das sie immer bei sich tragen. Um ihr Zusammenleben besser zu regeln - und um herauszufinden, was überhaupt vor sich geht, engagiert Tom die in Psychatrie ausgebildete Krankenschwester Katherine (Michelle Ryan, „Bionic Woman“).

Während er sich immer mehr von seiner Frau und auch von Kollegen wie seinem Freund Peter Syme (Denis Lawson, „Bleak House“) entfremdet, kommt Tom rätselhaften Vorgängen auf die Spur, die seine Verwandlung umgeben. Da ist zum einen dieser schwarze Van, der ihn im Auftrag des sinistren Benjamin (Paterson Joseph, „Survivors“) beschattet. Und zum anderen die beiden Privatdetektivinnen Miranda (Meera Syal) und Min (Fenella Woolgar), die ihn erst im Auftrag seiner Frau beobachtet haben - die Überwachung dann jedoch gegen die Zahlung einer hohen Summe aufgegeben haben.

Von den beiden Frauen erfährt er jedoch, dass es einen Fall wie seinen schon einmal gegeben hat: einen gewissen Dr. Jekyll, dessen Fall von dem mit ihm befreundeten Schriftsteller Robert Louis Stevenson in einem Roman fiktionalisiert wurde. Das Merkwürdige: Ein Foto von Dr. Jekyll zeigt, dass Tom ihm wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht, Dr. Jekyll jedoch keine Nachfahren oder Verwandten hatte...

Kritik

Man muss am Anfang vielleicht ein bißchen Geduld mitbringen. Denn „Jekyll“ lässt sich durchaus etwas Zeit mit der Exposition, um Figuren, Atmosphäre und Konflikte erst einmal nach und nach einzuführen. Spätestens mit dem ersten Auftauchen von Toms anderem Selbst, welches später (in Anlehnung an den Roman) den Namen Mr. Hyde erhält, wird die Serie jedoch zu einem überaus packenden Mysterythriller, der geschickt das Drama um die doppelte Identität mit Elementen des Paranoia-Verschwörungsthrillers und sparsam, aber wirkungsvoll eingesetzten Horroreffekten kombiniert.

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Christian Junklewitz am Freitag, 9.Januar 2009 10.00 Uhr

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