Interview mit Lauren Velez: «Im Endeffekt gibt es viel Blut…»

Lt LaGuerta nahm sich Zeit für Serienjunkies bevor es zum Set ging.

Interview mit Lauren Velez: «Im Endeffekt gibt es viel Blut…»
Lauren Velez als Lt. LaGuerta in Dexter
(c) 2008 Showtime Networks, Inc.

Heute Abend startet die zweite Staffel „Dexter“ bei Premiere und Serienjunkies hatte die Möglichkeit mit Lauren Velez (Lt. LaGuerta) zu sprechen.

Cop-Tochter Lauren Velez spricht mit uns über starke Frauenrollen, moralische Vorbehalte, den Look der Serie und die Rückkehr der Schweißflecken in Staffel 3. Spoiler für Staffel 2 und 3 zur Serie „Dexter“ werden noch einmal im Text erwähnt.

„Interview mit Lauren Velez: «Im Endeffekt gibt es viel Blut…»“ nachzulesen bei Serienjunkies
SJ: Die Show Dexter ist mit starken Frauenrollen gespickt. War das etwas, was Du an dem Skript sehr mochtest?

LV: Um ehrlich zu sein, hatte ich anfangs ein Problem mit der Rolle. Ich spielte bereits eine Polizistin in der Serie New York Undercover und eine Ärztin in OZ, einer sehr harten Gefängnisserie. Somit wollte ich eigentlich etwas Leichteres spielen, vielleicht eine Comedy (lacht)? Als mir die Rolle vorgestellt wurde, wollte ich nicht schon wieder ein Cop sein. Als sie mir dann noch sagten, es ginge um einen Serienkiller, war ich der Show sehr ambivalent gegenüber eingestellt. Nach dem Lesen der brillanten Skripte mit den großartigen Charakteren konnte ich jedoch einfach nicht nein sagen.

SJ: In den Originalbüchern von Jeff Lindsey wird LaGuerta anders dargestellt als in der Serie und stirbt auch relativ zeitig. Hat es mit Deiner eindringlichen Portraitierung zu tun, dass die Autoren die Rolle der LaGuerta umgeschrieben und vor allem am Leben gelassen haben?

LV: (lacht) Danke Dir. Ich hoffe das ist wahr. Also sage ich jetzt „Ja, das stimmt“ (lacht). Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich weiß aber, dass die Rolle im Buch einen richtig gemeinen Zug hatte und irgendwie nicht wirklich menschlich wirkte. Ich wollte ihr das auf jeden Fall in der Serie geben. Sie war nicht besonders „smart“ im Buch und ich dachte mir: Wäre es nicht schön, wenn sie es wäre? Ich fand die Vorstellung spannend, in einzelnen Momenten zu sehen, was LaGuerta alles aufgeben musste - Familie, Freundschaft etc. - um dahin zu kommen, wo sie heute ist. Was musste sie alles tun, um sich in dieser Männerwelt behaupten zu können.

SJ: Wir sahen in der ersten Staffel eine menschliche LaGuerta in der Episode: „Ein Sturm zieht auf“ wo sie einen Jungen unter ihre Fittiche nimmtÖ

LV: Ja, die Episode ist sehr schön. Viele Leute dachten, dass LaGuerta einen mütterlichen Instinkt gegenüber dem Jungen entwickelt. Für mich war das aber alles viel mehr. LaGuerta hat das Verlangen, dem Jungen ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Sie war auch jemand wie dieser Junge, der mit einem Boot in die USA kam und kein Zuhause hatte und nun will sie ihm ein Gefühl von Sicherheit und Familie geben. Sie will nicht, dass der Junge diese Einsamkeit spürt, die LaGuerta immer noch in sich trägt. Wenn du damit aufwächst, wird dieses Gefühl der Einsamkeit und Andersartigkeit ein Teil von Dir. Es war toll, diese Seite nur für einen Moment zeigen zu können und sie dann wieder die alte LaGuerta werden zu lassen. Eine solche Szene gibt es auch mit Debra in der Damentoilette. Generell ein Ort, an dem man sich immer unwohl fühlt und sie hat diesen Moment der Offenheit mit ihr. Am Anfang war es ehrlich gesagt sehr frustrierend, diese Schichten der Rolle hervorzuholen, aber jetzt muss ich gestehen, dass es sich wirklich gelohnt hat.

Links dieses Beitrags: Dexter, Lauren Velez
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Hanna Huge am Montag, 20.Oktober 2008 17.00 Uhr

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