Indiana Jones 4: Review zum Soundtrack


Indiana Jones 4: Review zum Soundtrack
OST: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Music Composed and Conducted by John Williams

Label: Concord/Universal
VÖ: 23.05.2008
Spielzeit: ca. 77 Minuten
Bewertung: 3 von 5 Sternen

Pünktlich zum Kinostart des aktuellen „Indiana Jones“-Streifens, wurde auch der Soundtrack zu „Indiana Jones and The Kingdom of The Crystal Skull“ am 23. Mai 2008 veröffentlicht. Ob der Hype zurecht abgeklungen ist, hat Serienjunkie Sebastian Detzler, diesmal in „Kinomission“, überprüft.

Ähnlich wie bei dem Film, war doch, an sich, von vorneherein klar, was von diesem Soundtrack zu erwarten war. Nicht, dass der mittlerweile 76-jährige John Williams nicht durchaus noch überraschen könnte - dies hat er vor nicht all zu langer Zeit z.B. noch mit den „Scores“ zu „Minority Report“, „Krieg der Welten“ oder der „Harry Potter“-Reihe eindrucksvoll bewiesen. Woher kommt es also, dass sich viele Fans seiner Werke beschweren und auch der Rezensent hier nichts wirklich Neues entdecken kann?

„Indiana Jones 4: Review zum Soundtrack“ nachzulesen bei Serienjunkies

Was man jedenfalls festhalten kann, ist, dass es kaum am hohen Erwartungsdruck gelegen haben kann. Natürlich lieben alle Fans das den Soundtrack eröffnende „Raider’s March“. Und natürlich ist es extrem vorhersehbar, die Zusammenstellung gerade mit dem Titelstück zu beginnen. Aber wäre das allein alles gewesen, wäre sicherlich nur in wenigen Kritiken das Wort „Selbstzitat“ zu lesen gewesen.

Allerdings bleibt das auch hier öfter als nur im Opener vorkommende Titelthema nicht der einzige Moment, dass das Williams geschulte Ohr Altbekanntes in neuer Form entdeckt. So werden im gesamten Soundtrackkontext andauernd Erinnerungen an alte „Jäger des verlorenen Schatzes“- und/oder „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“-Zeiten wach. Dabei handelt es sich auch keineswegs nur um die jeweils relativ unterschiedliche Grundstimmung der beiden Vorzeigewerke, sondern manchmal fragt sich der Hörer durchaus, welche CD da gerade im Abspielgerät rotiert.

So hinterlassen vor allem Stücke wie „The Snake Pit“ oder das dahinter platzierte „The Spell of the Skull“ trotz ihrer eigentlich zelebrierten Pracht einen faden Beigeschmack. Eben genau hier liegt die Schwäche des Soundtracks: im Gesamten ist er mal wieder wunderbar durchzuhören - die Stücke wirken gut platziert, die Grundstimmung des Filmes ist gut getroffen, die Spannung prima inszeniert, aber es gibt einfach zu viele, jawoll, Selbstzitate. Hätte Williams sich etwas mehr auf seine Originalität verlassen (dürfen?), wäre hier mit Sicherheit mehr drin gewesen.

In dieser Art und Weise bleibt es zwar ein Pflichtkauf für Fans, obwohl einige von diesen sich sicherlich auch ein Stückchen betrogen fühlen dürfenÖ

Bewertung: 3 von 5 Sternen

Tracklist

01 Raider’s March
02 Call of the Crystal
03 The Adventures of Mutt
04 Irina's Theme
05 The Snake Pit
06 The Spell of the Skull
07 The Journey to Akator
08 A Whirl Through Academe
09 Return
10 The Jungle Chase
11 Orellana's Cradle
12 Grave Robbers
13 Hidden Treasure and the City of Gold
14 Secret Doors and Scorpions
15 Oxley's Dilemma
16 Ants!
17 Temple Ruins and the Secret Revealed
18 The Departure
19 Finale

Sebastian Detzler am Montag, 16.Juni 2008 13.00 Uhr

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