Importprobleme: Die 10 schlechtesten eingedeutschten Serientitel
Deutsche Titel von US-Serien können manchmal ziemlich lächerlich sein

Der Titel der Serie ist „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ und hat nix mit Popsternchen zu tun
(c) 2007 FOX
Ob unselige Anhängsel wie „Grey's Anatomy“ oder komplette Verfälschungen wie „Alles Betty“: Wenn es darum geht, englische Serientitel für das deutsche Fernsehen zu übersetzen, kommen die Macher auf selten dämliche Ideen.
1. Wenn im Januar „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ in Deutschland anläuft, dann mit einem gekürzten Titel, was für deutsche Verhältnisse recht ungewöhnlich ist. Aber dazu später mehr. Auf ProSieben wird die Serie jedenfalls als „Terminator: S.C.C.“ laufen. So wolle man vermeiden, dass sich Zuschauer an die ebenfalls beim Sender beheimatete Sängerin Sarah Connor erinnert fühlt. Aha. Wer wegen des neuen Titels statt an das Popsternchen nun doch an Arnold Schwarzenegger denkt, liegt goldrichtig: Die Serie erzählt, was sich zwischen dem zweiten und dem dritten Film der „Terminator“-Reihe ereignet hat.
2. Die Serie „My so-called life“ mit Claire Danes überlebte zwar die erste Staffel nicht, ist aber dennoch bis heute unvergessen - in Deutschland allerdings unter dem Titel „Willkommen im Leben“, der das Lebensgefühl des Teenagers Angela Chase nicht annähernd so gut einfängt wie der Originalname. Ähnlich erging es auch der Serie „Boy meets world“, bei uns als „Das Leben und ich“ zu sehen.
3. In den Achtzigern und Neunzigern war es „Married with children“, die kultige Serie um Al Bundy und Töchterchen Dumpfbacke, die einen merkwürdigen Titel wie „Eine schrecklich nette Familie“ verpasst bekam. Das Pendant der jüngeren Vergangenheit ist die schwarze Familie Kyle aus der US-Serie „My Wife And Kids“. Daraus wurde fürs deutsche Publikum ausgerechnet „What's up dad?“. Dieses Möchtegern-coole Getue erklär mir mal einer.
4. Familienbezeichnungen im Serientitel sind übrigens nach wie vor sehr beliebt: „8 Simple Rules“ hieß „Meine wilden Töchter“, und aus „Grounded For Life“ wurde „Keine Gnade für Dad“. Letzteres vermutlich deshalb, weil man glaubte, der gemeine Deutsche könne mit dem Ausdruck „to be grounded“ (Hausarrest bekommen) nichts anfangen.
5. Das mangelnde Vertrauen in die Sprachfähigkeiten des deutschen Zuschauers erklärt jedoch nicht, wie die Serie „Three's company“ zu dem selten dämlichen Titel „Herzbube mit zwei Damen“ kam.
Carolin Neumann am Montag, 5.Januar 2009 12.00 Uhr
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