Heroes: Review zur Deutschlandpremiere
Mohinder - der in die New Yorker Wohnung seines Vaters einzieht - lernt seine Nachbarin Eden McCain (Nora Zehetner, „Everwood“) kennen, die auch schon seinem Vater eine Freundin in der fremden Umgebung war.
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| Dabei ihre Grenzen auszutesten: Claire Bennet © NBC |
Bemerkungen
„Heroes“ entwickelte sich in den USA schnell zu Publikumsliebling - und das nach Ansicht dieses Rezensenten zurecht. Der Serie gelingt es in hohem Maße, dramatische und fantastische Elemente um die Spannung einer Mystery-Serie zu erweitern und so ein fesselndes Fernseherlebnis zu kreieren, dass auch optisch zu überzeugen weiß.
Im Vordergrund von „Heroes“ stehen die einzelnen Figuren. Durch ihre neuen Fähigkeiten - die sie teilweise erst ergründen müssen, und von deren Herkunft sie keine Ahnung haben - werden die meisten aus ihrer gewohnten Alltagsbahn geworfen und gezwungen, sich selbst neu zu finden. Ihre gewachsene Macht stellt sie vor das Problem jedes „Superhelden“: wie verwende ich meine Kräfte?
Anders, als in den meisten Superheldenmedien sind die Heroes zunächst auf sich alleine gestellt: es gibt keine gleichartigen Vorbilder in der Welt, die Charaktere kommen sich teilweise wie Monster oder Mutanten vor, die nicht in die bekannte Welt passen. Diese Momente und Szenen sind im allgemeinen mit sehr viel Tiefe gespielt und gut inszeniert.
Die fantastischen Fähigkeiten der Heroes bieten immer wieder Gelegenheit für eine gewisse „Großartigkeit“ in der Inszenierung. Als z.B. Claire Bennet einen verunglückten und in Brand geratenen Zug sieht, kann sie nicht anders, als ihre Kräfte an diesem neuen „Hindernis“ zu messen. Eben solche Gelegenheiten ergeben sich bei anderen Heroes.
„Heroes“ ist ein großes Puzzle, das geschickt angelegt wurde. Die Handlung der ersten Staffel - das sei hier angemerkt ohne damit zu viel zu verraten - bietet eine in sich abgeschlossen Story. Daher funktioniert die Serie auch als komplexes Mosaik, in dem einzelne neue Steine immer neue faszinierende Bilder ergeben. So ist ja die Figur Isaac Mendez in der Lage, die Zukunft zu malen - und jede Zuordnung eines seiner Bilder zu einem konkreten Ereignis gibt dem Gesamtbild eine faszinierende neue Nuance.
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