Golden Globes 2010: Die Verleihung

Jesus war er nicht: Ricky Gervais als Moderator der Golden Globes
(c) HFPA/Golden Globes 2010
Ein durchwachsener Moderator, Michael C. Hall mit Mütze, langweilige Präsentatoren und der Preis für die beste Comedy des Jahres an den Neuling „Glee“. Die 67. Verleihung hatte ihre Höhen und Tiefen. Serienjunkies blickt auf einen langen Abend.
Die 67. Verleihung der Golden Globes beginnt mit dem ersten Auftritt von Ricky Gervais als Moderator der Sendung. In der soliden, aber nicht herausragenden Einführung, lästert der britische Komiker wie immer über die amerikanischen Office-Stars, allen voran natürlich über Steve Carell. Carell spielt seine Rolle in der amerikanischen Kopie des britischen Originals von „The Office“. Es folgt Humoristisches über seinen Penis, die Schönheitsoperationen der weiblichen Stars und ein Witz zum Adoptivwahn von Angelina Jolie. Aber die Show sollte beginnen, denn sonst tauscht man ihn noch gegen Jay Leno aus.
Nicole Kidman kommt anscheinend aus der Kälte und sorgt mit ihrem hautfarbenden Kleid fast für ein erneutes Nippelgate, als sie den Preis an Mo‘Nique für die beste Nebendarstellerin in einem Filmdrama überreicht. Bewegend bedankt sie sich bei ihren Kollegen und verdeutlicht auch in der Rede, was für eine fantastische Arbeit sie als gewalttätige Mutter in dem Drama „Precious“ abliefert.
Im Serienbereich
Sofia Vergara („Modern Family“) und Matthew Fox („Lost“) präsentieren ohne Einleitung die Kategorie der besten Hauptdarstellerin in einer Comedy und Toni Collette gewinnt wie bei den Emmys für die verschiedenen Rollen in der Showtime-Serie „United States of Tara“. Bei der letzten Verleihung war sie noch auf der Toilette gewesen, nun dankt sie Steven Spielberg und Diablo Cody. „Cheers, have a great night“.
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| Michael C. Hall © HFPA/Golden Globes 2010 |
Es beginnt die Zeit für „Dexter“. Nachdem John Lithgow als bester Nebendarsteller abräumt, wird Michael C. Hall als bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie mit dem Golden Globe geehrt. Hall gab erst vor wenigen Tagen bekannt, dass er unter dem Hodgkin-Lymphom leidet (Serienjunkies vom 14. Januar 2010). Mit schwarzer Mütze, ohne Kotletten und mit einem deutlichen Fleck auf der rechten Wange bedankt er sich artig und erwähnt mit keinem Wort seine Erkrankung. In der Kategorie der besten weiblichen Dramadarstellerin kann sich Julianna Margulies gegen die vielen Vorjahresgewinnerinnen durchsetzten und erhält den Golden Globe für ihre Rolle in „The Good Wife“. In einem etwas ungünstigen roten Kleid gibt es ein Küsschen für ihren ehemaligen Serienpartner George Clooney („Emergency Room“) auf dem Weg zur Tribüne und viel Dank an den Sender CBS.
„Chuck“-Star Zachary Levi amüsiert sich mit Amy Poehler und beide überreichen den „Mad Men“ den Preis für die beste Dramaserie. Zum dritten Mal in Folge kann somit Matthew Weiner seine Dankesrede halten. Im Comedybereich wird der langweilige Siegeszug der beiden ewigen Sieger unterbrochen: „30 Rock“ wird von Neuling „Glee“ geschlagen. Ryan Murphy und sein Team erscheinen sichtlich gerührt auf der Bühne.
Chloe Sevigny wird für ihre hervorragende Leistung in der dritten Staffel von „Big Love“ belohnt und betont ihren berüchtigten Modestil in einem wallenden Gewand über den selbst der Damenbegleiter zur Bühne stolpert.
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Hanna Huge am Montag, 18.Januar 2010 08.30 Uhr
3 Leserkommentare
| Interrogation Bear vor 3 Jahren: | Platz 81 in der Community Top-100 |
Wenigstens sind die Awards gut verteilt. Irgendwie war es schon peinlich, wenn im Serienbereich "30 Rock" und "Mad Men" immer alles gewonnen haben. Allerdings darf man den GG sicher nicht überbewerten, denn anders als bei allen anderen Awards, wo Mitglieder der Industrie sich gegenseitig Preise verleihen, findet hier der Abstimmungsprozess unter knapp 100 drittklassigen Journalisten, die in ihrer Heimat niemand kennt statt. Von daher ist es kaum verwunderlich, dass Emmys und SAG-Awards bei den Schauspielern wesentlich mehr gelten, als Golden Globes. | |
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| Peeeace91 vor 3 Jahren: | Platz 56 in der Community Top-100 |
Irgendwie leicht öde dieses Jahr die Veranstaltung jetzt von der Unterhaltung her gesehen... den Host kann ich eh nicht leiden und lustig find ich den auch nicht.... | |
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| elgebe vor 3 Jahren: | Platz 29 in der Community Top-100 |
Für meinen Geschmack viiiiiiiiel zu wenig Ricky Gervais. Was der sich alles live sagen traut, da zucken anderswo ganze Hundertschaften von Hosts aus Angst um zukünftige Engagements zurück. Er kann sich's halt leisten, weil er a) intelligent und schlagfertig genug ist und b) Geld wie Heu haben dürfte. | |
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