Golden Globes 2009: „Mad Men“ und „30 Rock“ die Gewinner
Preisregen für HBO-Miniserie „John Adams“

Erneut Abräumerin des Abends: Tina Fey mit „30 Rock“
(c) (c) 2007 NBC
Am gestrigen Abend sind im Beverly Hilton in Los Angeles die 66. Golden Globe Awards der Hollywood Foreign Press Association verliehen worden. In den Top-Serienkategorien gewannen dabei, wie schon bei den Emmy Awards letztes Jahr, „Mad Men“ als beste Drama- und „30 Rock“ als beste Comedyserie.
Wirkliche Publikumsrenner sind es beide nicht (solche waren aber - mit Ausnahme von „House“ - auch gar nicht nominiert): Vorjahressieger „Mad Men“ mit seinen unter zwei Millionen Zuschauern auf AMC (Serienjunkies vom 28. Oktober 2008) und „30 Rock“ mit seinen durchschnittlich 6,5 Millionen Zuschauern in der vergangenen Season auf NBC. Dessen ungeachtet kommt die Auszeichnung für beide Serien mehr als verdient und kann ja vielleicht doch - allen Unkenrufen über die Wirkungslosigkeit solcher Preise zum Trotz - den ein oder anderen Zuschauer zum Einschalten bewegen.
Das Erfolgsrezept von „30 Rock“ sind - neben dem erfrischend anderen Blick auf das Single-Leben - natürlich vor allem die großartige Kombination der beiden Hauptdarsteller Tina Fey und Alec Baldwin. So war es fast nur folgerichtig, dass beide auch die Auszeichnungen in den Schauspielerkategorien mitnahmen und damit - ebenfalls wie bei den Emmy Awards - zum großen Abräumer in der Kategorie Comedy wurden.
Während das faszinierende Sittengemälde „Mad Men“ in der Kategorie Beste Dramaserie als Sieger hervorging, waren es Gabriel Byrne, der mit seiner Darstellung des Psychologen Paul Weston das HBO-Kammerspiel „In Treatment“ trägt, und Anna Paquin aus der neuen Vampirserie „True Blood“ (ebenfalls HBO), die die Preise als Beste Hauptdarsteller in einer Dramaserie mit nach Hause nehmen durften.
Einen regelrechten Homerun hatte HBO auch mit seiner historischen Miniserie „John Adams“: So konnte die Sendung in den Kategorien Beste Miniserie, Bester Hauptdarsteller Miniserie (Paul Giamatti), Beste Hauptdarstellerin Miniserie (Laura Linney) und Bester Nebendarsteller (Tom Wilkinson) abräumen. Lediglich die Kategorie Beste Nebendarstellerin ging an den - ebenfalls hochpolitischen - TV-Film „Recount“ (HBO) mit der Auszeichnung von Laura Dern.
Alles in allem also wenig Überraschungen. Einzig ein kleiner Seufzer, dass es der großartige Neil Patrick Harris aus „How I Met Your Mother“ auch bei seiner wiederholten Nominierung für einen der großen US-Fernsehpreise nicht geschafft hat.
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Christian Junklewitz am Montag, 12.Januar 2009 08.30 Uhr
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