Fringe: Walter vs. The Priest - and vs. The Network

Review der Episode 2x11

Fringe: Walter vs. The Priest - and vs. The Network
Ich liebe die Walters der TV- und Kinowelt!
© 2009 FOX // Warner Bros. Television // Bad Robot

Eigentlich sollte die „Fringe“-Episode „Unearthed“ verloren und vergessen bleiben, aber FOX teilte diese Meinung nicht und machte daraus einen Event-Montag. Serienjunkies.de-Redakteur Vladislav Tinchev überprüfte für euch den geistigen Zustand der Verantwortlichen.

Wie so oft bei „Fringe“ bildet die Handlung der Episode eine Metapher über die Serie selbst - nur leider diesmal eine negative. Über die Jahre hat FOX eine perverse Vorliebe dafür entwickelt, sich - mit Walter Sobchak gesprochen (seit „Chuck“s Anspielungen auf „The Big Lebowski“ kriege ich den Film nicht mehr aus dem Kopf) - in die Welt des Schmerzes zu begeben. Hat jemand eine plausible Erklärung dafür, warum FOX sich zu diesem Schritt entschlossen hat? Worum kann es den Verantwortlichen nur gegangen sein: neue Zuschauer zu gewinnen? Sendeplatz zu füllen? Zum wiederholten Mal zu beweisen, dass sie ins Guinness-Buch der Programm-Blackouts gehören? Dabei hat doch FOX oft ein gutes Händchen beim Programmieren - Beispiel „24“. Vielleicht bin ich aber auch zu kritisch, weil ich dem Sender den Umgang mit „Firefly“ und „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ nicht verzeihen kann! Wie dem auch sei: FOX hat die nicht ausgestrahlte „Fringe“-Episode „Unearthed“ aus der ersten Staffel auf dem Montagsendeplatz hinter „House“ platziert. And guess what: Charlie lebt! Yes!! No? Yes? Ruhig, eins nach dem anderen - oder wie Walter aka Heisenberg („Breaking Bad“) sagen würde: Relax!

„Fringe: Walter vs. The Priest - and vs. The Network“ nachzulesen bei Serienjunkies

Gerade entdecke ich, dass ich eine Vorliebe für Walters entwickelt haben muss. Walter Bishop ist der dritte im Bunde und der einzige Lichtblick in „Unearthed“ - einer Episode, die unausgestrahlt hätte bleiben sollen: Es handelt sich um eine reine Procedural-Episode, die sich keinesfalls in die fortsetzungslastige zweite Staffel fügt. Kurz und schmerzlos: Bei einem komatösen Mädchen namens Lisa Donovan werden die Geräte ausgeschaltet; ihre Organe sollen zur Transplantation freigegeben werden. Da wacht die Tote plötzlich auf und fängt an, in Zahlenkombinationen und auf Russisch zu reden. Die Zahlen erweisen sich als streng geheime militärische Codes, die nur der ranghohe Navy-Offizier Andrew Rusk kennen könnte. Der aber wird vermisst. Während Lisas sekundenlangen Todes scheint der Geist des ebenso toten (getöteten) Rusk ihr einen Besuch abgestattet zu haben... Nun, dieser Besuch dauert an, wie es Besucher so machen.

Walter (John Noble) entscheidet sich, der Theorie der Seelenwanderung eine Chance einzuräumen. So kommen wir zu der sehr unterhaltsamen Szene, in der Walter dem Priester der Familie ein paar Takte zum Thema Religion vs. Wissenschaft erzählt und fast handgreiflich wird. Zurück zum Thema: Exorzismus. In all den Jahrhunderten ist es der Kirche nie eingefallen, zur Effizienzerhöhung des Ganzen Drogen einzusetzen. Zum Glück hat man nun Walter, dem Lisas Mutter eher vertraut als dem Priester oder Gott. Der Exorzismus wird also im Walter-Style durchgeführt. Der Scheinerfolg führt dazu, dass Rusk aka Lisa die Verantwortliche für seinen Tod zu bestrafen versucht: seine Ehefrau. Aber: ein anderer Wiedergeborener rettet den Tag, nämlich Charlie (Kirk Acevedo) ...

O.k., jetzt ist Schluss. Die Episode bekommt langsam mehr Platz, als sie überhaupt verdient hat. Aus welchem Grund auch immer FOX sie nun ausgestrahlt hat: es war eine schlechte Idee. Den „Fringe“-Fans brachte diese Episode nämlich nichts - bis vielleicht auf die Erinnerung, wie gut die Charaktere Olivias (Anna Torv) und Charlies harmonierten. Und das, nachdem die Fans gerade dabei sind, Charlies Abwesenheit zu überwinden... Toll gemacht, FOX! Für Nicht-Fans von „Fringe“ und diejenigen Zuschauer, die nach „House“ weiter geschaut haben, war „Unearthed“ keinesfalls die passende Einladung, noch mehr Sehzeit in „Fringe“ zu investieren. Fazit: Lose-Lose-Situation, FOX.

Vladislav Tinchev am Donnerstag, 14.Januar 2010 15.00 Uhr

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7 Leserkommentare

MaNu21 vor 3 Jahren:Platz 62 in der Community Top-100

der Meinung bin ich nicht ... ich finde es gut das die Folge noch das Licht der Welt erblickt hat und nicht einfach im Archiv landet. Eine neue Folge ist eine neue Folge und schön anzusehen. Da mag man das auftauchen eines verstorbenen Charakters verschmerzen können.

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Wetterfrosch vor 3 Jahren:Platz 67 in der Community Top-100

ich schließe mich MaNu21 an

ich finde es gut das FOX die episode überhaupt noch gesendet hat sondern sich enrschlossen hat sie zu zeigen

hoffe das sie auch im deutschen fernsehn gesendet wird

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sheepyie vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Warum schreibt jemand eine Review über die Folge einer Serie, die er wohl eh nicht mag?? Nur um zu meckern??

Das mit Charlie war ja wohl lange genug vorher geklärt gewesen, dass dies eine alte Folge ist und somit Charlie noch als Charlie mitspielt. Ich fand es sogar schön, ihn noch mal so'n bisschen als Helden zu sehen.

Walters Zoff mit dem Priester fand ich als Heidenkind auch sehr amüsant. So wie die ganze Folge als Standalone-Folge sehr gut war. Fringe ist nun mal nicht 24 oder Lost, wo jede Folge den roten Faden weiterspinnen muss, sondern es gab eben immer Folgen, die nur für sich selbst standen und Folgen, die eben die Geschichte weiter gebracht haben.

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sjunk vor 3 Jahren:letzter Platz in der Community Top-100

Was soll denn bitte dieser Beitrag? Erstens ist die Programmpolitik bei NBC wohl viel übler... Zweitens gab es bereits einige Procedural-Episoden, welche viel schlechter waren als die gezeigte Folge (denke an Folgen mit genmanipulierten Tieren oder etwa Medikamentenversuche), die dann nicht kritisiert wurden. Der Zeitpunkt der Ausstrahlung mag zwar nicht gerade gelungen sein, aber hauptsache ist doch wirklich, dass wir die Folge zu sehen bekamen. Auch wenn die Idee nicht übermässig originell war, war sie gut umgesetzt (Anleihen von Identity). Zudem sah Anna Torv sehr schön aus...

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DerBishop vor 3 Jahren:

Ich schließe mich sheepyis Meinung an es gibt nicht immer einen "Rotenfaden" das ist wie früher bei X-Files es gab die Alienfolgen die, die Geschicht vorantreiben und die Monsteroftheweek folgen die nicht umbedingt etwas mit der grundstoryline zutun haben muß.

Also ich fand die folge sehr gut und es hat mich überhaubt nicht gestört Charlie wieder zusehen

-

zuletzt geändert:14.01.2010 20:36

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bigbamdaddy vor 3 Jahren:Platz 82 in der Community Top-100

Die Ausstrahlung ist absolut kein Problem. Das einzige was unglücklich ist, ist die Bezeichnung der Folge als 2x11. Ich weiß nicht in wiefern der Sender deutlich gemacht hat, dass diese Folge eine unausgestrahlte der ersten Staffel ist, sollte das aber halbwegs vernünftig geschehen sein, dann gibt es damit doch absolut kein Problem: Besser mehr als weniger Fringe.

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Steves vor 3 Jahren:Platz 67 in der Community Top-100

Ich kann mich den Meinungen hier nur anschließen! FOX hat uns mit der Folge doch nur einen Gefallen getan: Wir hätten sie wohl nie zu sehen bekommen, wenn der Sender sie nicht jetzt ausgestrahlt hätte. Darin kann ich absolut keinen Nachteil sehen.

Von vornherein war klar, dass die Folge eine außertourliche sein würde. In die 2. Staffel musste sie also gar nicht "passen", zumal sie ohnehin eine Fall-der-Woche-Episode war.

Wer also überrascht oder gar verwirrt war, Charlie zu sehen, der ist imho selber schuld.

Von mir aus kann FOX das öfter machen: In längeren Sendepausen unausgestrahlte Folgen zeigen. Ist jedenfalls besser als Wiederholungen ;-)

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