Friday Night Lights: Preisgekrönte Serie in Deutschland bei TNT

Wichtig ist auf dem Platz, interessant wird es abseits davon - „Friday Night Lights“
(c) 2007 NBC
In Deutschland wird der Abosender TNT als erster die preisgekrönte Serie „Friday Night Lights“ um eine High-School-Football begeisterte Stadt in Texas zeigen. Achtung! - Nicht vom Wort „Football“ abhalten lassen.
Dillon, das ist die amerikanische Provinz, Texas-Style. Die Stadt ist klein, die Menschen sind einfach, aber ehrlich. Der lokale Radiosender und die lokale Presse haben - zumindest im Spätsommer und Herbst - nicht viel besseres zu tun, als über die lokale High School Football-Mannschaft zu berichten. Und es gibt eine Call-in Radio-Show, in der die „Fehler“ des Coaches vom letzten Wochenende durchgekaut werden.
Im Zentrum von „Friday Night Lights“ stehen der neue Coach der Dillon Panters, Eric Taylor (Kyle Chandler), der mit seiner Familie gerade erst in die Stadt gezogen ist. Er verdankt seinen neuen Job der Tatsache, dass er dem neuen, aus eigenem Nachwuchs stammenden, Starquarterback Jason Street (Scott Porter) früher schon gecoacht hat.
Für Coach Taylor, seine Frau Tami (Connie Britton, „Spin City“, „24“) und ihre 15-jährige Tochter Julie (Aimee Teegarden) ein bedeutender Schritt, denn vom Erfolg der Mannschaft hängt die gesamte weitere Trainerlaufbahn von Taylor ab.
Und so muss der Coach einen Haufen junger Individualisten - manche mit den Augen nur auf einem möglichen Sport-Collegestipendium, dass sie auf akademischen Weg nie erreichen könnten, andere, für die dies der frühe und einzige Höhepunkt ihres Kleinstadtlebens sein wird - eine Mannschaft formen, immer wieder Animositäten zwischen den aufbrausenden Teenagern ausräumen und sich auf der anderen Seite gegen all die Besserwisser aus der Stadt durchsetzen, die über die Macht verfügen, ihn im Zweifelsfall seinen Job kosten zu können.
Gerade die Riege der jungen Schauspieler der Serie gelingt es hervorragend, die Lebenssituation amerikanischer Teenager darzustellen. Denn hier handelt es sich nicht um ein Sport-Helden-Drama mit Happy End-Garantie, sondern um feinstes Charakter-Drama (eben vor einem Sporthintergrund).
Und so kann ich mich nur nochmals wiederholen: Die Serie hat ihren Peabody-Award für „Exzellenz im Rundfunk“ nicht wegen des Sportthemas erhalten. Um Gefallen an der Serie zu finden, muss man von Football genausowenig verstehen, wie bei „24“ von nuklearen Sprengköpfen, oder bei „Grey's Anatomy“ von Operationstechniken.
Weiter Rollen in „Friday Night Lights“ haben inne: Jesse Plemons, Zach Gilford, Gaius Charles, Minka Kelly, Taylor Kitsch und Brad Leland.
Bernd Michael Krannich am Mittwoch, 21.Januar 2009 08.00 Uhr
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