Freeload: Neues VoD-Angebot mit Gratis-Serien

Auf Freeload: Gratis zum Streamen die beiden ersten Staffeln des britischen Originals von „Coupling“
(c) BBC
Nach einer erfolgreichen Testphase im Herbst hat die Deutsche Telekom Ende Februar ihr neues Video-on-Demand-Portal Freeload an den Start gebracht, welches mehr als 600 Film- und Serientitel zum kostenfreien Abruf bereithält.
Neben zumeist schon etwas älteren Spielfilmen wie „Rush Hour“ (1998) und „Mansfield Park“ (1999) bietet Freeload ein reichhaltiges Serienangebot, welches sich derzeit hauptsächlich aus BBC-Produktionen speist: So stehen im Augenblick die beiden ersten Staffeln des britischen Originals von „Coupling“ und jeweils die erste Staffel von „Hustle“, „Little Britain“ und „Life on Mars“ zum Videostream bereit.
Während „Coupling“ in der deutsch synchronisierten Fassung angeboten wird, laufen die anderen drei Serien jeweils im Original mit deutschen Untertiteln (was gerade im Fall von „Life on Mars“ die Fans freuen wird, die sich die deutsche DVD gekauft haben - und feststellen mussten, dass diese gar keine Untertitel - weder deutsch noch englisch - enthält, was es bisweilen etwas schwer macht, dem Manchester-Dialekt zu folgen).
Als weitere Serien sind u.a. „Spooks“ und „Doctor Who“ angekündigt. Die Freunde des Männersenders DMAX werden sich auf Sendungen wie „Die Ludolfs“ und „Tuning-Alarm!“ freuen dürfen. Für die Frauen hat Freeload ab Mitte März die in der ARD gelaufene Kriminovela „Das Geheimnis meines Vaters“ in petto.
Das Portal ist, wie es heisst, werbefinanziert. Noch ist von Werbung jedoch nicht viel zu sehen. Lediglich beim Vor- und Zurückspulen läuft eine kurze Werbeeinblendung. Hauptsächlich scheint Freeload also der Promotion für das kostenpflichtige Premiumportal zu dienen (wo u.a. die aktuellen Folgen von „Lost“ und „Desperate Housewives“ zu sehen sind).
Beim Videostream kann man zwischen den DSL-Geschwindigkeiten 1000, 2000 und 6000 wählen. Zu den Kritikpunkten zählen die etwas unübersichtliche Menü-Führung, die einen nicht unmittelbar auf die Film- bzw. Seriengesamtübersicht leitet, und das kleine Video-Fenster, welches sich nicht auf den gesamten Monitor erweitern lässt. Vor allem aber hat es mich als nicht sonderlich technikaffinen Menschen fast einen halben Vormittag gekostet, bis ich die richtige Version des Windows Media Players sowie die nötigen Plug-ins für Firefox installiert hatte, um die Videos überhaupt anschauen zu können.
Das ist für die Eroberung eines Massenmarktes sicherlich noch ein Hindernis. Ansonsten ist Freeload immerhin einer der ersten Schritte, die (neben den Sender gebundenen Angeboten von maxdome und rtl.now) auch hierzulande in die schöne neue digitale Serienwelt vollzogen werden.
Vielen Dank an unseren Leser Nico für den Hinweis!
Christian Junklewitz am Samstag, 7.März 2009 15.00 Uhr
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