Franzi: Eine bayerische Kleinstadtserie „mit Pfiff“
Fleischpflanzerl statt Kamelcarpaccio

Der Cast (v.l.n.r.): Sandra und Robert, Franzi, Flocki, die Mama und der Hakan
© 2008 BR/ Meike Birck
Am Freitag, 27. Februar 2009, startet mit „Franzi“ eine bayerische Kleinstadtkomödie in sieben Folgen im Bayerischen Fernsehen (BR). Wir sagen euch, ob sich ein Blick nach Erding lohnt.
Der Inhalt
Die Mittdreißigerin Franziska "Franzi" Ostermeier hatte alles so schön geplant. Nach der Hochzeit mit ihrem gutaussehenden und erfolgreichen Verlobten Markus geht sie mit ihm nach Peking, um dort im Bankwesen groß Karriere zu machen. Dumm nur, dass sie ihn kurz vor Abreise mit einer echten Chinesin in eindeutiger Stellung im Gewächshaus antrifft. Heulend setzt sie sich ins Auto und fährt nach Hause ins heimatliche Erding (zwischen München und Landshut gelegen), um wieder zu Sinnen zu kommen. Dumm nur, dass dort irgendwie alle eigene Probleme haben. Ihre Jugendliebe Werner "Flocki" Grüneis muss sich nach dem Tod seiner Mutter um das örtliche Modehaus mitsamt Verkäuferinnen kümmern, ihre beste Freundin Sandra unterstützt lieber ihren Lebensgefährten Robert bei der Eröffnung seines eigenen Druckerpatronenladens ("Robert's Tintentanke", stilecht mit Deppenapostroph) und ihre Mutter hat sich mit dem schneidigen türkischen Bademeister Hakan aus den Thermen einen jugendlichen Liebhaber geangelt („Der Hakan is in Erding geboren.“ - „Ja, und des vor gar nicht allzu langer Zeit! Mama, wie alt isn der?“).
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| Mama Traudl und der Hakan © 2008 BR/ Meike Birck |
Am besten wäre es also, Franzi würde am nächsten Tag einfach wieder zurück nach Hamburg fahren und alles mit Markus klären. Aber irgendwie kommt sie nicht weg aus Erding. Und ob sie's zugeben will oder nicht: Es gefällt ihr auch, wieder daheim zu sein.
Die Charaktere
Franziska "Franzi" Ostermeier (Jule Ronstedt) ist noch die Normalste unter allen, aber sie hat auch lange Jahre nicht in Erding gelebt. Was einiges erklärt.
Ihre beste Freundin Sandra (Kathrin von Steinburg) besticht durch ihre naive Schlaumeierei („Woaß man oft ned, gej? Obs gscheider is, wenn man alles woaß, oder ... tierisch kompliziert oft.“). Leider hat sie nie den Absprung aus Erding geschafft und ihre Arbeit beim Landratsamt ist alles andere als prickelnd. Da wundert es nicht, dass die achtjährige Beziehung zu Robert Weindl (Stephan Zinner) beinahe ihr Lebensinhalt wurde. Er wiederum will nun eine Druckerpatronentankstelle eröffnen - wahrlich eine Geschäftsidee mit Zukunft - und klammert sich mithilfe seiner Motörhead-T-Shirts an ein wilderes Leben. Nur für die Mettlermatte reichen die Haare dann doch nicht mehr, was wiederum die Brandl Vroni nicht stört. Denn sie hat mehr als nur ein Auge auf Robert geworfen.
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| Sandra und Robert © 2008 BR/ Meike Birck |
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Bettina Ebenbeck am Donnerstag, 26.Februar 2009 15.00 Uhr
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