US-Serien: Auf europäischen Bildschirmen auf dem Rückzug

US-Serien: Auf europäischen Bildschirmen auf dem Rückzug
Foto: Artii
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US-amerikanische Produktionen dominieren zwar weiterhin im fiktionalen Bereich den europäischen Fernsehmarkt, ihr Anteil nimmt jedoch gegenüber einheimischen Produktionen ab. Dies geht aus dem neu erschienenen Jahrbuch der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle (EAI) hervor.

Demnach stieg der Anteil europäischer Fiktion von 36,1 Prozent im Jahr 2005 auf 39,1 Prozent im Jahr 2007. Umgekehrt sank der Anteil außereuropäischer (d.h. in der Regel: US-amerikanischer) Fiktion von 63,9 Prozent (2005) auf 60,9 Prozent (2007).

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Der Anstieg europäischer Produktionen verdankt sich dabei hauptsächlich dem Bereich der Fernseh- und Kinofilme. So wurden z.B. 2007 zu 47,2 Prozent europäische TV-Filme gezeigt - gegenüber 44,3 Prozent im Vorjahr. Der Zuwachs bei den europäischen Serien fällt dagegen noch moderat aus: Hier erhöhte sich der Anteil im Jahresvergleich von 34,3 auf 35,4 Prozent.

US-Produktionen dominieren nach wie vor das Angebot im Bereich der Fernsehserien - so kommen 59,5 Prozent des Serienangebots aus den Vereinigten Staaten. Ihr Anteil ist jedoch rückläufig.

Am meisten setzen nach wie vor öffentlich-rechtliche Sender auf europäische Produktionen (sowohl Filme und Serien aus dem eigenen Land als auch Produktionen der europäischen Nachbarn sowie internationale Ko-Produktionen). Allerdings nimmt der Prozentsatz einheimischer Sendungen auch bei den kommerziellen Anbietern zu, die traditionell mehr US-Produktionen im Programm haben und außerdem generell mehr Fiktion ausstrahlen.

Bemerkenswert ist, dass im Gegensatz zum Spielfilm- und TV-Film-Sektor der Anteil von europäischen Koproduktionen am Serienangebot nur marginal ausfällt (3,5 Prozent).

Für die Studie wurden 124 TV-Programme aus 13 europäischen Ländern ausgewertet, die 2007 insgesamt mehr als eine halbe Million Stunden an fiktionaler Unterhaltung ausgestrahlt haben.

Zu beachten ist ferner, dass die Studie lediglich Aussagen über das Programmangebot, nicht jedoch über die Nachfrage des Publikums macht.

Christian Junklewitz am Donnerstag, 26.März 2009 07.00 Uhr

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