FX: Fox' kleiner Bruder auf dem Weg nach oben

Bei „FX“ denkt man nicht zwanghaft „außerhalb der Box“ ...
Derzeit werden bei FX eifrig neue Formate entwickelt, um den Sender auch in den kommenden Jahren auf der Starße der Profitablität zu halten. Derweil scheint der Umbau des kleinen Brider von FOX jedoch gut voran zu gehen, was auch an einer gewissen Konzentriertheit liegt.
Derzeit wird FX in fast 100 Millionen amerikanischen Haushalten empfangen. Was eine bemerkenswerte Leistung ist, wenn man bedenkt, dass aufgrund des amerikanischen Medienmodels der Kabelsender genaugenommen mit einer Mischfinanzierung aus Werbung und Einspeiseerlösen finanziert wird: Kabelsender in den Vereinigten Staaten erhalten von den Kabelnetzbetreibern eine Prämie für das Recht, sie einspeisen zu dürfen. Diese wird durch die Kabelgebühren der Nutzer refinanziert. Insofern ist die Verbreitung schon sehr bedeutend.
Der Unternehmensgewinn soll in diesem 812 Millionen US-Dollar betragen. In zwei Jahren wird das Wachstum laut Branchenschätzungen auf fast 900 Millionen anwachsen. Garanten für diesen Erfolg des Senders, dessen Name FX die verborgene Bedeutung FOX extended hat, sind ein schlanker Overhead, einige wichtige Eigenproduktionen im Serienbereich und damit eine eigene Identität.
Mit dem Ansatz, „das HBO der werbefinanzierten Kabelsender“ zu werden, begann man Anfang des Jahrtausends bei FX mit der Entwicklung eigener Serien. „The Shield“ lief erfolgreich - wenn auch später die Zuschauer mehr und mehr ausblieben - es folgten „Nip/Tuck“ und „Rescue Me“ als weitere Serien, die in der Entertainment-Branche Wellen schlugen.
Nach dem Ende der düsteren und gewaltbeladenen Cop-Serie „The Shield“ gelang es, mit „Sons of Anarchy“ eine neue Serie mit einer ähnlichen Tonlage erfolgreich zu lancieren. Nachdem die beiden Serien „Rescue Me“ und „Nip/Tuck“ im Jahr 2010 oder 2011 auslaufen werden, ist es jetzt an der Zeit, für sei ehenfalls Nachfolger zu finden. „Damages“ mit Star Glenn Close wurde eher bei den Kritikern zum Erfolg und brachte FX Emmy-Nominierungen und Auszeichnungen ein - aber eher geringe Zuschauerzahlen.
Eines der Erfolgsrezepte bei FX ist es laut Senderchef John Landgraf, dass die Senderspitze recht flach ist: Bei den Networks müsse eine Serie sehr viel mehr Verantwortliche überzeugen. Dadurch würden die ursprünglichen Konzepte von Serien in Entwicklung stark verwässert.
Weiterhin eine wachsende Einnahmequelle des Senders ist, dass auch die Produktion mehrerer Formate zum eigenen Unternehmen gehört. So bringt der jüngst getätigte Verkauf der amerikanischen Wiederholungsrechte von „It's Allways Sunny in Philadelphia“ an das amerikanische Comedy Central weiteres Geld. Und nach derzeitigem Stand könnte es in drei Jahren auch für „Sons of Anarchy“ zu einem ähnlichen Schritt kommen.
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Bernd Michael Krannich am Montag, 26.Oktober 2009 10.00 Uhr
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