Flashpoint: Interview mit Enrico Colantoni

Flashpoint: Interview mit Enrico Colantoni
Enrico Colantoni als Sgt. Greg Parker in „Flashpoint“
(c) 2008 CTV

Enrico Colantoni oder Papa Mars, wie wir ihn liebevoll in der Redaktion nennen, hat eine neue Serienrolle. Nach „Just Shoot Me“ und „Veronica Mars“ spielt er eine der Hauptrollen in der kanadischen Serie „Flashpoint“, die bereits seit einigen Wochen im Schweizer Fernsehen, in Deutschland auf 13th Street und demnächst auch bei RTL2 läuft. Trotz eines sehr engen Drehplans nahm sich Enrico Colantoni die Zeit, in seiner Mittagspause mit Serienjunkies.de ein sehr eingehendes Gespräch am Telefon zu führen.

English Version

„Flashpoint: Interview mit Enrico Colantoni“ nachzulesen bei Serienjunkies
SJ: Worum geht es in „Flashpoint“? Und welche Figur spielen Sie?

Im Kern ist „Flashpoint“ eine Action-Dramaserie über Polizisten, Helden und den Preis des Heldentums. Ich spiele Greg Parker, er ist der Team Sergeant. Er ist ein Mann, der den meisten Polizeifiguren wahrscheinlich nicht sehr ähnlich ist, weil er aus dem Bereich der emotionalen Intelligenz kommt. Er hat ein hohes Maß an Mitgefühl für die Menschen, mit denen er zu tun hat. In gewisser Weise ist die Serie ein futuristischer Blick auf die Arbeit der Polizei, weil sie sowohl technologisch als auch emotional sehr fortgeschritten operiert. Sie haben nicht dieses Stormtrooper-Gehabe „Wir sind Polizisten, wir sind hart und wir treten Euch in den Arsch!“ Diese Leute haben viel Herz und viel Seele.

SJ: Hat das etwas damit zu tun, dass es eine kanadische Serie ist? Reflektiert die Serie in besonderer Weise eine kanadische Einstellung?

Ich denke, das ist sicher der Fall. Es ist die vorherrschende Einstellung, wahrscheinlich weil die Serie in Kanada produziert wird. Und weil Kanadier mehr dazu tendieren, beim Friedenstiften auf Verhandlungen und Dialog zu setzen - und nicht auf Kontrolle und ultimative Vernichtung. Wenn man an Kanadier denkt, hat man Friedenstifter vor Augen. Und ich denke, dass die Serie in Europa besser ankommen wird als in den USA, weil es viele Leute in den Staaten gibt, die mit diesem Verfahren nicht vertraut sind: Sie sind es gewohnt, Leute mit Waffen zu sehen und Explosionen. Wir dagegen setzen auf sehr viel Herz und sehr viel Intelligenz.

SJ: Trotzdem läuft „Flashpoint“ auch sehr erfolgreich im US-Fernsehen. Glauben Sie, dass die Serie zum Türöffner für andere Nicht-US-Serien werden könnte?

O ja! Die Serie macht viele US-Zuschauer zum ersten Mal mit kanadischem Fernsehen bekannt. In der Vergangenheit war kanadisches Fernsehen sehr beschränkt, weil sie nur für ein sehr kleines Publikum produziert haben. Aber ich denke, man sieht jetzt, welchen Vorteil es hat, in die USA zu exportieren. CTV ist entschlossen, qualitativ höherwertige Serien zu machen, die leicht in die ganze Welt verkauft werden können. Und auch das Geschäftsmodell in den USA verändert sich: Man versucht, gute Serien von überall her einzukaufen, weil es finanziell Sinn macht.

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Christian Junklewitz am Sonntag, 19.Juli 2009 10.00 Uhr

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Ein Leserkommentar

Claudia von Kasse 1 vor 3 Jahren:Platz 60 in der Community Top-100

Are we having fun yet?

Sie Szene in Party Down war genial!

Ich würde mir sofort einen VM-Film anschauen. Der wird auch hoffentlich besser sein als der DLM-Film auf DVD.

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