Firefly: Diese Serie gehört ins deutsche Fernsehen

Der Cast der Serie „Firefly“
(c) FOX
Krimis, Krimis, Procedurals Tag und Nacht. Eingespannt in meine Arbeit zu Dramaturgie und visuellem Stil der US-Krimiserien ertappe ich mich dabei, die Welt in Fingerabdrücke und DNA-Proben zu sortieren: Man sitzt im Café und ist besessen von dem Gedanken an den guten, fettigen Fingerabdruck am Colaglas, den man gerade unwiderruflich hinterlassen hat ... Wenn es so weit gekommen ist, ist es time for a change:
„He robbed from the rich and he gave to the poor!
Stood up to the Man and he gave him what for!
Our love for him now ain't hard to explain!
The Hero of Canton--the man they call Jayne!“
„Firefly“! Eine Serie, die nicht unbedingt auf Special Effects aus ist, oder auf Action. Das Thema: ein Zuhause finden, mitten im endlosen Weltraum. Es gibt kein bestimmtes Ziel, und keiner versucht, die Welt zu retten. Es geht darum, sich irgendwo zu Hause fühlen zu dürfen. Klingt zu einfach? Nicht spannend? Nicht spektakulär genug? Joss Whedon, der Schöpfer der Serie, beschreibt seine Kreation als „nine people looking into the blackness of space and seeing nine different things“.
Kann so eine Serie langweilig sein? Wenn man den FOX-Vorstand fragt, ist die Antwort: Ja. Wegen schlechter Quoten wurde die Serie nach nur 11 (von insgesamt 14 fertigen) Episoden vom „serial killer“-Network FOX (vgl. den Fall „Wonderfalls“ und andere) abgesetzt. Es wird für immer ein Fragezeichen dahinter stehen - mochte das Publikum die Serie wirklich nicht, oder ist der Sender schlecht mit ihr umgegangen?
Wenn man sich die DVD-Verkaufszahlen (bei Amazon oder Barnes & Noble) ansieht, sowie die immer noch andauernden Versuche, die Serie wieder zum Leben zu erwecken, sie zumindest mit einem Kinofilm abzuschließen usw., dann richtet sich der pädagogische Zeigefinger auf die Senderverantwortlichen: Die Episoden wurden ohne große Werbekampagne, dafür aber in falscher Reihenfolge (der zweistündige Pilot, der das Gesamtkonzept etabliert, wurde als letzte Episode ausgestrahlt!) sowie mit Unterbrechungen wegen Sportübertragungen etc. gesendet. An dieser Stelle sieht man sich als Fan gezwungen, in die Welt des „Was wäre, wenn“ zu flüchten - eine Art Parallelwelt, die uns in fast jeder unserer Lieblingsserien vorgeführt wird... Traumwelten - die Spezialität von Joss Whedon. Selbstverständlich weist „Firefly“ etliche Ähnlichkeiten mit „Buffy the Vampire Slayer“ auf, sowohl auf visuellem als auch auf narrativem Niveau. Vier davon fallen schnell ins Auge:
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